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Thema: (M)ein Märchen

Habe Gestern ein wenig wild drauflos geschrieben und das ist dabei raus gekommen.
Ich möchte den Text gerne teilen.

(M)ein Märchen

Es war einmal vor langer Zeit, in einer weit weit entfernten Galaxis, viele tausend Lichtjahre von der Erde entfernt ein wunderschöner Planet.
Aber leider waren deren Bewoner versklavt, durch ein globales Herrschaftssystem, das durch seine Art, 99% der Bevölkerung schlimmer noch als Sklaven zu behandeln,bis heute in der unbeschreiblich großen Weite des bekannten Universums, als Muster der Effizienz der Ausbeutung schlechthin gelten.

5000 Jahre lang beutete eine kleine Minderheit den gesamten Rest der, ich nenne sie mal Menschen, damit es leichter verständlich wird , weil der Name dieses Volkes sich in unserer Sprache anhört, wie als wenn man mit den Fingernägeln gaaanz langsam über eine schöne, große Schreibtafel kratzt.

Nun also, sie wurden kurz gesagt nach allen Regeln der Kunst abgezockt und als reine Arbeitssklaven gehalten.

Nur um ein Beispiel Ihrer Genialität vorzubringen:
Sie sagten allen Menschen, das Sie wichtig^, ja sogar unentbehrlich wären für das System und ohne Sie nichts laufen würde, was natürlich von der Wahrheit Ewigkeiten entfernt war.
Polizei, Beamten,Richter, Politiker, einfach Allen die direkt mit den Herrschern arbeiteten bekamen das gesagt.
Ein genialer Trick.
Wenn nun ein Beamter unbequem wurde konnte man Ihn ebenso leicht entfernen wie Jeden xbeliebigen Sklaven auch, und alle Anderen dachten das ihnen das nicht geschehen könnte, weil sie besonders und wichtig waren.
Nur das der Betroffene natürlich bis zur letzten Sekunde genau das gleiche von sich selbst dachte.

Nur ein kleines Beispiel, aber zurück zur Haupthandlung.

In diesem System der Unterdrückung lebte ein unscheinbarer Mann.
Nichts besonderes.Er war nicht sonderlich schön, noch hatte er einen Körper wie Brett Schmitz (ein Schauspielheld dieser Welt), aber er hatte ein gutes Herz und ein kindliches, waches und fröhliches Wesen.
Eines Abends als unser armer Sklave mal wieder ein wenig mit seinem Schicksal haderte. Das Geld war knapp, die Faulheit groß, wurde es ihm einfach zu bunt.
Er setzte sich auf seinen Lieblingsstuhl und schwor sich, nicht eher wieder aufzustehen bis er ergründet hatte, warum sein Leben so schwierig und mühsam war ,wie es nunmal war.

Und durch einen Engel der herniederfuhr in einem golden Licht der Erkenntnis wurde Ihm plötzlich alles klar.
Das System hatte sein Ende erreicht.

Durch Fortschritt und Technik war es seid längerem möglich die Wochenarbeitszeit jedes Menschen auf 6 Std zu reduzieren und doch wurden Sie gezwungen 40 und mehr Std zu arbeiten, in Fabriken die keinerlei echten Nutzen hatten, als den, das Volk beschäftigt zu halten und für den bewust kümmerlich gehaltenen Lohn, der gerade so zum überleben reicht, weiterarbeiten zu müssen um nicht echte Armut zu erleiden.

Freundliche Wesen malten kodierte Zeichen der Harmonie und der göttlichen Ordnung in ihre Kornfelder.

Eine Komunikationsplattform namens Internet ursprünglich zur Kontrolle erschaffen, vernetzt nun alle Menschen der Welt und globales Wissen ist nur eine Handbewegung entfernt.

Rafinierte Pläne um die Menschen in Angst und Zwietracht zu halten wurden nun leicht aufgedeckt und immer mehr Menschen bekamen ungewohnten besuch von fleißigen Engeln der Erkenntnis.

Zwar wurde weiterhin versucht Kriege zu kreieren und Angst zu erzeugen, aber es wollte einfach nicht mehr funktionieren, aufgrund der sich selbstständig, vernetzenden und eigenständig denkenden Menschen die nun wie durch ein Wunder, rasannt an Zahl gewannen.

Ein Gefühl des Miteinander, der Verbundenheit, des Respekt und der Liebe breitete sich unaufhaltsam aus.

Für die Erwachten wurde plötzlich klar was mit Ihnen geschah.

Auch unser kleiner Freund der noch immer auf seinem Stuhl tapfer ausharrte, von ein paar kleineren Nickerchen mal abgesehen wurde plötzlich bewust, das all die Entbehrungen und der Mangel den er erdulden mußte, einfach nötig waren um einen Teil dazu beizutragen, das das System nicht mehr reibungslos funktionierte.
Denn in dem Mann war von Geburt an eine unerklärliche Abneigung jedweder Autorität gegenüber ,und ein starker Wille der nichts akzeptierte, was er nicht auch selbst verstand gegeben.
Jedweder Kontakt mit Mechanismen der Gleichschaltung und der Verdummung konnten einfach nicht greifen.

Das hinterfragen jedweder Konzepte war ihm einfach als kleine Gabe in die Wiege gelegt worden.

Nun wurde ihm klar das er unbewust immer nur ein Ziel verfolgte.

So unbequem wie möglich zu sein, gegenüber dem herrschenden System.

Die Steuer erst dann zu bezahlen wenn auch wirklich der letzte Termin verstrichen war.
Immer den größtmögliche Aufwand zu produzieren ohne aufzufallen.

Nicht zu viel zu arbeiten um ja nicht zu gut zu funktionieren, aber wenn, dann wenigstens so perfekt wie möglich.^^

Gefühle zu zeigen und unbequeme Dinge offen auszusprechen.

Zu forschen in jedwede Richtung die sich anbot.
Immer auf der Suche nach der WAHRHEIT.

Zeitweise hielt er sich für faul, aber weit gefehlt.Es war ein gerissener Trick, gerade so im System mitzuspielen um geringen Einfluss zu haben und kein Aufsehen zu erregen, aber nie genug um irgendwie hilfreich oder gar produktiv zu sein.

Und als er all dies erkannte war er froh, und erkannte seinen Beitrag der Zerschlagung und Aufdeckung einer Unterdrückung, epischen Ausmaßes.

Nun wurde ihm auch klar warum er immer nur das nötigste getan hat um voranzukommen.

Sei es in Schule, Arbeit, oder anderen von dem System erdachten Konzepten der Verdummung und Ruhigstellung.

Es fiel Ihm wie Schuppen von den Augen.

Und er stand auf von seinem Stuhl und verließ sein Haus und was sah er da?

Er war nicht Allein. Die Straße war voller Menschen die sich verträumt die Augen wischten.

Und gemeinsam erschufen Sie ein neues Miteinander und tanzten mit dem Wind um die wette.
Und wenn sie nicht gestorben sind dann tanzen sie noch Heute.

Und wenn man an lauen Sommernächten ganz leise ist und ganz genau hinhört, kann man ihre Freudenrufe und das Lied der Befreiung hören.

Ende.

:hearts:

Der Text ist frei erfunden und Ähnlichkeiten zu existierenden Personen, oder anderer Lebewesen, können natürlich nach dem Gesetzt der Chaostheorie nicht ausgeschlossen werden.^^

2 Zuletzt bearbeitet von Thorsten (08.09.2014 21:19:45)

Re: (M)ein Märchen

Dieser Text offenbart sehr persönliche Vorgänge, in dem fiktiven Protagonisten.
Also bitte zeigt ein bisschen Milde wenn ihr euch zu dem Text äußert. ;)
Ich habe den ganzen Text einfach so hingeschrieben. Rein aus der Intuition.
In nur 45 min war er fertig.
Fast so als würde ich automatisch schreiben.
Schon seltsam aber es hat mir Freude gemacht.
Vieles ist sicher überspitzt dargestellt, aber das ist ja auch der Grund warum ich es ein Märchen nenne.
Ein Märchen mit Happy End.
Wo der Held am Ende die schöne Prinzessin in sein Schloß geleitet.
Wunderbar.
In Märchen wird so herrlich übertrieben und dramatisiert.
*INLOVE*

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Re: (M)ein Märchen

Echt Klasse, Thorsten.  *INLOVE*

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Re: (M)ein Märchen

Lieber Throrsten,

vielen Dank, auch mir gefällt dein Text sehr gut.

Ich finde du hast sehr kunstvoll Elemente der persönlichen Wahrnehmung, unserer gemeinsamen Alltagswelt und deinen Vorstellungen zu einer Geschichte verwoben.


Alles Liebe.  *INLOVE*

रोलन्द् बब

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Re: (M)ein Märchen

Ich bin selber sehr überascht wieviel ich in letzter Zeit geschrieben hab.
Mir gefällt die Geschichte persönlich auch sehr gut.
In wie weit man das über eine eigene Geschichte überhaubt sagen "darf". *JOKINGLY*
Es war ein Ausdruck meiner Selbst, der schon lange mal raus wollte.
:-)

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Re: (M)ein Märchen

Yes man, Better Late Than Never. Auch von mir ein "Big Up" und danke. Sehr guter Inhalt in schönem Gewand. Mehr davon. *OK*
ZU-GA-BE! ZU-GA-BE!

Hör damit auf, dir einzubilden dies zu sein oder jenes zu tun, und du wirst erkennen, dass du an der Quelle und im Herzen von Allem bist. - Nisargadatta Maharaj