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Thema: Die Grenzen der Welt

Wie schon erwähnt, kann und weiß ich auch nicht mehr, als ihr. Alles, was ich hier zum Besten gebe, sind nur Gedächtnisstützen für mich wie für euch.

Je nach dem, wie viel ihr zulassen könnt und wollt, kennt ihr manches von dem, was ich hier schreibe schon aus eigener Erfahrung, haltet es für wahrscheinlich, könnt es euch zumindest vorstellen oder haltet es für völlige Spinnerei.

Alles, wofür wir bereit sind und uns öffnen, können wir wahrnehmen, erkennen und verstehen. Wir setzen selbst die Grenzen.

Unsere materielle Alltagswelt mit ihren physikalischen Gesetzen ist absolute, unumstößliche Realität. Schwerkraft, Thermodynamik, Optik, Akustik, Chemie, Medizin - all das folgt genau festgelegten, nachvollziehbaren Gesetzen, die jeder Mensch überprüfen kann.

Daran will ich auch gar nicht rütteln. Auch wenn Drogen, außergewöhnliche Erlebnisse und die verschiedensten Techniken zur Modifikation des Bewusstseins den Schleier heben können, der unsere Alltagswelt von der Unendlichkeit trennt und zu einer linearen Existenz bündelt, kann man das - zumindest zurzeit noch - wohl eher als Ausnahme betrachten.
Aber es kann morgen schon, erst in tausend oder auch erst zehntausend Jahren geschehen, dass die Mehrheit aller Menschen Visionen, meditative Zustände oder das Gewahrsein nicht mehr als exotische, realitätsfremde Bewusstseinszustände belächeln, sondern als ebenso real wie die physikalischen Gesetze.

Die jetzt von uns allen als einzige gemeinsame Realität anerkannte physische Alltagswelt ist eine unglaubliche, gemeinschaftliche Leistung, ein ebenso staunenswertes, unerklärliches Wunder, wie das Leben selbst. Doch in Wahrheit ist sie eben genau nicht mehr als das: eine Übereinkunft.
Wir haben uns auf Spielregeln geeinigt, nach denen sich unser aller individuelle Lebensgeschichten entfalten. Und wir halten uns daran. Jedenfalls meistens.

Noch vor 500 Jahren und erst recht vor 2.000, 5.000 und 10.000 Jahren haben sich die Menschen auf ganz andere Spielregeln geeinigt, als wir es heute tun - und entsprechend tatsächlich in ganz anderen Welten mit ganz anderen Gesetzen gelebt, die ihren Alltag bestimmten.

Und ganz sicher werden sich die Menschen der Zukunft auf wieder andere, bessere Gesetze verständigen, nach denen sich ihr Leben entfaltet und die Energie und Materie in ihrer Welt entsteht und vergeht.

Einzeln können wir alle jederzeit leicht einen Blick hinter den Schleier der Alltagswelt werfen und daraus verblüffende Erkenntnisse gewinnen, die uns ein besseres Leben mit mehr Frieden, Freude, Liebe, Mitgefühl und Harmonie mit dem ganzen Kosmos ermöglichen.
Für uns alle zusammen kann sich der Schleier aber meist nur sehr viel langsamer heben und den Blick auf unvorstellbare Welten von atemberaubender Schönheit und unvergleichlicher Harmonie freigeben. Dazu muss eben immer erst eine Mehrheit der Menschen bereit und gewillt sein.

Das kann aber niemanden von uns davon abhalten, bereits jetzt weit in die Unendlichkeit vorzudringen und am Wissen, an der vollkommenen Harmonie und der ewigen Glückseligkeit des ganzen, alle Welten umspannenden Kosmos Teil zu haben.
Und je mehr Menschen den Mut aufbringen, ihre äußeren und inneren Grenzen immer wieder zu suchen, in Frage zu stellen und zu überwinden, umso größer werden die Chancen der ganzen Menschheit, sich dem anzuschließen.

Womit wir wieder bei Advaita wären. Es braucht jeden Einzelnen UND die Vielen.

Ich habe gelernt, den Schleier zu heben und einzutauchen in unendliche, kosmische Liebe, in ewige Glückseligkeit oder in das alle kosmischen Zusammenhänge offenbarende Gewahrsein. Und ich habe gelernt, andere Menschen dort hin mitzunehmen. Ich wünsche von ganzem Herzen allen Menschen, dies ebenfalls zu erfahren, denn ein besserer Sinn des Lebens ist mir absolut unvorstellbar geworden.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब