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Thema: Was ist der GEIST?

Lieber Rishi,

ich bin so frei, deine Frage mal in einem separaten Thema zu beantworten, weil ich dazu doch etwas weiter ausholen muss und das Thema Freier Wille davon nur indirekt betroffen ist.



rishi schrieb:

Schöne Texte bei Dir Roland Baba, besten Dank für diese Äusserungen.
Inzwischen baut sich bei mir eine Frage auf.
Wer oder Was ist eigentlich dieser Kosmische Geist?
--es scheint das all deine Impulse von diesem kosmischen Geist gesteuert sind, was offenbar bestens funktioniert, da du ja exsistierst und seinem kosmischen Willen zugeordnet bist.

Warst du einst dieser kosmische Geist, bist du in klarer Kenntniss über dessen Wille und Plan des kosmischen Spiels?

Viele liebe Grüsse

Zunächst einmal vielen, lieben Dank für dein Kompliment.

Deine Frage, wer oder was der GEIST ist, erstaunt mich ein wenig, denn schließlich hast du ihn (oder sie oder es) ja immer wieder selbst erfahren und lehrst dies.

Ich nehme an, dass du eine klarere Vorstellung vom Willen des GEISTs und seinem Plan des kosmischen Spiels hast, als ich, da du dich auch sehr viel mit Vorausschau beschäftigt hast.

Aus meiner momentanen Perspektive ist der GEIST der Grund allen Seins im doppelten Sinne, sowohl als Ursache wie als leere Leinwand, auf der die Erscheinungen bis in alle Ewigkeit entstehen und vergehen.

Als solches könnte man den GEIST durchaus als das Abstrakte schlechthin bezeichnen und ihm die Eigenschaften aller Götter aller Religionen, die es je gegeben hat zuordnen, ohne dem, was er tatsächlich ist auch nur nahe zu kommen. Selbst wenn wir noch sämtliche wissenschaftlichen Perspektiven dazu packen, bleibt er aus meiner Sicht etwas Ehrfurcht gebietendes, atemberaubendes jenseits aller Vorstellungen und kann nur unmittelbar erfahren werden.

So würde ich diesen GEIST in seiner unendlichen Vielfalt nur beschneiden, wenn ich ihm einen Willen und einen Plan unterstellen würde. Mir erscheint viel schlüssiger, dass er alle Pläne und jeder Wille ist, auch wenn das meine Vorstellungskraft zeitweise überschreitet.

Was nun mich angeht, so kann ich in meiner persönlichen Identifikation und der sich daraus ergebenden Vorstellung von Ich und Welt eine komplexe Ordnung mit einem Willen und einem Plan schlecht leugnen.  Ich komme, genau wie du, nicht daran vorbei, diese Ordnung zu ergründen.

Auf einer bestimmten Ebene war ich dieser GEIST, bin es und werde es auch ewig sein. Aber nicht mehr oder weniger, als jedes andere fühlende Wesen auch.

Alles, was ich hier schreibe, sind letztlich nichts anderes, als Beschreibungen davon, welche Ordnung ich in der Entfaltung des GEISTs in der Existenz erkennen kann. Die Summe all dessen könnte man, wenn man so will, als Teil des Plans des GEISTs und als das Ergebnis seines Willens betrachten.

Davon habe ich zwar eine sehr klare Vorstellung, bin mir jedoch dessen voll bewusst, dass es keine endgültige Ordnung in dem Sinne geben kann, wie wir uns das wünschen, denn sie entfaltet sich ja bis in alle Ewigkeit immer weiter und bringt dabei immer neue Aspekte und Zusammenhänge hervor. Und zu allem Überfluss entsteht sie auch noch zu jedem Augenblick vollkommen neu, um sich in immer anderen Formen zu entfalten und damit die unendliche Vielfalt des GEISTs in all seinen Facetten in Erscheinung treten zu lassen.

Um es auf den Punkt zu bringen, bin ich mir darüber vollkommen klar, welcher Wille und welcher Plan des GEISTs sich in meiner individuellen Identifikation entfaltet. Vor der Ehrfurcht gebietenden, unendlichen Vielfalt seiner wahren Absichten kann ich jedoch nur den Hut abnehmen und atemlos staunen.

Auch dir alles Liebe.

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Es gibt viele spirituelle Menschen, die wie Rishi und ich den GEIST immer wieder unmittelbar und bewusst erfahren haben. Und genau genommen ist alles, was je ein fühlendes Wesen erfahren hat und je erfahren wird, immer Ausdruck ein und desselben ewigen GEISTs.

Meine Absicht hier ist eigentlich nicht, diesen GEIST zu sezieren und ihn so aller Wunder zu berauben, sondern eher schmackhaft zu machen, ihn selbst aus erster Hand zu erfahren und sich sein eigenes Urteil zu bilden.

Nach meiner Kenntnis ist der einzige Weg, dies zu tun, die vollkommene Hingabe. So ist praktisch alles geeignet, diese Erfahrung des vollständigen Einstauchens in den GEIST, das reine Sein, die ewige Glückseligkeit zu machen, was wir absolut reinen Herzens und mit vollkommener Hingabe tun.

Das drückt sich in nahezu allen spirituellen Schriften mehr oder weniger deutlich aus. Um mit dem individuellen Bewusstsein in den GEIST zu gelangen, muss man wirklich jeden Wunsch und jede Absicht aufgeben, auch sich Selbst und den Wunsch, dies zu erreichen.

Auch wenn der GEIST sich niemals vollständig definieren und genau beschreiben lässt, können wir doch mit der Sprache zumindest auf ihn zeigen. Dazu ist natürlich nur jemand in der Lage, der die Erfahrung des GEISTs voll bewusst gemacht hat und es wird immer seine persönliche Interpretation des GEISTs spiegeln.

Sich voll bewusst mit dem GEIST und seinen Erscheinungsformen zu beschäftigen, können wir als spirituell Bezeichnen, und so lässt sich auf den GEIST, wenn überhaupt, nur aus der spirituellen Ebene authentisch verweisen.

Das werde ich hier auf Rishis Anregung hin einmal versuchen.

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Aus der spirituellen Perspektive ist der Wert von allem davon abhängig, in wie weit eine Erscheinung andere zu vereinen und zu integrieren vermag. Alles Trennende hat spirituell gesehen immer einen geringeren Wert, als alles Vereinende. Auf spiritueller Ebene dominiert nicht mehr der Dualismus. so dass von dort aus betrachtet Widersprüche nur noch in Perspektiven existieren, die von geringerem Wert sind.

Daher ist der GEIST aus spiritueller Perspektive zunächst einmal das absolut wertvollste, was es gibt. Er durchdringt und umschließt den ganzen Kosmos und damit alle Erscheinungen zu allen Zeiten. Jede Erscheinung im Kosmos hat im Gegensatz dazu schon allein durch ihre Vergänglichkeit noch Grenzen und ist deshalb von geringerem Wert.

Das ist oft auch für spirituelle Menschen noch eine Herausforderung, wenn sie an Perspektiven haften, die andere vollkommen verwerfen, denn es zieht das Bewusstsein aus der spirituellen Ebene zurück in dualistische Ansichten von falsch und richtig, anstatt von Ansichten relativer, geistiger Werte.
Das ist eine Trennung des Bewusstseins vom GEIST, eine innere Spaltung unseres wahren Wesens, denn wir sind ganz unabhängig von den Betrachtungen unseres Bewusstseins immer individuelle Identifikation UND GEIST.

Nur der GEIST vermag Widersprüche zu transformieren, denn ohne ihn sind wir nichts weiter, als unbewusste Identifikation und vermögen nicht zwischen unseren Ansichten und unserem wahren Wesen zu differenzieren.
Aus meiner Sicht wird die in vielen spirituellen Kreisen propagierte Ich-Losigkeit meist fehlinterpretiert, denn damit ist nicht das Ich als solches gemeint, sondern die unbewusste Identifikation.
Eine bewusste Identifikation unter vollem Bewusstsein des GEISTs kennt keinen Dualismus und betrachtet das Ich lediglich als von geringerem Wert, als die Einheit Ich-GEIST, ohne es dabei zu verwerfen. Selbst ein vollkommen unbewusst identifiziertes Ich besitzt immer noch einen höheren Wert, als gar kein Ich. Auf den dennoch bestehenden Wert des Ich und die Probleme mit dem Versuch, es zu verwerfen oder leugnen, weise ich hier ja immer wieder hin.

Der GEIST umschließt alles, weshalb es nichts gibt, was unmöglich wäre und nichts, was nicht sein dürfte oder falsch wäre. In der Sphäre des GEISTS wird daher absolut nichts ausgeschlossen. Jeder Versuch, den GEIST zu definieren - und damit zu begrenzen, muss daher scheitern.


Fortsetzung folgt.

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Das bedeutet aber absolut nicht, dass es sinn- und hoffnungslos wäre, den GEIST verstehen zu wollen.

Bei dem Versuch, den GEIST verstehen oder beschreiben zu wollen, muss man nur im Auge behalten, dass solche Betrachtungen einen relativen Wert haben. Ich habe als Jugendlicher zwar schon ein recht klares Bild vom GEIST gehabt, welches mir aus meiner damaligen Perspektive absolut erschien. Dieses aus meiner heutigen Perspektive arm anmutende Bild hatte für mich damals bereits einen höheren Wert, als alles in der Welt der Erscheinungen.

Da ich jedoch im Laufe meiner weiteren Entwicklung diesem Bild noch zahllose Aspekte hinzugefügt habe, ist dieses alte Bild heute zwar keineswegs wertlos, aber doch erheblich minderwertiger, als mein jetziges Bild.

Jedes noch so ungenaue, unvollständige Bild vom GEIST hat so gesehen seinen relativen Wert, der höher ist, als gar kein Bild, und wenn man sich nicht in einer Regression befindet, auch höher, als alle vorherigen Bilder. So ist jedes Bild vom GEIST ein Anfang, eine Grundlage, die sich im Laufe des Lebens immer weiter verfeinert, immer klarer wird und an Wert gewinnt.

Was ich heute weiß ist, dass der GEIST keine konkreten Absichten verfolgt. Einen göttlichen Plan gibt es natürlich, denn der GEIST schließt ja nichts aus und so ist Gottes Plan in der von religiösen Vorstellungen und Gefühlen dominierten Bewusstseinssphäre absolute Realität und wird auch als so erfahren.

Wenn man auf dieser Ebene nicht hängen bleibt, zeigt sich aber in der weiteren Entwicklung, dass es jede Menge Perspektiven mit höherem Wert gibt, weil sie deutlich mehr Erscheinungen akzeptieren und erklären können, die im religiösen Entwicklungsstadium als unerwünscht angesehen und kurzer Hand verworfen und verurteilt werden.

Wer nun nicht transformierte Anteile seiner religiösen Phase mit sich herum schleppt, neigt mitunter selbst auf der spirituellen Ebene noch dazu, dem GEIST einen absoluten, ganz konkreten Plan zuzuschreiben. Doch schon die Logik verbietet eine Vorstellung eines völlig unbegrenzten, allumfassenden GEISTs, der auf einen einzigen Plan beschränkt ist.
Das ausschlaggebende Argument ist für mich aber die Enge der Vorstellung eines einzigen Planes des GEISTs, die spirituell gesehen einen geringeren Wert hat, als die geordnete Entfaltung des GEISTS in einen Kosmos, dessen Struktur sich dynamisch unter Anpassung der Ordnung entfaltet. Eine solch enge Vorstellung ließe zu wenig Spielraum für die Integration unvorhersehbarer dynamischer Erscheinungen im Entwicklungsprozess.

Fortsetzung folgt.

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Da es eigentlich nichts gibt, was der GEIST nicht ist, und demzufolge die Liste seiner Eigenschaften unendlich lang werden würde, möchte ich mir hier weitere Beispiele ersparen, obwohl mir auf Anhieb noch sehr viele einfallen.

Es erscheint mir wesentlich sinnvoller, Kriterien als Hypothesen in den Raum zu stellen, die es erleichtern, den Wert von Dogmen, Konzepten, Modellen und Vorstellungen der Beschaffenheit des GEISTs im Hinblick auf individuelles geistiges Wachstum zu bestimmen.


Integration - der Wert einer individuellen Perspektive ist immer umso höher, je mehr andere Perspektiven sie widerspruchslos integrieren kann. Der GEIST durchdringt und umschließt alles. Je mehr eine individuelle Perspektive integrieren kann, umso näher kommt sie dem GEIST.

Offenheit, Weite - jede Perspektive, die nicht begrenzend wirkt, also auch für die Integration zukünftiger Erfahrungen und Perspektiven anderer Raum lässt, hat einen höheren spirituellen Wert, als genau definierende und damit einengende Perspektiven.

Ordnung - Perspektiven, die eine kosmische Ordnung erkennen lassen und erklären, haben einen höheren Wert als alle Perspektiven, die auf Glauben oder Emotionen setzen oder Zufall zur Begründung benötigen. Chaos existiert natürlich, aber es hat einen wesentlich geringeren Wert, als jede Ordnung, die Strukturen erzeugt.

Annahme - alle Perspektiven, die die bedingungslose Annahme aller bekannten Phänomene oder deren Begründung verweigern, sind von geringerem Wert, als solche, die Akzeptanz erweitern. Jede Ablehnung ist aus der Perspektive eines bewusst identifizierten Wesens eine vorübergehende Abspaltung von eigenen, nach Außen projizierten Anteilen, die wieder angenommen und integriert werden müssen.

Qualität - Perspektiven, die der Qualität individueller Existenzbedingungen hohe Priorität einräumen, haben einen hohen Wert, weil sie dem Bewusstsein erleichtern, ins reine Sein zu gelangen. Denn wer in inneren Spannungen gefangen ist, muss große Widerstände überwinden, um sich geistig weiter zu entwickeln.


Es ist kaum verkennbar, dass die Beispiel, die ich hier vorschlage, sich teilweise überschneiden. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich umschließt und verbindet der GEIST alles mit allem. Es ließen sich noch zahlreiche weitere Kriterien anführen, die letztlich aber alle auf dasselbe hinaus liefen: Annehmen, Intregrieren, Ordnen und Verbessern.

Ein weiteres, sehr wertvolles Kriterium ist zum Beispiel die Tiefe, die aufzeigt, gut eine Perspektive in der Lage ist, alle Schichten des Bewusstseins vom Grunde des GEISTs bis zum vollkommen erwachten, reinen Sein der spirituellen Ebene zu verbinden.

Diese Kriterien habe ich jetzt aus der spirituellen Perspektive zusammengestellt. Eine Orientierung an ihnen kann auch für erwachte, spirituelle Menschen unter Umständen noch eine echte Herausforderung darstellen, speziell wenn sie sich in einer Nische der spirituellen Ebene häuslich eingerichtet haben.
Aber auch darum muss sich niemand wirklich sorgen, die kosmische Ordnung wird sie unweigerlich irgendwann in den dynamischen Strom der Entwicklung des GEISTs zurück holen. Es könnte dann nur mitunter etwas schmerzhaft werden, sich von seinen Dogmen wieder zu lösen, um sie zu transformieren zu können.

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Weil es nicht vom GEIST zu trennen ist, hier einmal am Rande etwas Erfreuliches zwischendurch:

Ich darf recht herzlich die beiden neuen Mitglieder Cosmic Floh und Ikonoklast begrüßen. Bei der Gelegenheit möchte ich auch allen Anderen für ihr offensichtlich noch immer reges Interesse danken.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब

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Re: Was ist der GEIST?

Ebensolchen Dank für deine Ausführungen.

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Re: Was ist der GEIST?

Tiefste Dankbarkeit empfinde ich auch für den GEIST, der mich und all das hier erst möglich macht. Und natürlich gebührt auch all den Menschen mein herzlicher Dank, die mit ihrem Einfluss dazu beigetragen haben, dass ich dies hier verwirkliche.


Dem GEIST, dem viele Menschen ihr Leben lang auf die Spur zu kommen versuchen und der auch als Ganzes für Jeden erfahrbar ist, wird auch von spirituellen Menschen immer gerne mal ein eigener Wille unterstellt. Was die Meisten dabei gerne übersehen ist, dass sie damit Gefahr laufen, ihren eigenen freien Willen in Frage zu stellen.

Zunächst setzt ein Wille, zumindest soweit ich das zu erkennen vermag, eine Persönlichkeit voraus. Daher muss es nicht weiter verwundern, dass allen Göttergestalten in sämtlichen Religionen, die ja auch nichts anderes sind, als der Versuch, sich den GEIST in seiner wahren Natur zu vergegenwärtigen, eine mehr oder weniger komplexe Persönlichkeit unterstellt wird.

Wenn wir spirituell sein, also nichts ausschließen wollen, müssen wir dem GEIST ja auch eine Persönlichkeit und einen Willen zugestehen. Jedoch würde ich diese Persönlichkeit nicht auf eine spezifische Anzahl von Eigenschaften begrenzen wollen, denn damit würde ich dem GEIST in seiner unendlichen Vielfalt kaum gerecht. Es ist für mich eher die noch nicht manifestierte Persönlichkeit, die sich durch unser individuelles Sein erst entfaltet, welche den GEIST auszeichnet.

Aus spirituellen Perspektiven ist auch die Ordnung, der jegliche Entfaltung im Kosmos unterliegt, zwar eine wesentliche Voraussetzung für Existenz, die auch vom GEIST vollkommen umschlossen wird, also unleugbar Teil des GEISTs ist. Doch ist sie auf geistiger oder spiritueller Ebene noch nicht manifestiert, besitzt noch keine festgelegte Form. Auch sie entfaltet sich erst durch unsere Wahrnehmungen und Vorstellungen.

Ich sehe in dem Wunsch nach einem GEIST mit einem auf ein bestimmtes Ziel ausgerichteten Willen und einem mehr oder weniger festen Plan, dieses Ziel zu erreichen, eigentlich nur den eigenen Wunsch nach Führung. Es ist ein Widerspruch, der sich zwischen dem eigenen Wunsch nach vollkommen freier Entfaltung in der Individualität und dem mitunter daraus resultierenden Gefühl des abgetrennt Sein bilden kann, wenn man in die unbewusste Identifikation abgleitet.

Eigentlich ist jedes Problem, jede Unzufriedenheit die indirekte Folge davon, dass wir uns zu etwas gezwungen sehen. Davon wird unser individueller Wille verletzt. Dabei ist es vollkommen egal, ob wir etwas tun oder zulassen müssen, was unseren Wünschen widerspricht, oder ob uns ihre Erfüllung verwehrt wird. Und es resultiert immer aus einer unbewussten Identifikation mit unseren Wünschen, einer Abtrennung unseres individuellen Bewusstseins vom GEIST.

Ganz egal, was auch geschieht - oder nicht - es ist immer der Wille des GEISTs. Darin liegt der Schlüssel zur Transformation und damit zur Heilung jeder Verletzung unseres Willens. Wenn etwas schief läuft, liegt das nicht daran, dass sich nicht der Wille des GEISTs entfaltet, sondern nur daran, dass sich unsere individuelle Perspektive verschoben hat und wir das Nicht-Zwei unseres individuellen Willens mit dem des GEISTs nicht mehr erkennen.

Ich glaube, ich habe es hier irgendwo schon mal zitiert, aber es passt ganz genau dazu, was Castaneda sinngemäß einmal in einem Interview gesagt hat: Wir alle sind Mittler des Geists, des Abstrakten. Wir haben nur die Wahl, ob wir es freiwillig tun, oder dazu gezwungen werden.

Wenn unsere individuelle Identifikation bewusst ist, bereitet es nicht die geringsten Probleme, alles was geschieht als vollkommen harmonische Entfaltung des GEISTs zu erkennen. Sollte das aber nicht der Fall sein, dann müssen wir uns nur unsere Identifikation wieder bewusst machen.

रोलन्द् बब