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Thema: Bewusste Identifikation

Wenn man so ganz entspannt im Hier und Jetzt ist, hat man eigentlich das größte Potenzial für tiefe, bereichernde Erkenntnisse. Doch leider fehlt einem in solchen Augenblicken meist die Motivation, sich mit Problemen zu beschäftigen.

Wenn dagegen etwas drückt, ist das meist die unbewusste Identifikation mit einem Problem. Was drückt, ist also nicht das Problem selbst, sondern die unbewusste Identifikation.

Die Energie steht dabei leider nicht für Erkenntnisse zur Verfügung, sondern verbraucht sich in der Empfindung des Drucks. Da man identifiziert und dazu noch unbewusst ist, bleiben zur Lösung des Problems und damit Drucks meist nur raten und Experimente.

Wir neigen auch oder gerade in der unbewussten Identifikation natürlich dazu, unsere Persönlichkeit zu schützen, indem wir uns für gut und richtig halten und die Ursache des Problems im Außen suchen. Dabei ist der Druck, der sich meist in Unzufriedenheit, Spannungen, Schmerz oder Leid äußert und den wir als unangenehm empfinden, doch ganz offensichtlich im Inneren.

Da hilft oft, sich einfach die Identifikation bewusst zu machen. Alles, was uns drückt, ist die dem Selbst zu eng gewordene Identifikation mit der Persönlichkeit.
Was einerseits zu unserem Schutz da ist, unsere Persönlichkeit definieren, von anderen Persönlichkeiten abgrenzen und so unsere einzigartige Identität erhalten soll, schnürt andererseits die Freiheit unseres Geistes auf unangenehme Weise ein.

Wenn es in solchen Situationen gelingt, sich bewusst zu machen, dass man mit der Persönlichkeit, mit dem Druck, mit dem Problem identifiziert, aber gleichzeitig vollkommen freier Geist ist, kann der Druck so plötzlich verschwinden, wie er entstanden ist.
Und selbst wenn er nicht verschwindet, ist er meist nicht mehr so unangenehm, wenn man weiß, dass er nur da ist, weil man gerade der Mensch ist, der man sein will.

Wir sind immer identifiziert, solange wir als menschliche Wesen existieren. Dagegen zu kämpfen wäre, als würde man an dem Ast sägen, auf dem man sitzt. Dabei kann man doch in der Identifikation auch ganz entspannt im Hier und Jetzt sein.
Nur wenn die Identifikation unbewusst wird, kann es leicht recht unangenehm werden, weil uns etwas einzuschnüren scheint und wir nicht recht wissen, was es ist.

Daher wünsche ich allen eine bewusste Identifikation mit der Persönlichkeit, in der sie sich am wohlsten fühlen und ein entspanntes Sein in der ewigen Glückseligkeit.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब