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Thema: Dem Selbst auf der Spur

Das ganze Leben lang sind wir unserem Selbst auf der Spur, obwohl wir doch nie etwas anderes waren.

Wir machen uns irgendwann auf die Suche nach dem, was wir wirklich sind, und wenn wir es endlich gefunden haben, bleibt uns doch nichts Anderes, als immer neue Facetten unseres Selbst zu entdecken.

Wir fangen an zu begreifen, dass wir mit allen verbunden sind und wollen Anderen deshalb helfen, obwohl wir und die Anderen doch schon längst das eigene Selbst sind.

Wir maßen uns an, zu urteilen, halten manches, was Andere tun für falsch, obwohl sie doch nur ihr eigenes Selbst verwirklichen, wie auch wir immer nur unser Selbst verwirklichen, ganz egal, was auch immer wir tun.

Wir be- und verurteilen sogar unser eigenes Handeln, weil es oft unseren eigenen Maßstäben widerspricht.

Und doch ergibt das alles einen tieferen Sinn, ist von unserem Selbst so gewollt, auch wenn wir uns in der persönlichen Identifikation noch so sehr dagegen sträuben.

Und es gibt für die Persönliche Identifikation, wenn schon nicht unbedingt ein Falsch oder Richtig, so doch zumindest ein Besser oder Schlechter.

Schon immer sind wir Narayan, der wahre Mensch, das wahre Selbst, und doch werden wir ihm immer ähnlicher, je mehr wir dessen bewusst werden.

Obwohl wir nie etwas anderes sind, als das perfekte, wahre Selbst, können wir doch immer besser werden, je mehr wir andere Lebewesen, unsere Mitmenschen, den ganzen Kosmos anerkennen und wertschätzen.

Je großzügiger, liebevoller, verständnisvoller und mitfühlender wir werden, umso mehr sind wir ganz wir Selbst, umso besser sind wir.

Das Selbst erkennt alle Strömungen im Kosmos und wohin sie führen. Es ist die Weisheit selbst, die sich unaufhörlich aus der Leere ins Bewusstsein ergießt und ihm Form und Inhalt gibt.

Nur wenn wir uns ans Bekannte klammern, wenn wir versuchen, unsere persönliche Identifikation in ihrem momentanen Zustand einzufrieren, gerät der Strom für die Identifikation scheinbar ins Stocken.

Aber keine Angst, das geschieht nie wirklich, denn wir lernen selbst wenn wir glauben, uns immer nur im Kreis zu drehen. Es wird uns nur manchmal erst später bewusst.

Alles, was wir tun, wird veredelt, wenn wir es in dem Bewusstsein tun, dass es genau jetzt unser Selbst ist, was durch unsere Person handelt. Wenn wir uns der persönlichen Identifikation und unseres Selbst ganz bewusst sind, tun wir immer unser Bestes.

Dann ist unser Handeln immer voller Liebe und Mitgefühl und unser Sein ist ewige Glückseligkeit, ewige Freude am Sein. Dann ist unser Handeln nicht mehr geprägt vom Wünschen, Befürchtungen und Erfolgszwängen, sondern augenblickliche, vollkommene Erfüllung, schiere Freude am Handeln, ganz egal, was daraus wird.

Wenn wir uns unseres ganzen Selbst bewusst sind, sind Handel und nicht Handeln gleichermaßen totale Verwirklichung, ewige Glückseligkeit.

Das Bewusstsein, dass der ewige GEIST durch all unsere Gedanken, Empfindungen und Handlungen scheint, ist das, was religiöse Menschen als göttliche Gnade bezeichnen und was spirituelle Menschen als das ewige, unsterbliche, wahre Selbst erkennen.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब