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Thema: Roland Baba

Wer ist Roland Baba?

Ich weiß, ich erwecke hier den Eindruck einer Person, mit bestimmten Eigenschaften, Fähigkeiten und Absichten, mit Schwächen und Stärken. Das bin ich auch. Aber nicht nur.

Ich bin ein Poet. Weil ich weiß, dass Mädels auf Poesie stehen und weil man damit Anerkennung und Reichtum oder zumindest einen gesicherten Lebensunterhalt gewinnen kann. Genauso, wie als ein Philosoph, ein Politiker, ein Guru.

All das bin ich. Aber ich bin es auch nicht. Alles, was ich hier mache, hat eine Absicht, verfolgt ein Ziel. Aber es bedeutet mir nichts.

Ja, ich tue irgend etwas, hier in dieser virtuellen Realität genauso wie in der vermeintlich wirklichen Welt. Aber das bin nicht wirklich ich. Deswegen bin ich auch immer verschieden. Ich bin liebevoll, ängstlich, langweilig, wütend, böse, mutig, starr, aufregend, schwach, selbstbewusst, verletzt, stark, beweglich. Und doch bin ich nichts davon. Ich bin nur dein Spiegel, weil ich niemals etwas anderes sein könnte - weil du in mir nie etwas erkennen könntest, was du nicht auch selbst bist.

Zugegeben, ich dachte wirklich öfter im Leben, dass ich tatsächlich jemand sei (oder zumindest sein müsste). Dass ich konkrete, edle Ziele verfolge, es mit allen fühlenden Wesen gut meine. Auch mit mir. Ich dachte, dass ich liebe und geliebt werde. Ich dachte, ich sei aufmerksam, großzügig, hilfsbereit, verständnisvoll und mitfühlend. Ich dachte, dass ich einem höheren Ziel diene, dass ich den kosmischen Geist verwirkliche und ihm mehr Raum im Bewusstsein anderer Menschen verschaffe. Das alles war ich auch und bin es immer noch.

Aber ich bin auch nichts davon. Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. Weil das, was ich wirklich bin, jenseits von dem liegt, was wir wissen und ausdrücken können. Wir können ihm unendlich viele Namen geben, und jeder davon wird genauso richtig wie falsch sein. Sogar wenn ich sage, dass ich nichts oder niemand bin, wäre es ebenso richtig und falsch.

Ich bin reines Sein, Gewahrsein, Stille - und war niemals etwas anderes, auch wenn ich das vorübergehend selbst immer mal wieder geglaubt habe. Doch das war immer vergänglich, während das reine Sein bleibt.

Om Nama Shivaya.  :om:

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Es bedarf der Menschen die Gott (vollkommen) verwirklichen, auch wenn das Opfer das eigene Menschsein ist. Wie könnte die Unendlichkeit, die Totalität, die Realität sonst von sich künden? Im Herzen die Anbetung zum Göttlichen, das Handeln - Gottesdienst. Aber die Intimität mit dem Selbst derer Sie teilhaftig werden bleibt für den Menschen un-verständlich.

http://www.youtube.com/watch?v=1JaG8QRSqM4

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Re: Roland Baba

Soham - ICH BIN - Paramananda. Reines Sein, ewige Glückseligkeit.

Das ist ein wunderbares Mantra, mit dem man sich immer wieder an seine kosmischen Wurzeln erinnern kann, daran, dass man einzigartiger, vollkommener Ausdruck des GEISTs ist, was immer man auch denkt, fühlt und tut.

Ich bin ganz Mensch, mit Herz und Verstand, und doch bin ich noch so viel mehr. Ich bin ganz im Jetzt, genau das, was ich gerade bin, und das ist ES schon - die einzigartige Entfaltung des GEISTs.

Und ich bin auch all die Götter, erkenne in ihnen nur mich Selbst - wie könnte ich sie je betrachten, wenn sie etwas wären, was ich selbst nicht bin.

Warum aber sollte ich mir Selbst opfern, mich Selbst anbeten? Um das zu werden, was ich schon lange bin, schon immer war und immer sein werde? Anbetung und Opferung würden mich nur von dem abspalten, was auf ewig mein Grund, meine Inspiration, mein innerster Kern ist.

Als der ganze Mensch, sich seiner Identität und seines wahren Wesens bewusst, gibt es nichts mehr, was mir unverständlich bleiben muss. Jedes Geheimnis da draußen entspricht dem ewigen Geheimnis in mir, welches mir schon immer gewahr ist.



Om Shanti.   :om:

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Du schreibst Dir hier doch auch selbst und führst ein Selbstgespräch. Erzählst Dir kosmische Wahrheiten und lehrst. Wozu dann dies so Du deiner Logik und Ganzheit angeblich treu bist?

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Re: Roland Baba

Eine durchaus berechtigte Frage.

Ja, ich schreibe mir hier auch selbst (oder vielleicht sogar nur mir selbst). Damit ich die kosmischen Wahrheiten nicht vergesse.
In dem Augenblick, in dem sie entstehen, ist es nicht mein Verstand und auch nicht mein Herz, sondern es fließt ohne mein Zutun aus den Tiefen meines Seins in meine Hände, von da in die Tastatur, und manchmal bin ich selbst überrascht, was dann auf dem Bildschirm erscheint.

Ob ich lehre, weiß ich nicht. Es bedeutet mir auch nichts. Wen sollte ich denn belehren, wenn alle erleuchtet sind? Vielleicht macht es aber manchem Freude, wenn sie sich durch das, was ich hier schreibe, ein wenig bestätigt fühlen. Oder es erinnert vielleicht jemanden an etwas, was er schon wusste und vergessen hat.

Ob ich der Logik treu bin, ist keine Frage eines persönlichen Urteils, denn alles, was entsteht und vergeht, folgt der Logik der Entfaltung des GEISTs, auch wenn manche Menschen das unter bestimmten Umständen absolut nicht erkennen und annehmen wollen. Doch selbst das folgt immer noch der Logik der Entfaltung des GEISTs.

Meiner Ganzheit bin ich so lange treu, wie ich nichts unbegründet verurteile oder verwerfe, sondern mich voller Hingabe mit dem Finden der Logik des GEISTs darin befasse. Man kann dem GEIST nicht im Weg stehen, und ebenso wenig der Ganzheit des eigenen Selbst untreu werden. Aber man kann beides sehr leicht aus dem Auge verlieren, wovon ich jedem wünsche, verschont zu bleiben.

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Eben und somit ist das gemeinte Gebet eine Haltung des Wissenden, nämlich Hingabe an eben diesen Einen und Alles vereinendenen Geist. Das Opfer oder die Selbstverleugnung bezieht sich auf alles was dem widerspricht. Da steht dem Satchitanananda dann auch nichts mehr im Weg. :-)

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Re: Roland Baba

Oh, ich habe absolut nichts gegen Gebete. Nur kommt es mir irgendwie seltsam vor, etwas zu verehren, was Teil von mir ist und dessen Teil ich bin. Sehe ich mich aber als den Betenden, der etwas außerhalb von sich selbst anbetet, dann werde ich meiner selbst als Ganzes nicht mehr gerecht.
Das ist meine ganz persönliche Perspektive und es bedeutet nicht, dass ich Beten an sich schlecht oder falsch fände. Im Gegenteil, ich sehe darin für ein sich vom GEIST getrennt erfahrendes Wesen eine durchaus begrüßenswerte Zuwendung zu einem verloren gegangenen Teil von sich selbst.

Das ist in jedem Fall ein interessantes Thema, welches zahlreiche Perspektiven hat, die man durchaus vertiefen könnte.

So sehe ich zum Beispiel nicht, was es bringen soll, dem GEIST etwas zu opfern, was doch ohnehin schon Teil von ihm ist. Das wäre für mich, wie mitten auf dem Ozean einen Becher Wasser abzuschöpfen und gleich wieder hinein zu gießen. Es bei vollem Bewusstsein dennoch zu tun, könnte man höchstens als kontrollierte Torheit bezeichnen.

Wenn man, um die Perspektive zu wechseln, das Opfer als Selbstverleugnung betrachtet, kann das sowohl dem GEIST, als auch dem Selbst nicht gerecht werden. Das Selbst hat sich nach der Logik der Entfaltung des GEISTs, oft auch als Gesetz von Ursache und Wirkung oder Karma bezeichnet, in einem langen, natürlichen Prozess gebildet.
Es weg zu werfen, erscheint mir irgendwie ebenso töricht und unangemessen, wie ihm zu huldigen. GEIST und Selbst getrennt zu sehen führt offenbar zu einer ganzen Menge Problemen. Was aus meiner Sicht bleibt, ist nur die Trennung als Illusion zu erkennen, Ich und GEIST als untrennbare Einheit zu verstehen und im Gewahrsein zu ruhen, während das Ich seinem Karma folgt. Mir scheint fast, als ob kontrollierte Torheit tatsächlich die einzige wirklich gesunde Einstellung ist, durchs Leben zu gehen, ohne sich in den Fallstricken des Ich zu verwirren. :-)

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Ich finde auch vieles komisch, wenn z.b. der Ronald dem Friedrich eine Kugel im Kopf platziert, vielleicht kam ihm nie jemand über den Weg der ein Gebet ans Leben richtete. Vielleicht hätte er stattdessen den Kopf  vor Friedrich verneigt und Namaste gesprochen.  :om:
Aber zum Glück sind das ja alles nur mental verwebte Konstruktionen die ad absurdum immer und zum Glück am Leben vorbei schießen. Und Ronald drückt ab... ;-)

9 Zuletzt bearbeitet von Roland Baba (27.01.2014 21:59:41)

Re: Roland Baba

Surya Baba schrieb:

...zum Glück sind das ja alles nur mental verwebte Konstruktionen...

... und wen ein realer Ronald einem realen Friedrich doch eine Kugel in den Kopf jagt, folgt er damit auch nur der Logik der Entfaltung des GEISTs, oder dem Karma.
Wer das leugnet, hat nur selbst Angst vor der Kugel im Kopf und projiziert sie unbewusst auf den ach so armen Friedrich, der in den Millisekunden vom Aufschlag der Kugel bis zum Durchdringen seines Gehirns die vollkommene Befreiung erfährt.  ;-)

P. S.: Jetzt wird's aber langsam echt absurd. :-)

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Noch kurz zum Abschluss des Ausflugs in die Betrachtung von Gebet und Opfern: den unbewusst identifizierten Geist ängstigen am meisten die Vorstellungen des Todes und den Verstand zu verlieren. Daher muss er beten und opfern. Ein bewusst identifizierter Geist fürchtet dagegen nichts, denn er weiß nur zu genau, dass in der Welt der Erscheinungen alles nur geliehen ist.

Zurück zum Roland Baba: ich bin jetzt genau das, was die Summe all meiner Gedanken, Gefühle und Taten aus mir gemacht hat - das Produkt meines Karma. Und ich bin der Ungeborene, der sich nicht mit seinem Körper identifiziert und in ewiger Glückseligkeit ruht. Gibt es sonst noch irgend etwas zu tun?

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Na dann wünsche ich Dir morgen zum Frühstück ne Kugel in den Kopf welche dieser absurden Selbst-Vor und Darstellung ein befreiendes Ende bereitet. <3

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Re: Roland Baba

... was an deinen Problemen auch nichts ändern würde. Aber Danke, so viel Mitgefühl hätte ich dir gar nicht zugetraut.  *INLOVE*

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Von Herz sprechen und Herzchen posten oder gar ein Forum unter diesem Namen zu betreiben zeugt in deinem Fall nicht von Herz. Es zeugt von Wut auf dich selbst und das Bedürfnis angenommen zu werden ohne brillieren zu müssen. Ich wünsche Dir daher Versagen und Scheitern in allem auf das dein Herz die Erde liebkost und die Kälte durch Wärme ersetzt wird. Aber ich habe eigentlich keine Hoffnung mehr dass der kleine Roland, der immer nur Aussenseiter war, schon in der Schule - erkennt dass nur er sein größerer Feind war. Und so wirst Du Dich weiterhin martern und Quälen um kurz zu erfahren was für andere immer da und reines Lebensgefühl ist. War schön Dich kennengelernt zu haben - sehr Aufschlussreich das. Die Arena gehört nun Dir, trags mit Dir selbst aus. <3

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Re: Roland Baba

Herzlichen Dank für die brillante Analyse. Ich freue mich, dass du in deinem Sein Halt findest, indem du mich in eine Schublade steckst.

Auch wenn ich mich in keiner Weise so wahrnehme, wie du das so nett geschildert hast, steckt natürlich auch das in mir. Das kann ich ganz gelassen im Hier und Jetzt so annehmen, muss es weder ausleben noch verwerfen.

Wenn ich tief in meine Identifikation hinein blicke, sehe ich jedoch weitgehend das Gegenteil von dem, was mir da unterstellt wird. Ich erlebe jeden Tag voller tiefer Freude und Wärme, habe keine Feinde und empfinde weder Sehnsucht nach Anerkennung, noch Marter oder Qual.

Aus meiner vollkommen entspannten Perspektive im Jetzt kann ich sehr gut erkennen, dass du all dies auf mich projizieren musst, weil du dich selbst so sehr davor fürchtest. Eines Tages wirst du vielleicht selbst erkennen, dass du in anderen immer nur deine eigenen verdrängten Anteile wieder erkennst und dich ganz so annehmen können, wie du wirklich bist - nicht, wie du gerne wärst.

Doch dich dahin zu führen, ist ganz allein deine Sache, die dir niemand abnehmen kann. Ich kann dir nur von ganzem Herzen Wünschen, dass du dich selbst als Ganzes annehmen kannst, ohne deine gefürchteten Anteile auf Rolands oder andere zu übertragen.

Du hast mein ganzes Mitgefühl. Fühle dich liebevoll umarmt.


Alles Liebe  *INLOVE*

Roland Baba

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Wie es scheint, habe ich einen wunden Punkt getroffen, denn anders lässt sich der Übergang zum persönlichen Angriff wohl kaum begründen. Treffen kann er mich nicht, weil ich meine bewusste Identifikation in diesem Bild absolut nicht wiedererkenne.

Dennoch bin ich in sofern davon sehr betroffen, dass er ein tiefes Mitgefühl in mir bewirkt. Ich erkenne die große Wut, die darin steckt und kann mich in die hilflose Unkontrolliertheit sehr gut hinein versetzen, die sie ausgelöst hat.

Der letzte Beitrag von Surya Baba ist für mich sehr Aufschlussreich, denn er zeigt mir deutlich, wohin die mehr oder weniger unbewusste Übernahme nicht ausreichend hinterfragter gesellschaftlicher und spiritueller Werte führen kann. Ganz offensichtlich jedenfalls nicht zu dem gewünschten harmonischen Miteinander, sondern wohl eher zur Verurteilung nicht angenommener innerer Persönlichkeitsanteile im Außen.

Ich möchte hier den Beitrag noch mal kommentieren.

Von Herz sprechen und Herzchen posten oder gar ein Forum unter diesem Namen zu betreiben zeugt in deinem Fall nicht von Herz. Es zeugt von Wut auf dich selbst und das Bedürfnis angenommen zu werden ohne brillieren zu müssen.

So, so, Herzchen posten und von Herz sprechen zeugt also von Wut. Das entbehrt zumindest für mich vollkommen jeder Logik, was ja auch nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, welcher mühsam verdrängten Wut dieser Beitrag entsprungen ist.

Ich muss gestehen, dass ich sehr große Freude dabei empfinde, alles was ich tue, nach Kräften makellos zu tun. Das geschieht aber nicht, um meine Brillanz unter Beweis zu stellen, sondern aus Respekt vor mir Selbst und dem GEIST. Ich erwarte und erhoffe mir dadurch keine Anerkennung, denn so zu handeln erfüllt und befriedigt mich bereits vollkommen.
Natürlich verstehe ich auch vollkommen, dass Menschen, die sich in ihrer unbewussten Identifikation vollkommen von der Anerkennung anderer abhängig gemacht haben, dies nicht verstehen können und es kritisieren müssen.

Ich wünsche Dir daher Versagen und Scheitern in allem auf das dein Herz die Erde liebkost und die Kälte durch Wärme ersetzt wird.

Hier treten Wut und Neid dann nahezu unverhüllt zu Tage. Ich kann mich nicht erinnern, jemals irgend jemandem wirklich Versagen und Scheitern gewünscht zu haben. Ein bewusst identifiziertes Wesen würde nie jemandem so etwas wünschen, denn es wäre ihm vollkommen klar, dass es sich damit nur selbst trifft.

Mein Herz ist vollkommen innig mit der Erde verbunden. Wenn alle Menschen sie so lieben würden, wie ich, sähe es auf unserem Planeten deutlich besser aus. Und mir ist meist so warm, dass ich mich schon darüber wundern muss, wenn ich es damit vergleiche, wie sehr ich früher im Winter immer gefroren habe.

Sorry, aber das ist alles Projektion, Surya Babas eigenes Spiegelbild, Ausdruck der Wut auf sich selbst.

Aber ich habe eigentlich keine Hoffnung mehr dass der kleine Roland, der immer nur Aussenseiter war, schon in der Schule - erkennt dass nur er sein größerer Feind war.

Das erweckt zumindest den Eindruck einer intimen Kenntnis meiner vermeintlichen persönlichen Geschichte. Ich habe mich jedoch nie als Außenseiter empfunden, denn solange ich mich erinnern kann, habe ich mit kurzen Unterbrechungen stets eine innige Verbindung zu meinem wahren Wesen und mich dadurch weitgehend unabhängig gefühlt.
Die nette Idee, mich selbst als Feind zu betrachten und zu bekämpfen, war allerdings in der Tat noch nie mein Anliegen. Das ist mir dann doch etwas zu schizophren.

Und so wirst Du Dich weiterhin martern und Quälen um kurz zu erfahren was für andere immer da und reines Lebensgefühl ist.

Welch mitfühlender, spiritueller Wunsch! Nun, das reine Lebensgefühl ist für mich schon immer da. Ich habe es niemals verlassen, auch wenn ich vorübergehend immer wieder mal aus Mitgefühl das Leid anderer geteilt und angenommen habe.

Ich quäle und martere mich in keiner Weise, sondern fühle mich vollkommen geborgen in der ewigen Glückseligkeit.

Leider scheinen viele Menschen Lebensgefühl mit mangelnder Fähigkeit im Umgang mit ihren Gefühlen zu verwechseln. Für mich ist Lebensgefühl ein tiefes, erfüllendes inneres Empfinden einfach da zu sein, woran mir noch nie gemangelt hat. Deswegen muss ich auch nicht andere Menschen aus einem inneren Zwang heraus mit meinen  Erwartungen, unerfüllten Wünschen und Gefühlen belasten, sondern kann sie ganz gelassen dabei beobachten, wie sie entstehen und wieder vergehen.

Wer wirklich ganz erwacht ist, verlässt die ewige Glückseligkeit nicht mehr. Ein großer Teil von ihm verweilt immer dort, auch wenn die Persönlichkeit für unbewusst identifizierte Beobachter manchmal zu leiden scheint. Auf jeden Fall neigen die meisten Erwachten eher sehr selten dazu, aus Angst, Wut und Neid solche Beiträge zu schreiben.

War schön Dich kennengelernt zu haben - sehr Aufschlussreich das.

Nun, der Beitrag beweist mir, dass Surya Baba mich absolut gar nicht kennt, sondern immer nur in meiner Oberfläche das eigene Spiegelbild gesehen hat. Was für mich wirklich sehr aufschlussreich ist.

Mir scheint ganz so, als ob Surya Baba gerne spirituelles Vorbild sein und andere belehren möchte, was der richtige Weg ist, ohne ihn selbst zu kennen. Ich erkenne viel Angst und Wut, die der Erfüllung der tiefsten inneren Wünsche und Sehnsüchte im Wege stehen.

Da ich mich nicht als Lehrer oder Guru sehe, bleibt mir nicht mehr, als tiefes Mitgefühl und von ganzem Herzen wahrhaftige, ehrliche Selbsterkenntnis und viel Kraft zum vollkommenen Loslassen zu wünschen.

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Jetzt möchte ich in diesem Thema, das ja schon dem Namen nach ausdrücklich meiner individuellen Selbstdarstellung gewidmet ist, gerne fortfahren.

Natürlich hat Surya Baba geholfen, mit Vermutungen und Projektionen im Ausschlussverfahren die Form meiner bewussten Identifikation etwas einzukreisen. Ich empfand das tatsächlich in vielerlei Hinsicht als äußerst nützlich, anregend und aufschlussreich.

Man kann ja bei einer individuellen Identifikation eigentlich nicht von einem statischen, bis ins Letzte erforschbaren und berechenbaren Objekt ausgehen, sondern höchsten Schwerpunkte ermitteln, die von temporärem Charakter sind.
Manche Schwerpunkte halten sich sehr lange und werden gerne für charakteristische Ausdrücke der Persönlichkeit gehalten, eben weil sie die Person berechenbar und somit auch manipulierbar machen

Einen solchen Schwerpunkt meiner persönlichen Identifikation, der mich praktisch schon mein ganzes Leben begleitet, würde ich als innere Unabhängigkeit bezeichnen. Er sorgt dafür, dass ich oft nur mit Bedacht handle und es sehr schwer ist, mir etwas schmackhaft zu machen. Stattdessen ruhe ich meist in mir, bin glücklich und zufrieden.

Mir erscheint das als vollkommen natürliche Grundhaltung, die es mir erlaubt, mit dem Menschen am besten auszukommen, der mich garantiert bis an mein Lebensende begleiten wird: mich Selbst.
Aber es ist natürlich klar, dass eine solche Einstellung in einer Gesellschaft, die überwiegend auf teils sehr diffizilen und teils offensichtlichen gegenseitigen Manipulationen, Leistung und Kampf basiert, nicht gerne gesehen wird.

So ist es nicht weiter verwunderlich, dass Menschen, die versuchen, sich anzupassen und dabei selbst verleugnen, indem sie unbewusst die Werte anderer übernehmen, wie zum Beispiel Surya Baba, mich für unbeirrbar und unbelehrbar halten. Für alle, die unbewusst identifiziert und tief in dieses Gesellschaftsspiel Mindfuck verstrickt sind, bin ich ein rotes Tuch.

Insgeheim sehnt sich ja jeder angepasste Mensch danach, wieder ganz ehrlich zu sich selbst sein und in Frieden im Jetzt ruhen zu können. Doch meist verhindern fehlende Einsicht in die Zusammenhänge und jahrelange Gewohnheit dies und zwingen sie, in sich ruhende, kaum beeinflussbare Menschen als böse zu betrachten.
Aus der Ferne bewundert und verehrt man Menschen, die sich im Hier und Jetzt verwirklichen, indem sie sich Selbst und die Welt einfach so annehmen, wie sie sind. Aber die Nähe solcher Menschen ertragen unbewusst identifizierte Wesen selten lange, weil sie wie ein gnadenloser Spiegel wirken und alles reflektieren, was man vor sich selbst so sorgsam verborgen halten möchte.

Darum halten mich viele Menschen für einen Außenseiter und glauben, ich würde darunter leiden. Aber, um es einmal ganz klar auszudrücken, es haben immer die Menschen ein Problem, die denken, andere wären unglücklich und man müsste ihnen helfen und sie auf den rechten Pfad zurück führen.

Natürlich erkenne auch ich bei vielen Menschen, dass und warum sie leiden, aber ich erhebe mich nicht über sie und verurteile sie nicht deswegen. Ich gebe nur gerne weiter, was ich erkenne und mache Vorschläge, wie man etwas ändern könnte. Dafür, wie jemand dann damit umgeht, bin ich nicht mehr verantwortlich.

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Weißt du ganz genau, wer du bist, wo du bist und was du wirklich willst und brauchst? Ich schon!

रोलन्द् बब

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Re: Roland Baba

Ich bin Stille in der Stille. Ich brauche und wünsche nichts.

Gedanken und Gefühle steigen im Jetzt aus der Tiefe dieser Stille auf und formen an der Oberfläche mein Bewusstsein, meine persönliche Identifikation. Doch das bin nicht ich, es ist in mir, ein Teil von mir.

रोलन्द् बब