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Thema: Gelassenheit

Welch eine Freude ist es, morgens zu erwachen und vollkommen sorgenfrei und gelassen den Dingen gewahr zu werden, die der Tag hervorbringt.

Aus moderneren medizinischen und psychologischen Perspektiven gelangt man heute offenbar zunehmend zur Erkenntnis, dass für die meisten Krankheiten und psychologischen Störungen der Stress verantwortlich ist, den unser derzeitiges, in vieler Hinsicht sehr widersprüchliches Wertesystem für die Menschen mit sich bringt.

Innere Konflikte, Ängste, Sorgen, Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen, wie wir selbst und andere zu sein haben, ziehen uns aus dem Jetzt, dem kostbarsten und einzig sicheren Moment, den es im Leben gibt. Das erzeugt einen Druck, eine Belastung, die uns jede Gelassenheit raubt und das Gefühl gibt, unbedingt immer besser werden, mehr leben und erreichen zu müssen.
Darauf reagiert natürlich auch der Körper mit einer Veränderung der Chemie, die den Effekt noch verstärkt.

Spielt man dieses Spiel unbewusst zu lange, zu oft und immer wieder mit, dann wird es zur echten Krankheit, führt zu unberechenbaren psychischen und körperlichen Störungen.

Das Schlimme daran ist, dass es oft schwer zu bemerken ist, wie man langsam immer tiefer in diese Spirale nach unten hinein gezogen wird, denn die Momente des Stress, die wir mit dem durch unser verzerrtes Weltbild erzeugten Druck auf uns selbst und andere erzeugen, nehmen nur ganz allmählich zu und sind oft getrennt durch Perioden oberflächlicher Freude.

Versucht man nun dagegen, immer nur auf die tiefsten inneren Impulse zu reagieren, um ganz bei sich selbst und in Gelassenheit zu bleiben, dann stellen sich meist sehr schnell Spannungen zwischen der eigenen Identifikation und den uns umgebenden Menschen ein, die ja tief in ihrem Inneren unglückliche und gestresste Wesen sind, weil sie versuchen, Werte zu verwirklichen, die sich oft widersprechen und wenig bis gar nicht ihrem eigenen Wesen entsprechen.
Sie fühlen sich durch uns an ihr wahres Wesen aufs unangenehmste erinnert und haben keine Wahl, als uns zu verurteilen und bekehren. Wenn wir darauf dann noch damit reagieren, dass wir ihre unbewusst verinnerlichten Werte dankend ablehnen, bricht leicht der offene Konflikt aus und wir sind selbst dem Stress ausgesetzt.

Wenn sich das öfter wiederholt, ist es ein Zeichen für einen eigenen inneren Konflikt, der sich im Außen manifestiert und uns selbst aus der Gelassenheit und der ewigen Glückseligkeit in eine unbewusste Identifikation zieht.

Der einzige Weg, in der Gelassenheit zu verweilen, ist offensichtlich, auch alle Anderen ganz so anzunehmen, wie sie sind. Die Konflikte lösen sich in Wohlgefallen auf durch die Erkenntnis: auch das bin ich. Dazu müssen wir gar nicht die Werte übernehmen oder uns dagegen wehren. Es reicht, zu erkennen, dass sich auch darin der GEIST verwirklicht, und wir es, weil es ja bereit geschieht, nicht selbst tun müssen.


In diesem Sinne wünsche ich allen ein entspanntes, gelassenes Sein in ewiger Glückseligkeit.  :om:



Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब