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Thema: Träume und Zukunft

Die Vergangenheit ist vorbei, gelaufen, und wir können nicht mehr in sie zurück. Dazu gehört auch, dass die Menschheit sich entwickelt hat und es keinen Sinn macht, sich zurück zu entwickeln. Denn dann ginge alles, was unser kollektives Bewusstsein erweitert hat, mit verloren.

Die Gegenwart lässt nach Ansicht vieler Menschen Einiges zu wünschen übrig. Die Mängelliste ist riesig, aber kaum jemand macht mehr, als gegen irgendwelche Zustände zu protestieren oder sich gegen die eigenen Gefühle zu Handlungen und Unterlassungen zu zwingen, die der eigenen Selbstverwirklichung eine Zwangsjacke anlegen.

Ernsthafte Vorstellungen, wie denn nun unsere gemeinsame Zukunft als Menschen mit und ohne Partner und als Menschheit insgesamt aussehen könnte, macht sich kaum jemand.

Da flüchtet man lieber in romantische Vorstellungen von einem Leben in der Natur, in Drogen oder Traumwelten, wo alles schöner erscheint. Das ändert aber leider absolut nichts an den herrschenden Zuständen, sondern verschafft höchstens einzelnen oder kleinen Gruppen eine kleine Pause, während die Menschheit als ganzes weiter unaufhaltsam einem imaginären Abgrund zusteuert.

Solche egozentrischen Träumereien, die nur den Zweck haben, dem eigenen Schmerz und Leid vorübergehend zu entrinnen, sind ein krasser Missbrauch der Fantasie. Diese Kraft sollten wir aus Liebe und Mitgefühl nicht nur für uns, sondern für realistische Träume von einer gemeinsamen Zukunft einsetzen. Für eine Zukunft, die das Leben auch für die Kinder und spätere Generationen lebenswert macht.

Träume sind keineswegs sinnlose Spielerei, sondern sie tragen mit zu dem bei, was kommen wird. Oder aber sie blockieren es, wenn sie sich nicht an der Menschheit als Ganzes und dem ganzen Planeten orientieren.

Sie sind unser Werkzeug, mit dem wir die Entscheidungen treffen können, die es uns erlauben, uns selbst in Harmonie mit den Anderen und dem ganzen Kosmos zu entwickeln.
Wer nicht träumt und kein diszipliniertes Leben mit verbindenden und harmonischen Zielen führt, entscheidet meist spontan aus einem Gefühl heraus, was nur den Moment spiegelt. Daraus ergeben sich nur sehr selten dauerhafte, positive Veränderungen für das eigene Leben und die Entwicklung des Ganzen.

Darum sollten wir alle lernen, zu träumen. Nicht von abstrakten Welten abseits der Mehrheit aller Menschen, sondern von einer gemeinsamen Welt, in der wir alle das Verbindende dem Trennenden vorziehen, Freude, Liebe und Mitgefühl bewusst leben und im Einklang mit dem Kosmos und unseren Herzen handeln.

Wer träumt mit mir, nüchtern, verantwortungsbewusst für das große Ganze, ohne uns selbst dabei zu vergessen?

रोलन्द् बब