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Thema: Die Reise ins Unbekannte

Ganz egal, was wir uns selbst und anderen einzureden versuchen: wir alle sind auf der Reise ins Unbekannte, in die Unendlichkeit.

Wir können nicht einmal mit Bestimmtheit sagen, was alles in einer Stunde, einem Tag oder einer Woche passieren wird und ob wir dann überhaupt noch leben. Die Zukunft ist und bleibt, trotz all unserer Mittel zur Berechnung von Tendenzen und Wahrscheinlichkeiten, letztendlich unberechenbar, unbekannt.

Wir reisen also, mehr oder weniger bewusst, ins Unbekannte. Selbst wenn wir uns überhaupt nicht bewegen. Aber wir reisen nicht alle mit demselben Tempo.
Ich habe mich offenbar irgendwann für die Rolle eines Pfadfinders entschieden, der immer wieder weite Reisen ins Unbekannte hinter dem Schleier der Alltagswelt unternimmt, um zurückzukehren und davon zu berichten. Das tue ich schon seit meiner frühen Jugend.

Die meisten Menschen scheinen es eher vorzuziehen, sich nur im sicheren Schutz des Nestes Alltag zu bewegen, wollen sich hier, auf der Welt verwirklichen.
Carlos Castaneda hat diese vorsichtigen Selbstverwirklicher einmal in einem Interview als arme Babies auf der Suche nach Liebe bezeichnet, die es sich nur in der Scheiße gemütlich machen wollen. Auch wen das ziemlich abwertend klingt, ist irgendwo etwas dran.

Ich verstehe das allerdings vollkommen. Dieser Wunsch ist auch mir keineswegs fremd, doch konnte ich auf die Dauer dem Ruf des Unbekannten, der Unendlichkeit und den unerforschten Welten, die, wenn überhaupt, nur Wenige vor mir betreten haben, nie widerstehen.

Wie dem auch sei, wir reisen alle mit unserem eigenen Tempo, und das ist auch völlig in Ordnung so. Man sollte nicht versuchen, jemanden zu zwingen, ins Unbekannte aufzubrechen, der noch nicht bereit dafür ist.

Deshalb möchte ich hier nichts weiter, als von meinen Erfahrungen und Erkenntnissen berichten, um zu erinnern und neugierig zu machen - um dazu anzuregen, die eingefahrenen Autobahnen des Denkens und Fühlens der Alltagswelt einmal zu verlassen und den ein oder anderen Blick ins Unbekannte zu werfen.

Denn dort erwartet uns atemberaubendes Staunen, dort türmen sich Welten über Welten, dort gibt es Orte voll unendlicher Liebe, ewiger Glückseligkeit und vollkommener Harmonie. Sie liegen alle direkt vor unserer Nasenspitze.

Ich kann nicht und es geht nicht sind keine kosmischen Gesetze, sondern selbst gesteckte Grenzen. Sie scheinen uns zwar Halt zu geben, doch schneiden sie uns auch von unserem wahren Sein ab und zwingen uns zu einem Leben ständiger Wiederholungen.
Die meisten sogenannten Verpflichtungen des Alltags sind keine unumstößlichen Zwänge und bremsen unsere geistige Entwicklung vollkommen aus. Und das Meiste, was wir befürchten, wenn wir sie nicht mehr erfüllen, ist für unser wahres Sein kaum von Bedeutung und würde oft sowieso nicht eintreten.

Dort draußen, in der Unendlichkeit, ist absolut nichts unmöglich. Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als diese unendlichen Möglichkeiten des menschlichen Geistes zu erforschen und mich an ihrer Schönheit zu erfreuen.

Wie zum Beispiel einen Blick auf das unendliche, uns alle wie die gesamte Existenz miteinander verbindende, funkelnde Geflecht des Karma zu erhaschen.
Oder die gleißenden Strahlen der das ganze Universum kreuz und quer durchdringenden kosmischen Energie zu betrachten, die unsere Existenz in der Alltagswelt erst ermöglicht, indem sie an ihren Verdichtungen die Materie hervor bringt.
Das lässt sich ganz leicht, ohne Drogen oder körperliche Verrenkungen, in der Meditation erfahren.

Oder zu fühlen, wie sich von der Stirn ausgehend ein warmer Strom von Energie wie ein zartes Licht erst im Kopf und dann hinunter in den ganzen Körper ausbreitet, vollkommene Entspannung auslöst und ein unglaubliches Gefühl von Geborgenheit und Liebe in unser ganzes Wesen strömen lässt. Das lässt sich jederzeit, in jeder beliebigen Körperhaltung allein durch Rollen der Augen herbeiführen.

Ich wünsche allen eine angenehme, spannende, erfüllende und erleuchtende Reise in die Unendlichkeit.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब