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Thema: Zeit der Veränderungen

- Veränderungen der Zeit.

Nicht nur aus Anlass des 21. 12. des vorletzten Jahres ist seit geraumer Zeit unter Anderem auch bei spirituellen Lehrern, Meistern und Scharlatanen immer wieder mal von einer Zeit der Wende die Rede. Verblüffender Weise war und ist der Tenor eindeutig positiv, selbst die Pessimisten gehen zwar von drastischen Katastrophen aus, sehen aber darin häufig eine Art Geburtswehen zu einem goldenen Zeitalter für die Menschheit.

Da ich gerne bewusst im Hier und Jetzt lebe, habe ich diesen Trend zwar auch verfolgt, aber ohne mich in irgend eine Aufbruchstimmung oder große Hoffnungen hineinzusteigern. Ich wüsste auch gar nicht so recht wozu, denn obwohl sich immer etwas verbessern lässt, habe ich am Jetzt auch nicht wirklich etwas auszusetzen.
Dennoch komme auch ich nicht umhin, die Veränderungen der Zeit zu erkennen. Nachdem sich tausende von Jahren in der Entwicklung der Menschheit nicht sehr viel getan hat, begann vor etwa 500 Jahren eine kaum übersehbare Veränderung, die sich seither immer mehr beschleunigt hat und im gesamten Weltbild der Menschheit niederschlägt.

Die rasante technische Entwicklung der letzten 1-200 Jahre wurde genauso erst durch diesen Umbruch vor etwa 500 Jahren möglich, wie die offensichtlich nicht mehr aufzuhaltende spirituelle Entwicklung seit der späten 60er des vergangenen Jahrhunderts.

Das fordert den Menschen eine deutlich höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ab, als je zuvor. Da fällt es immer schwerer, es sich in irgend einer Ecke des Daseins gemütlich zu machen, selbst auf der spirituellen Ebene. Fast scheint es so, als ob die Wellen der Zeit immer höher und kürzer werden und es immer schwerer fällt, sich auf dem Surfbrett zu halten.

Unter solchen Umständen erscheint es mir durchaus angeraten, sich häufiger und intensiver auf etwas zu konzentrieren, was Bestand hat: den GEIST. Für Menschen, die ihr Leben spirituell ausrichten und auf abstrakte Ziele setzen, sehe ich deutlich bessere Chancen, mit dem Wandel der Zeit mitzuhalten.

Wer heute noch auf traditionelle Werte baut, wie Familie und ethnische Abstammung, die über sehr lange Zeit festen Halt geboten haben, dürfte dagegen mit heftigen Schwierigkeiten zu rechnen haben. Es geht ganz offensichtlich immer mehr um bewusste Synchronizität, um aktives Mitfließen und darum, aus dem Hier und Jetzt heraus spontan Tendenzen zu erkennen und ihnen zu folgen.

Was im spirituellen Bereich ins Auge fällt, ist nicht nur ein wachsender Anteil im alltäglichen Bewusstsein, sondern auch die damit verbundene Verbreitung spiritueller Perspektiven und Werte. Vor noch nicht allzu langer Zeit war tiefe Spiritualität noch vollkommen religiösen und esoterischen Spezialisten vorbehalten, während heute spirituelle, früher strenger Geheimhaltung unterliegende Informationen in reichhaltiger Auswahl an jedem Kiosk und im Internet zu haben sind.

Das hat, wie alles, seine Vor- und Nachteile. Während früher Träger spirituellen Wissens noch darauf geachtet haben, dass dies überwiegend Menschen zugänglich gemacht wird, die auch die für den verantwortungsvollen Umgang damit notwendige Reife zeigen, kann sich heute jeder etwas aneignen, um es für rein egozentrische Zwecke zu missbrauchen.

Aber auch wenn so etwas hin und wieder geschieht, wodurch manche Menschen auf die falsche Bahn gelangen und vor allem sich Selbst, aber auch anderen mitunter nicht unerheblichen Schaden zufügen, kann man wohl insgesamt davon ausgehen, dass heute erheblich mehr Menschen die nötige Reife erwerben, um den spirituellen Weg zu beschreiten.

Das lässt durchaus die Hoffnung zu, dass in absehbarer Zukunft auch immer mehr spirituelle Werte in die allgemeinen Gesellschaftlichen Maßstäbe einfließen und dort einen festen Platz finden.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब