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Thema: Kosmologie

Kosmologie der Unsterblichen

Erkenne den Aspekt der Unsterblichkeit.
"Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben."
"Ich habe keine Erinnerung von woher ich zur Erde gekommen bin."
"Ich fühlte mich in meinem Körper gefangen."
"Ich versuchte aus meinem Hier und Jetzt auszubrechen."
"Ich war hilflos im Angesicht der Unendlichkeit, also begann ich achtsam und konzentriert zu handeln."

Nach einer Weile akzeptierte ich meine neu erfahrene Menschform als die Realität meiner Selbst.
Am Anfang erschien ich mir nur als Hände, Füsse und Bauch.
Ich konnte meine Augen schliessen, dann war es schwarz.
Da waren Figuren wie ich, die erklärten mir etwas.
Ich habe nichts davon verstanden.
Ich ahmte die anderen Figuren nach.
So bekam ich eine Familie.

Erinnere Dein Leben, vom ersten Tag an bis Heute.
Da ist ein Phenomen, welches sich niemals völlig veränderte noch verschwand.
Das sich niemals ändernde Phänomen in der gesamten Erinnerungsreihe deines Lebens, ist Deine Anwesenheit in deinem Leib.

Die Unsterblichen

Wir die Unsterblichen, sind imstande zu multidimensionaler telepathischer Kommunikation.
Wir spielen mit einer Substanz.
Der Name dieser Substanz ist "Nichts".
Die "Nichts"-Substanz ist so dünn, das sie bereits auf Anblick reagiert.
Diese Substanz gibt uns, wenn wir in sie hinein schauen, den Eindruck von Erscheinung, sie leuchtet etwas auf.
Wir nutzen unsere Glaubenskraft, um die durch den Anblick erscheinenden Phänomene dauerhaft zu machen in unserem Geist.
Auf diese Weise erschaffen wir Glaubenskulturen.
Wir glauben den Boden.
Wir glauben den Raum.
Wir glauben das Jetzt.
Wir glauben alles aus dem "Nichts" hervor.
Dann integrieren wir das geglaubte in einer Reihenfolge, so erhalten wir einen Erinnerungsfaden.
Jeder Unsterbliche hat einen eigenen Anblick in die Nichts-Substanz.
Doch teilen wir unsere Eindrücke gegenseitig, mithilfe der multidimensionalen Telepathie.
Diese Telepathie ist der Grund, wesshalb wir einander gegenseitig zu erscheinen vermögen, als geglaubte Erscheinungsformen in geglaubten Lebenswelten.

Wir sind fasziniert von der menschlichen Form.
Die menschliche Form hat auf Uns den wundervollen Effekt, menschliche Gefühle zu erfahren.
Die Resonanz von reiner Freude und endloser Schattierungen reiner Glückseligkeit.
Diese Gefühle erscheinen uns als selten schöne Farben.

Einige von Uns lieben es, zu vergessen von Wo sie ursprünglich stammen, Diese identifizieren voll als Menschen.
Dann werden sie blind und verlieren ihre ursprungs Erinnerungen.
Sie vergessen, das Sie unsterbliche sind, die in die Nichts-Substanz hinein schauen und die entstehenden leuchtphänomene Glauben.
Es ist eine unserer Arten, das Spiel von Form und der sterblichkeit von Form zu spielen.
Diese Spielart erhöht die Intensität des Spielgenusses, wir lieben diese Intensität.
So geben wir kleine Hinweise zu den erinnerungsblinden Nichtsterblichen, um sie sanft aus Ihren Träumen vom Menschsein auf dem Planeten Erde auf zuwecken, worin sie selbstvergessen ihre Lebensgeschichten träumen.

Manche von Ihnen erkennen die sanften Hinweise, und erfahren erleuchtung darüber, was Kosmos bedeutet.
So erhalten sie transzendentales Gewahrsein innerhalb Ihrer menschlichen Erscheinungsformen.
Das ist für Uns das schönste was wir im Spiel des Lebens erfahren können.
Dann erinnern wir wer Wir ursprünglich sind.
Alsbald beginnt für uns das Leben ein Tanz im Paradies zu sein.

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Re: Kosmologie

Hallo, lieber Rishi,

eines der schwersten Kunststücke ist, den Aspekt der Unsterblichkeit des Geistes widerspruchslos mit dem Aspekt der Sterblichkeit unserer körperlichen Erscheinung und damit unserer Vorstellung von einem Ich, ja unserem ganzen Bewusstsein, in Einklang zu bringen.

Das Gewahrsein, so erfahren es jedenfalls alle Menschen, die sich von ihrer Identifikation wenigstens für einen Augenblick einmal weit genug lösen können, ist das des Geistes. Es ist das, was schon vor unserer Geburt da war, uns unser ganzes Leben lang begleitet und auch nach der Auflösung unseres Bewusstseins weiter existieren wird.

Von einer Existenz im eigentlichen Sinn, wie wir sie als Mensch erfahren, kann man aber gar nicht sprechen, denn diese ist untrennbar mit der Materie verbunden.

Da bleibt die Frage offen, was es nun eigentlich ist, das eigenschaftslos, unsterblich, ewig, sich der Existenz des Ich gewahr ist.

Man kann nur ins Gewahrsein treten, wenn man das Ich vorübergehend vollkommen aufgibt. Da ist Niemand mehr, der sich irgend etwas gewahr ist, und doch geschieht dieses Gewahrsein, und man kann davon berichten, wenn man in die Identifikation zurück kehrt.

रोलन्द् बब

3 Zuletzt bearbeitet von rishi (30.08.2014 23:55:37)

Re: Kosmologie

Hallo Roland Baba

Das Unsagbare sagen, die interessante Aufgabe mancher Mystiker.
Ich nutze die Kunst der Metaphorik, stelle Vergleichsbilder her.
Da es keine objektivierbare Sphäre ist in der wir uns austauschen, nützt die einst gelesene Metapher, manchen Menschen ihr metaphysisches Erleben anhand einer Metapher etwas auszusprechen, oder sein erlebtes in der Metapher wieder zu erkennen.
So seh ich das, seit längerem.

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Re: Kosmologie

Da hätt ich ne Lösung anzubieten. Is natürlich auch wieder nur so ne Theorie, eins von den unendlich vielen Modellen, die sich in kürzester Zeit als unhaltbar erweisen.  ;-)

Das Ich existiert in der Zeit, ist an Materie gebunden und hat ne persönliche Geschichte. Der Geist existiert (!) auch, nur außerhalb der Zeit, jenseits der Materie, und er hat unendliche viele Geschichten.

Wenn ich, also das gefangene Ich in Zeit und Materie, sich von seiner Vorstellung von sich selbst ganz löst, fällt es zurück in den Geist, wo es eigentlich herkommt. Und jetzt kommt's: dort gibt's ja keine Keine Zeit, und dadurch kann es Ewigkeiten da umher streifen, Erkenntnisse sammeln und Erfahrungen machen,und anschließend wieder an genau der Stelle in die Zeit und Materie eintauchen, an der es raus gefallen ist.

Weil es aber jenseits von Materie und Zeit kein abgetrenntes Ich gibt, existiert auch keine Erinnerung daran, nur Wissen aus dem Gewahrsein, von dem keiner erklären kann, woher es eigentlich kommt, weil es das ja in der Existenz des Ich gar nicht gibt, und weil es dort wiederum kein Ich gibt.

Alles klar? Also, ich verstehs ehrlich gesagt selbst nich, ich weiß nur, das es so is.  :-)

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Re: Kosmologie

Lieber Cosmic Floh, genau darum geht es ja: es zu verstehen und auch verständlich auszudrücken.

Menschen sind offenbar alle mit der Fähigkeit ausgestattet, solche Reisen jenseits der Alltagsrealität zu unternehmen und dabei wertvolle Erkenntnisse über die Beschaffenheit des Kosmos zu gewinnen. Darauf brauchen wir uns nichts einzubilden.

Wenn es uns aber nicht gelingt, diese auch auf rationaler Basis sinnvoll in unser Weltbild zu integrieren und miteinander zu teilen, unterscheiden wir uns nicht wesentlich von unseren mythischen und religiösen Vorfahren, was eine Regression bedeutet.

Wir haben es zurzeit offenbar mit einigen lokalen, nationalen und globalen Katastrophen wirtschaftlicher, politischer, sozialer und physischer Natur zu tun, die auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen sind. Dieses Fehlverhalten ist in den allermeisten Fällen die Folge solcher Regressionen.

Eine gesunde, friedliche, glückliche Zukunft ist für uns alle gemeinsam also offenbar nur möglich, wenn wir endlich lernen, ein gemeinsames, spirituelles Weltbild zu entwickeln, was uns allen hilft, Regressionen zu verhindern.

Soweit ich es zu erkennen vermag, hat die Evolution uns keine feste, vorgeschriebene Rolle im Weltgeschehen zugedacht, sondern die Entfaltung des Kosmos hat uns eine grandiose Möglichkeit zugespielt, an der kosmischen Entwicklung nicht nur Teil zu haben, sondern aktiv und bewusst mitzuwirken.

Der Rationalismus hat uns in die Lage versetzt, in einigen Teilen der Welt Ungerechtigkeit, Armut und Unsicherheit drastisch zu reduzieren und den Rahmen der individuellen Freiheit zu steigern. Das dürfen wir jetzt auf keinen Fall verwerfen, sondern müssen es in einen sinnvolle und vor allem soziale, mitfühlende Spiritualität transformieren, wenn wir uns nicht nur als Individuen in unserer eigenen Freude und Glückseligkeit sonnen, sondern auch als Rasse überleben wollen.


Alles Liebe.  *INLOVE*

रोलन्द् बब

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Re: Kosmologie

Bei so viel selbstgefälligem Unsinn hätte es mir doch beinahe die Sprache verschlagen.

Glaubt ihr wirklich, ihr hättet eure geistigen Glanzleistungen hier selbst vollbracht? Träumt weiter!

Jeder Eimer voller Regenwasser enthält mehr Glückseligkeit, als euer ganzes Bewusstsein!

Bleibt wie ihr seid, kleidet euch und esst, und verbringt die Zeit mit Nichtstun.

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Re: Kosmologie

Alles, was in diesem Thread geschrieben wurde, ist aus bestimmten Perspektiven wahr, da brauchen und sollten wir uns nichts vormachen.

Was dabei wieder einmal recht deutlich offenbar wurde ist, dass es selbst für eine so kleine Zahl von Menschen recht schwierig sein kann, sich auf einen gemeinsamen Konzens zu einigen.

Aber wie ich schon in meinem letzten Beitrag anzudeuten versucht habe, steht etwas mehr auf dem Spiel, als unsere persönlichen Befindlichkeiten oder unser Ansehen.

Wir leben als Menschen auf diesem wundervollen Planeten, der für uns alle das Paradies sein könnte und den wir gerade als Kollektiv zerstören oder zumindest schädigen.

Wenn ich mir dann solche Diskussionen wie hier ansehe, überkommen mich zeitweise ernsthafte Zweifel, ob die Menschheit es überhaupt wert ist, zu überleben.

Aber ich schätze den Wert jedes Lebens zu hoch, um so einfach aufzugeben. Ich schätze den Wert des Lebens von uns Menschen zu hoch, um ihn irgendwelchen ideologischen Differenzen zu opfern, zu hoch, um mich in eine Unsterblichkeit zu flüchten, die aus rationalen Perspektiven reiner Aberglaube ist.

Wenn jemand das Leben nicht lebenswert findet und sich in den vagen Glauben an eine Unsterblichkeit flüchtet, entzieht er sich der Verantwortung für das Leben, was ihm geschenkt wurde ebenso wie der Verantwortung für die vielen Leben der Menschen, die jetzt leben und die nach uns kommen werden.

Ich weiß, dass wir Teil von etwas sehr viel größerem sind, als wir selbst, und dass dieses Etwas tatsächlich unsterblich ist. Und so weiß ich auch, dass ich an dieser Unsterblichkeit Teil haben werde, dass Gefühle, Gedanken, Fähigkeiten, Erkenntnisse und Erinnerungen von mir in anderen weiterleben werden.
Aber ich weiß auch, dass ich, meine Persönlichkeit, mein Bewusstsein sterben wird und ich nicht die Absicht habe, mich hinter der Unsterblichkeit zu verstecken. Das lässt sich für mich problemlos miteinander vereinbaren.

Ich hoffe und wünsche mir, dass es uns gelingt, gemeinsam ein Weltbild und einen Weg zu finden, dieses Leben lebenswert zu machen, jetzt schon, hier auf dieser Welt, ein erfülltes Leben zu führen, bei dem wir unserem wahren Selbst, das weit über unsere eigene Glückseligkeit, unsere eigenen Wünsche und Bedürfnisse hinaus reicht, voll bewusst sind. Denn sonst vergeuden wir unser Leben.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब

8 Zuletzt bearbeitet von rishi (31.08.2014 14:29:31)

Re: Kosmologie

Hallo an die Diskussionsteilnehmer

Es gibt mehr als eine Sorte von einem Ding.
So auch bei den Welterklärungen.


Der Wille zur Einheitlichkeit des Welterklärungsmodelles, scheint tief in den Geistern verankert zu sein.
Weshalb eine Objektivierung, ein gemeinsames Einheitsbild hervorrufen, wo doch so viele Blickwinkel gleichzeitig wahr sind?
Die Sitzhaltung des Zen, das Advaita,die Erweckung des Krist -Zustandes, welcher zur Barmherzigkeit führt, alle sind exzellent.
Die Erkenntnis des luziferischen Aufleuchtens ist exzellent.
Die Entdeckung des unsterblichen Aspektes ist exzellent.
Ein Mensch der starke Innenwelterfahrungen zu integrieren hat, ist möglicherweise sehr froh um eine Vielfalt der metaphysischen Erklärungsmodelle.
So sage ich, jedem das, was ihm dient.
Soll die Vielfalt gerne bestehen.

Jede Erkenntnisshöhe hat ihre kosmologische Integration. die vollkommen richtig ist, sofern die Erkenntnisshöhe erreicht wurde vom Mystiker.
Die Entdeckung der Unsterblichkeit, entspricht einer Erkenntnisshöhe der Taoisten (reines Land) sowie der Platoniker (der gute Demiurg).

Die neue Stufe der glaubensbedingten Schöpfungswahrnehmung, stützt auf die quantenphysikalische Erkenntnispraxis der Teilchen-/Welle-/Strahlung- Manifestation, wo erkannt wird, dass der Beobachter/Unsterbliche/Geist durch den Anblick des Raumes einen Messpunkt, ein Jetzt erzeugt, der dann als Wahr(-nehmung/-heit) integriert und erinnert wird.
Wir haben erkannt, dass jeder eine eigene Messung erzeugt im Jetzt.
Somit gibt es die zulässige Schlussfolgerung, dass jeder einen eigenen Erinnerungskosmos bewohnt.
Da ist kein gemeinsamer physikalischer Messpunkt.
Also erlebt jeder seine eigene Wahrheit, subjektiv und nicht tatsächlich objektivierbar.
Eine gemeinsame Sprache geht auch nicht wirklich, da ein Jeder seine eigenen Inhalte wiederversteht vom Gesagten.

9 Zuletzt bearbeitet von Thorsten (31.08.2014 20:46:29)

Re: Kosmologie

Ich glaube nicht das es möglich ist eine allgemein gültige "Spiritualität" aus dem Verstand zu erschaffen, die die Menschheit rettet und uns in ein Land des Friede, Freude, Eierkuchens zu führen.
Jeder ist auf seiner eigenen Reise und uniforme Konzepte können nur zu Leid führen.
Leid wiederrum wirft das Individuum unter Umständen  auf sich Selbst zurück, wo dann die Möglichkeit der Reifung und des Wachstums erfahren werden kann, oder auch nicht.
Das allgegenwärtige Paradox des sowohl, als auch.
Es gibt einfach keine allgemeingültigen Wahrheiten.

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Re: Kosmologie

Lieber Thorsten, ich gebe dir völlig Recht, eine allgemein gültige Spiritualität allein aus dem Verstand heraus zu erschaffen, erscheint auch mir nicht sonderlich aussichtsreich.
Zumal wir alle ja schon oft genug die Erfahrung gemacht haben, dass Lösungen, die unsere Emotionen, also das Herz, auszuklammern versuchen, eine sehr begrenzte Haltbarkeit aufweisen.

Friede, Freude, Eierkuchen, oder die ewige Glückseligkeit, wie es in den Schriften nahezu aller Religionen bezeichnet wird, ist ein innerer Zustand des Bewusstseins, der sich im äußeren Erleben spiegelt. Wir alle kennen ihn ganz genau, haben ihn schon oft genug erlebt und empfinden ihn als die höchste und erfüllendste Form des Seins.

Das Problem, wenn es denn überhaupt eins gibt, ist wohl eher die Tatsache, dass es offensichtlich immer nur sehr wenigen Menschen gelingt, länger in diesem inneren Zustand zu verweilen. Und egal, was wir uns vormachen über unsere Individualität und persönliche Freiheit, unsere eigenen Wünsche und Ziele, sobald wir aus diesem Zustand wieder heraus fallen, entsteht in uns eine tiefe, ständig wachsende Sehnsucht, wieder dahin zurück zu kehren.
Darin sind wir alle völlig gleich, und all unsere individuellen Weltbilder sind zum Scheitern verurteilt, wenn diese innere Verbundenheit, dieses gemeinsame Erfahren der ewigen Glückseligkeit, nicht ihr oberstes Ziel ist.

Wir alle wissen auch ganz genau, dass wir in diesem inneren Zustand der Glückseligkeit neben einer endlosen Reihe angenehmer Emotionen von einem tiefen Drang erfüllt sind, diesen Zustand zu teilen, ihn so vielen fühlenden Wesen zugänglich zu machen, wie nur irgend möglich.
Wäre dies nicht so, dann würde dieses Forum hier ebenso wenig existieren, wie Religionen oder Spiritualität. Selbst die Rationalität konnte sich nur entwickeln und verbreiten, weil sie den Menschen die Einsicht in materielle und energetische Zusammenhänge ermöglicht hat, die ein glücklicheres Leben für viele ermöglichen.

Wir leben heute in einer Welt, in der Materialismus und Rationalismus ein erheblich entspannteres, sichereres und glücklicheres Leben in einigen Teilen der Welt ermöglicht haben, aber auch zu vielen Ungerechtigkeiten, psychischen und physischen Problemen führen.
Das liegt aus meiner Perspektive aber keineswegs am Materialismus oder Rationalismus, sondern an deren falscher Anwendung.

Sie werden überwiegend für Zwecke missbraucht, das Glück einzelner und kleiner oder größerer Gruppen zu mehren und zu sichern. Aus meiner Sicht ist genau der Individualismus, das vermeintlichen Recht, das eigene Weltbild über das gemeinsame zu stellen, für die meisten Probleme verantwortlich, mit denen wir es heute weltweit zu tun haben.

Daher muss ich auch Rishi vollkommen Recht geben, "Der Wille zur Einheitlichkeit des Welterklärungsmodelles, scheint tief in den Geistern verankert zu sein."

Eben weil das der Kern unseres Wesens und unsere einzige Chance ist, als Rasse zu überleben und uns weiter zu entwickeln. Wir dürfen nicht zurück fallen in die nun schon Jahrtausende andauernden Kämpfe um die Verwirklichung einzelner Weltsichten, sondern das Zusammenwachsen aller Weltsichten zu einer einzigen, stimmigen, das individuelle Erleben der Glückseligkeit für jeden einzelnen Menschen, jedes fühlende Wesen fördernden zum höchsten Ziel machen.

Sonst rennen wir als Kollektiv immer nur weiter im Kreis. Und das Kollektiv, die Menschheit als Ganzes, ist nun mal unserem wahren Wesen näher, als unser individuelles Bewusstsein. Wer das nicht erkennt, ist entweder blind oder ignorant.


Alles Liebe.   *INLOVE*

रोलन्द् बब

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Re: Kosmologie

Irgendwie sind wir leicht vom Thema abgedriftet, würd ich ma sagen.

Da steht doch Kosmologie drüber!

Logos kommt aus dem Griechischen und bedeutet in etwa "Verstand" und Kosmos, auch aus dem Griechischen, Ordnung.

Thema wäre also etwa: Verstehen der universellen Ordnung.

Wikipedia meint dazu:

Die Kosmologie (griechisch κοσμολογία – hier: „die Lehre von der Welt“) beschäftigt sich mit dem Ursprung, der Entwicklung und der grundlegenden Struktur des Universums (Kosmos) als Ganzem und ist ein Teilgebiet der Astronomie, das in enger Beziehung zur Astrophysik steht.

Damit hat das alles hier wohl nix zu tun.  Der erste Beitrag von rishi hat zwar entfernt was mit Ursprung und Entwicklung des individuellen Bewusstseins zu tun, liest sich aber eher wie Fantasy, als wie ernsthafte Kosmologie. Und Logik is da drin eher ne Randerscheinung.

Sorry, aber unter Kosmologie würd ich eher ein Modell vom Aufbau der Welt erwarten, was irgendwie logisch nachvollziehbar is, als so vage Spekulationen über was, was vorher war oder nachher kommt.

Und der ganze Rest der Diskussion hat dann thematisch nur am Rand was mit der Ordnung des Universums zu tun.

Das Thema an sich fänd ja eigentlich sehr interessant und würd mich gern anhand von Fakten und nachvollziehbaren Schlüssen damit auseinander setzen. Ob das wohl möglich wär?

12 Zuletzt bearbeitet von rishi (01.09.2014 13:15:27)

Re: Kosmologie

Hallo Cosmic Floh

Ich würdige deinen Scharfsinn und deine trefflichen Anmerkungen.
Kosmos findet nicht nur in der Aussenwelt, der Astrophysik und in der von Menschen gemeinhin 'Materiell' genannten Ebene statt.
Es ist sogar nur der kleinste Teil des gesamterlebens von (gewahr-)Sein, das sich in der materiellen Ebene für das Bewusstsein des unsterblichen Beobachters zeigt.

Begebe dich doch, falls du einmal Zeit und Musse dazu hast, für einige Tage und Nächte in einen gänzlich verdunkelten Raum.
Dort wirst du die Erfahrung machen das die Weltwahrnehmung einzig eine Innenweltwahrnehmung ist.
Die Wahrnehmung des Daseins, findet einzig im inneren eines Menschen statt.

So kann die Schussfolgerung getan werden, dass es sehr gut möglich ist, dass die Welt ein Gebilde des im Menschen innewohnenden unsterblichen Geist ist. (jetzt ist Roland zufrieden (Geist))  :-)
Das die Welterfahrung ja stets nur und einzig im Inneren eines Menschen stattfindet.

Nun erforschen wir (falls lust dazu vorhanden ist) unser inneres.
Das kann auf viele Arten getan werden.
Die Völker der Erde nutzen dazu die Konzentration auf das innerste Zentrum der eigenen Seinswahrnehmung.
Bei solch einer Konzentration und Fokussierung auf das innerste (wo ist das denn genau?) erfahren wir allerlei Dinge, die nicht zwingend von der materiellen Welt stammen und sich der Mathematischen und der sokratesischen Logik entziehen.
Dort benennen wir Menschen den Raum als das 'Numinose', das unerklärbare göttliche.
Manche von den hochbegabten innenweltforschern dringen bis zum Zentrum im eigenen innersten vor und erfahren dort etwas das sie 'Gottesschau' (Entheogen) nennen.
Dringen wir noch tiefer ein in das Zentrum Gottes, erfahren wir etwas, das keine vergleichbare Abbilder findet in der Geschichte der materiellen Welt, in der wir für gewohnlich unsere Anwesenheit als Seiende im Hier und Jetzt verbringen.

Von diesem Ort aus gesehen erkenne ich die Welt als Schöpfung meines Glaubens.
Dort erfahre ich mich relativ zum Kosmischen Materiellen Geschehen als Unsterblich, da Kosmos vergeht, ich jedoch noch etwas gewahre das keinen Irdischen Namen tragen kann.

So nenne ich mich nun, einer der seines unsterblichen Aspektes gewahr geworden ist;
Da ich den unsterblichen Aspekt in meinem göttlichen innersten Kern erfahren habe.
Der Astrophysikalische Himmel ist in dieser Beobachtung ein Sterbliches Phänomen.

Will ich nun den Versuch einer Mitteilung machen, verwende ich Kosmologie um meine im innersten erfahrene Schau auf die Zusammenhänge  formal darzustellen.

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Re: Kosmologie

Hi rishi,

ich kann deinen Ausführungen folgen, sehe aber in der Außenwelt, dem Universum, nur einen Spiegel deiner "Innenwelt". Zeig mir den Ort, wo Gott nicht ist.

Ich bin zwar nicht so ein Advaita-Fan wie Baba, aber das Konzept erscheint mir sowohl logisch als auch gefühlsmässig schlüssiger, als deine abgefahrnen Ideen. Du spaltest da was, was gar nicht getrennt ist und kannst dich so nie nem echten Verständnis des Ganzen annähern.

Ich meditier jetzt auch schon ein paar Jahre und hab auch meine Einsichten in die Innenwelt, aber ich käm im Traum nie drauf, die als vom materiellen Sein getrennt zu betrachten. Dann wärn sie für mich eben einfach nur nutzlose Fantastereien. Zugegeben, das mach ich zwar manchmal auch ganz gern, aber das Geistige is für mich nich nur abstrakt, sondern auch in allen Erscheinungen in der Welt.

Fantastische Spielereien können auch viel Freude machen, aber ich bin eben nicht unsterblich und mach mir in der Meditation mein unvermeidlich bevorstehendes Ende immer wieder bewusst. Das hält mich wach, macht mir meine Bindung an die Materie bewusst, ohne die ich nicht existieren würd.

Du solltest dich mal mit dem Tibetischen Buch des Todes beschäftigen, glaub ich. Da wird einem klar, dass man immer nur auf die Nase fällt, wenn man zum abstrakten Traumtänzer wird und seine Erdung verliert. Ich kenn das von mir selber ganz genau. Für mich is das eine deshalb genauso wichtig, wie das andere.

Und Gottesschau und sowas is mir eh ein Dorn im Auge. Ich will gar nich wieder zurück in den Aberglauben, da schließ ich mich ganz Babas Perspektive an: das is Regression, die nur zu Aberglaube und Verwirrung führt. Ohne Rationalität, Logik und Materialismus gäbs keine Notebooks und kein Internet und wir könnten uns hier garnich austauschen.

Du könntest jetz natürlich argumentieren, wenn wir auf der abstrakten Ebene wärn, bräuchten wir das auch gar nich, weils da ja Telepathie und sowas alles gibt. Aber das is für mich nur Spekulation, das kann keiner beweisen, und mir machts Spaß, meine Gedanken in die Tasten zu hacken.

Ums mal knapp zu formuliern, steh ich gern mit beiden Füssen fest auf dem Boden, wenn ich durchs All oder meine Innenwelt fliege. Seit ich das so halt, fall ich auch nicht mehr in irgendwelche Löscher, Frustrationen oder Depressionen. Ich leb jetzt und hier auf der Erde und koste das voll aus, weil meine Zeit hier begrenzt is.

Und zum Schluss noch n kleiner Tipp am Rand: ich glaub, die Leute würden deine Inneren Erfahrungen viel besser verstehn und sich eher dafür interessiern, wenn du nicht so abgehoben fantasierst, sondern sie auch hier, im richtigen Leben, nen Bezug und nen praktischen nutzen hätten.

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Re: Kosmologie

Atmen, Essen, Trinken, Schlafen, Arbeiten, Wandern - das ist reines Sein.

Der Kosmos offenbart sich in einer wunderschönen Blüte,
den im Wind rauschenden Blättern eines Baumes oder den Ameisen auf dem Weg.

Und schon ist das Jetzt vergangen, ein unwiederbringlicher Augenblick des viel zu kurzen Lebens.

Bleibt wie ihr seid, kleidet euch und esst, und verbringt die Zeit mit Nichtstun.

15 Zuletzt bearbeitet von rishi (01.09.2014 14:27:05)

Re: Kosmologie

Hallo Cosmic Floh

Da ich wie du richtig erkannt hast meine innenwelt erzähle und nicht deine, ist es dir freigestellt, wie du mit meiner Erzählung in deinem Dasein verfährst.
Ob ich nun in deinen Augen mit beiden Beinen auf dem Boden stehe, entzieht sich deiner überprüfbarkeit.
Doch möchte ich dir versichern, dass ich diese Welt ganz gut bedienen und makellos in ihr agiere als Person.

Alles gute und besten Dank für deine Kommentare.

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Re: Kosmologie

Rinzai schrieb:

Atmen, Essen, Trinken, Schlafen, Arbeiten, Wandern - das ist reines Sein.

Der Kosmos offenbart sich in einer wunderschönen Blüte,
den im Wind rauschenden Blättern eines Baumes oder den Ameisen auf dem Weg.

Und schon ist das Jetzt vergangen, ein unwiederbringlicher Augenblick des viel zu kurzen Lebens.

Na also, da haben wir doch endlich mal ein echtes Stück Kosmologie!  ;-)

Vielen Dank, Rinzai, wie immer sehr erfrischend, dein Beitrag.

रोलन्द् बब

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Re: Kosmologie

He Rishi,

vielen Dank übrigens, dass du mich für so beschränkt hältst, dass ich allein durch die Erwähnung des Wortes Geist zu befriedigen wäre.

Genau genommen bin ich sogar noch viel beschränkter, denn ich bin auch ohne schon zufrieden.  ;-)

रोलन्द् बब

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Re: Kosmologie

Kosmos ist für mich einerseits das materielle sichtbare Universum, wenn ich durch ein Teleskop in den Nachthimmel schaue, aber auch eine Umschreibung all dessen was ich durch meine Wahrnehmung erfahren darf.
Im allgemeinen benutze ich den Begriff Kosmos aber als anderes Wort für Gott, Quelle oder Ursprung.
Keine große Resonanz zu dem Thema.
Definitionen im Allgemeinen gibt es wie Sand am Meer und warum soll man die Zeit mit Haarspalterreien vergeuden.^^

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Re: Kosmologie

Sehr richtig, Thorsten, Kosmos ist auch für mich sowohl das materielle, sichtbare Universum mit seinen Planeten, Sonnensystemen und Galaxien, aber auch Rinzais Blümchen und Ameisen und Rishis Innenwelt und Unsterblichkeit.

Bereits 18 Beiträge zu diesem Thema ist allerdings im Vergleich mit dem Durchschnitt hier im Forum schon eine recht große Resonanz.

Und ich halte es keineswegs für Haarspalterei, sondern für einen wichtigen und richtigen Ansatz, das Sein in all seinen verschiedenen Aspekten besser zu verstehen.

Nun hat Rishi ja in seinem Eingangsbeitrag einen sehr wichtigen Aspekt angesprochen, seine Innenwelt. Das Innenleben, also das innere Erleben von Ich und Welt, eben dem Kosmos, wird aus den meisten populär-spirituellen Perspektiven in der heutigen, rationalen und materiellen Welt angeblich stark vernachlässigt.
Das erweckt bei vielen den subjektiven Eindruck der Unfreiheit, des eingebunden Seins in rationale, logische, materielle Zwänge und führt zur einseitigen Überbetonung der Aspekte der Innenwelt bei gleichzeitiger Vernachlässigung der physischen und karmischen Gesetze, die unser individuelles Erleben, innen wie außen, formen.

Ken Wilber bezeichnet in seiner Kosmologie diese Innenwelt als den in der Wissenschaft stark vernachlässigten linken, oberen Quadraten und wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass ein umfassendes Verständnis des Ganzen und seiner inneren Zusammenhänge nur unter Berücksichtigung aller vier Quadranten möglich ist.

In Quantentheorie, Philosophie, Psychologie, Sozialwissenschaften und Neurologie ist man in jüngster Zeit auch in wissenschaftlichen Kreisen auf die Bedeutung dieser Innenwelt und ihrer Auswirkungen auf das Erleben des Kosmos als Ganzes gestoßen und widmet dem erheblich mehr Aufmerksamkeit, als bisher.

Nun lässt sich Rishis, wie auch unser aller inneres Erleben, ganz leicht mit psychologischen, sozialen und neurochemischen Prozessen erklären. Es ist absolut nichts, was irgendwie besonders, geheimnisvoll oder dem Göttlichen näher wäre, als irgend eine andere Erscheinung auf der Welt.
Wenn man die Vorgeschichte kennt und die biochemischen Vorgänge im Gehirn beobachtet, lässt sich mit 99 prozentiger Sicherheit der Inhalt des Bewusstseins, der Innenwelt, vorhersagen.
Wir wissen ja auch schon lange, dass sich gezielt bestimmte Formen von Innenleben mit der Beeinflussung der biochemischen Vorgänge im Gehirn durch Verabreichung bestimmter Drogen oder Auslösung bestimmter physischer oder psychologischer Reize herbeiführen lassen.

Das ist für manche Menschen sicher schwer zu akzeptieren, aber dennoch eine erwiesene Tatsache. Rationalität und Wissenschaft existieren nicht getrennt von der Spiritualität und unserer Innenwelt, sondern sind sich gegenseitig beeinflussende Teile eine Ganzen, und das ist etwas, was heute schon viele Menschen ansatzweise zu begreifen beginnen.

In führenden Kreisen der Wissenschaft hat man längst erkannt, dass es Wunschdenken ist, die ganze Welt mit einseitigen Gesetzen von Ursache und Wirkung komplett beschreiben zu können, sondern alle Erscheinungen in wechselseitiger Beziehung stehen und sich gegenseitig beeinflussen. Man kann daher nicht einfach unangenehme oder unerwünschte Aspekte ausklammern, ohne dabei selbst aus dem Gleichgewicht zu geraten.

रोलन्द् बब

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Re: Kosmologie

rishi schrieb:

Hallo Cosmic Floh

Da ich wie du richtig erkannt hast meine innenwelt erzähle und nicht deine, ist es dir freigestellt, wie du mit meiner Erzählung in deinem Dasein verfährst.
Ob ich nun in deinen Augen mit beiden Beinen auf dem Boden stehe, entzieht sich deiner überprüfbarkeit.
Doch möchte ich dir versichern, dass ich diese Welt ganz gut bedienen und makellos in ihr agiere als Person.

Alles gute und besten Dank für deine Kommentare.

Sry, rishi,

da ist wohl was falsch rüber gekommen. Ich hab nur von meinen eignen Erfahrungen berichtet. Ob und wie du mit der Welt connected bist, weisst du selber am besten, da würd ich mir nie n Urteil erlauben. Aber wenn du dich angesprochen fühlst, wird das schon sein Grund haben.

Und ja, ich hab auch Castaneda gelesen, ich weiss, was Makellosigkeit is. Das is, sich selbst immer wieder kritisch zu hinterfragen und mit dem Erleben anderer abzugleichen. Man kann sich selber immer noch am besten was vormachen  ;-)

Um zum Thema zurück zu kommen, in meiner Kosmologie is sowohl die Welt als auch mein inneres Erleben, die für mich untrennbar verbunden sind, gleichzeitig linear und zyklisch. Das hängt nur von der Perspektive ab, aus der ich sie grad betrachte.

Aus der linearen Perspektive findet Entwicklung statt, hat alles nen Anfang und ein Ende, also auch mein Leben und mein Bewusstsein. Das is es, was mich, mein Ich ausmacht. Es is sterblich und geht gnadenlos seinem unwiderruflichen Ende entgegen. Punkt! (Castaneda: nutze deinen Tod als den einzigen ehrlichen, unbestechlichen Ratgeber!)

Aus der zyklischen Perspektive dreht sich der ganze Kosmos nur ewig im Kreis. Wir erleben immer wieder ein und denselben moment, das ewige jetzt, aus verschiedenen Blickwinkeln. Da gibts keine Entwicklung und da entsteht und vergeht auch nix. Das is die unglaublich öde Unsterblichkeit, die unaufhörlich nur neue Illusionen hervorbringt.

Beides is wahr, beides is richtig, beides is Teil des großen Ganzen. Aber als Mensch, als lebendiges, fühlendes Wesen darf man gern auch mal Stellung beziehen. Den Kosmos kratzt das eh nich.  ;-)

21 Zuletzt bearbeitet von rishi (02.09.2014 08:15:11)

Re: Kosmologie

Hallo Cosmic Floh

Gut das nun mögliche Missverstandnisse aufgedeckt sind.
Jetzt kommt die Gretchenfrage.
Was hast du von meiner Eingangserklärung in Deinem Erleben von Kosmos wiedererkannt?

Wir können gerne im Kontext einer Reise nach Xtlan (C.Castaneda, Antropologie der Yaqui) oder im Kontext eines Bardo Thödröl (Tibetanisches Buch vom Zustand nach dem Todesmoment) oder eines Timaios (Plato, Demiurg Thematik) darüber befinden.
Vieleicht geben einige der genannten Texte eine Intellektuelle Grundlage zum tieferen verstehen meines Eingangspostulates.

Grüsse

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Re: Kosmologie

Cosmic Floh spricht da einen sehr interessanten Aspekt an. Schon die alten Schriften aus Indien versuchen ja, uns auf den zyklischen Aspekt des Seins hinzuweisen, der in unserer modernen, rationalen Sicht der Dinge scheinbar etwas in den Hintergrund geraten ist.

Rishi schreibt in seinem Eingangsbeitrag:

"Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben."
"Ich habe keine Erinnerung von woher ich zur Erde gekommen bin."
"Ich fühlte mich in meinem Körper gefangen."
"Ich versuchte aus meinem Hier und Jetzt auszubrechen."
"Ich war hilflos im Angesicht der Unendlichkeit, also begann ich achtsam und konzentriert zu handeln."

Nun wissen wir ja inzwischen aus der Bewusstseinsforschung, dass dieses "Ich" gar nicht von Anfang an da ist, sondern sich erst so ab dem 2. - 3. Lebensjahr zu entwickeln beginnt. Von "Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben." kann also eigentlich gar nicht die Rede sein, weder aus der linearen, noch aus der zyklischen Perspektive.

Ebenfalls aus der Bewusstseinsforschung und den Neurowissenschaften wissen wir auch, dass es Bewusstseinszustände gibt, in denen die Identifikation mit dem Ich weitgehend aufgehoben ist. Diese Zustände werden in spirituellen Lehren als Gewahrsein bezeichnet und aufgrund ihrer Losgelöstheit von der Identifikation als objektiver eingeschätzt, als das identifizierte Alltagsbewusstsein.

Es gibt mittlerweile sogar physische Messverfahren, wie die Messung der Alphawellen, anhand derer dieser Zustand des objektiven Gewahrseins erfassbar ist. Die Zeiten, in denen jemand einfach behaupten konnte, Gottes Wort zu verkünden, und ihm alle blind vertrauen mussten, sind also zum Glück vorbei.

Daher wird es immer schwieriger, sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Die vielleicht wichtigste Grundlage echter Spiritualität ist deshalb die Redlichkeit. Ohne redliche Selbstkritik sind wir nicht spirituell, sondern fallen einfach nur zurück in religiöse Bewusstseinszustände, in Glauben, und bleiben damit noch hinter der rationalen Ebene zurück.

Aus nahezu allen mystischen Überlieferungen wissen wir auch, dass dieses Ich, die persönliche Identifikation, nicht in irgendwelche Zustände höchster Bewusstheit aufsteigen kann, denn seine eigene Definition, seine Form, begrenzt es auf die materielle Ebene. Das, was die höheren Bewusstseinszustände erfährt, ist NICHT! das Ich. Das wäre das, was ich an Rishis Beiträgen im wesentlichen zu kritisieren hätte, dass er uns zu verkaufen versucht, es wäre möglich, mit seinem Ich dort hin zu gelangen.

Die kosmischen Zusammenhänge offenbaren sich nur jenseits des Ich, jenseits der linearen Zeit, im Zustand des reinen Gewahrseins. Das ist die Ebene der zyklischen Perspektive, in der Existenz kein Zustand ist, sondern nur eine Idee. Dort gibt es kein Ich, keinen Schöpfer, der irgend etwas erschafft oder irgend eine Kontrolle hätte. Es gibt dort tatsächlich nur nicht manifestierte Ideen, die erst auf der materiellen Ebene Existenz gewinnen.

Natürlich gibt es dann dort auch niemanden, der das Gewahrsein sein Eigen nennen könnte. Wer redlich ist, hat keine Probleme damit zuzugeben, dass er in der Meditation oder in anderen höheren Bewusstseinszuständen kein Ich hat und nicht in der Lage ist, das, was dieses Gewahrsein hat, zu benennen oder beschreiben. Und wer es dennoch tut, belügt sich selbst.

रोलन्द् बब

23 Zuletzt bearbeitet von rishi (02.09.2014 09:32:03)

Re: Kosmologie

Hallo lieber Roland, schön von dir, dich so tief auf meinen Text einzulassen

Roland Baba schrieb:

Rishi schreibt in seinem Eingangsbeitrag:

"Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben."
"Ich habe keine Erinnerung von woher ich zur Erde gekommen bin."
"Ich fühlte mich in meinem Körper gefangen."
"Ich versuchte aus meinem Hier und Jetzt auszubrechen."
"Ich war hilflos im Angesicht der Unendlichkeit, also begann ich achtsam und konzentriert zu handeln."

Wie ich ganz zu Beginn erwähnte, verwende ich Metaphern um mich auszudrücken, in der Metapher stelle ich den Selbstbezug zum Ich her , damit ein leser sich mit dem im Text vermittelten Erinnerungsspektrum identifizieren kann.
Gemeint ist " Ich der Beobachter des Seienden"

Nun wissen wir ja inzwischen aus der Bewusstseinsforschung, dass dieses "Ich" gar nicht von Anfang an da ist, sondern sich erst so ab dem 2. - 3. Lebensjahr zu entwickeln beginnt. Von "Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben." kann also eigentlich gar nicht die Rede sein, weder aus der linearen, noch aus der zyklischen Perspektive.

Ich gehe davon aus, das einem Schreiber in diesem Forum sein Erleben und dessen Darstellung grundsätzlich geglaubt wird. Da ich mein Erleben darstelle, erwarte ich treu und glaube als Mindestmass der Gestprächsführung.
Daher frage ich dich, wessen geistes Natur deine Kritik an meinem Gesagten nun ist.
Scholastik, ist im bereich des spirituellen Erkenntnis nicht praktikabel.
Es sei denn, du möchtest meine Anfangsaussage vernichten oder diffamieren, wovon ich nicht ausgehe.



Es gibt mittlerweile sogar physische Messverfahren, wie die Messung der Alphawellen, anhand derer dieser Zustand des objektiven Gewahrseins erfassbar ist. Die Zeiten, in denen jemand einfach behaupten konnte, Gottes Wort zu verkünden, und ihm alle blind vertrauen mussten, sind also zum Glück vorbei.

Erfahrungsgemäss sind Technische Messungen nicht vertrauenswürdig bei der Wahrheitsfindung spiritueller Zustände.
Noch ist nicht einmal eine Techné imstande, Psyche zu Messen oder eine Erklärung vorhanden Psyche oder gar Spirit zu begreifen.


Daher wird es immer schwieriger, sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Die vielleicht wichtigste Grundlage echter Spiritualität ist deshalb die Redlichkeit. Ohne redliche Selbstkritik sind wir nicht spirituell, sondern fallen einfach nur zurück in religiöse Bewusstseinszustände, in Glauben, und bleiben damit noch hinter der rationalen Ebene zurück.

Ich gehe davon aus, das hier nichts unredliches geschrieben oder unterstellt wird.
Es ist mein Erlebnis, so erfahren wie es dargestellt wurde.

Aus nahezu allen mystischen Überlieferungen wissen wir auch, dass dieses Ich, die persönliche Identifikation, nicht in irgendwelche Zustände höchster Bewusstheit aufsteigen kann, denn seine eigene Definition, seine Form, begrenzt es auf die materielle Ebene. Das, was die höheren Bewusstseinszustände erfährt, ist NICHT! das Ich. Das wäre das, was ich an Rishis Beiträgen im wesentlichen zu kritisieren hätte, dass er uns zu verkaufen versucht, es wäre möglich, mit seinem Ich dort hin zu gelangen.

Um Zustände und spirituelle Erfahrung mittzuteilen, benutzen wir hier im Forum Sprache.
Diese wird erst verstehbar, wenn ein Axiom, sowie ein Bezugspunkt in der persönlichen Realitätserfahrung markiert wird.
Als Axiom dient der gemeinsame Glaube an spirituelle Erfahrung, als Bezugspunkt des Verstehens davon, das Körper imanente Ich.
Also nicht "Ich die Person".
Im Sprach Kontext ist die erstaundliche Feststellung möglich, zu erfahren was gesagt wird, Menschen aller Welt sagen, " ich bin zur Welt gekommen".
Man möge sich nun bitte Fragen Woher denn ?

Nun, wesshalb schreibe ich:

"Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben."
"Ich habe keine Erinnerung von woher ich zur Erde gekommen bin."
"Ich fühlte mich in meinem Körper gefangen."
"Ich versuchte aus meinem Hier und Jetzt auszubrechen."
"Ich war hilflos im Angesicht der Unendlichkeit, also begann ich achtsam und konzentriert zu handeln."

Dies schreibe ich, damit jemand der das liest, sich an seine Existenz und deren innerlich erfahrbare Bedingungen erinnern kann, anhand der Beispiele.
Wie wir wissen, haben Menschen ein sehr beschränktes Gedachtnis, die gegebenen Sätze sollen Erinnerung herbeiziehen im Leser.
Erinnerung daran, wie es kurz nach der Geburt war.
Mir persönlich ist diese Erinnerung vertraut, daher verwende ich diese.

Beste Grüsse an Dich

24

Re: Kosmologie

Zunächst mal vielen Dank, Baba, ich hatte nur das sichere Gefühl, dass an rishis Beitrag was nicht stimmt, konnt es aber nich greifen oder benennen.

Jetzt is es mir klar: zum einen is zu viel von Ich die rede und zum andern geht mir jede form von glauben gegen den Strich.


Und jetz zur Gretchenfrage:

Kosmologie der Unsterblichen

Erkenne den Aspekt der Unsterblichkeit.
"Ich kam zur Erde, ein Leben als Mensch zu leben."
"Ich habe keine Erinnerung von woher ich zur Erde gekommen bin."
"Ich fühlte mich in meinem Körper gefangen."
"Ich versuchte aus meinem Hier und Jetzt auszubrechen."
"Ich war hilflos im Angesicht der Unendlichkeit, also begann ich achtsam und konzentriert zu handeln."

Ok, es ist klar: Das Ich is nicht unsterblich, das is reines Wunschdenken. Das Ich is vergänglich, und wie Baba es so schön ausgeführt hat, is es nich das Ich, was zuer Welt kommt. In Ermangelung einer besseren Bezeichnung würd ich es Geist nennen. Wobei es nich der Geist is, der sich hilflos und gefangen fühlt und an nix erinnert, sondern tatsächlich nur das Ich.

Nach einer Weile akzeptierte ich meine neu erfahrene Menschform als die Realität meiner Selbst.
Am Anfang erschien ich mir nur als Hände, Füsse und Bauch.
Ich konnte meine Augen schliessen, dann war es schwarz.
Da waren Figuren wie ich, die erklärten mir etwas.
Ich habe nichts davon verstanden.
Ich ahmte die anderen Figuren nach.
So bekam ich eine Familie.

Jo, kann ich grösstenteils nachvollziehn.

Erinnere Dein Leben, vom ersten Tag an bis Heute.
Da ist ein Phenomen, welches sich niemals völlig veränderte noch verschwand.
Das sich niemals ändernde Phänomen in der gesamten Erinnerungsreihe deines Lebens, ist Deine Anwesenheit in deinem Leib.

Und das is Quark. Die körperliche Anwesenheit is alles andre als kontinuierlich. Wenn ich schlaf, träum, meditier, ja sogar wenn ich voll bewusst und wach was mit Hingabe mach, is da kein Körper. Nur reines, zeitloses Sein. War bei mir schon als Kind so.

Die Unsterblichen

Wir die Unsterblichen, sind imstande zu multidimensionaler telepathischer Kommunikation.
Wir spielen mit einer Substanz.

Ok, solche Allmachtsfantasien kennt man ja aus der Psychologie. Die ergeben sich aus nicht verarbeiteten Ohnmachtsgefühlen, meist Kindheitstraumata.

Der Name dieser Substanz ist "Nichts".
Die "Nichts"-Substanz ist so dünn, das sie bereits auf Anblick reagiert.

Zufällig is per Definition Substanz das Gegenteil von Nichts, bzw. Nichts is die Abwesenheit jeglicher Substanz. Mit der Aussage kann ich also nich so viel anfangen.

Diese Substanz gibt uns, wenn wir in sie hinein schauen, den Eindruck von Erscheinung, sie leuchtet etwas auf.
Wir nutzen unsere Glaubenskraft, um die durch den Anblick erscheinenden Phänomene dauerhaft zu machen in unserem Geist.
Auf diese Weise erschaffen wir Glaubenskulturen.
Wir glauben den Boden.
Wir glauben den Raum.
Wir glauben das Jetzt.
Wir glauben alles aus dem "Nichts" hervor.

Und da hört's dann bei mir ganz auf. Glauben kann man in der in der Kirche. Und da steckt auch schon wieder so ne Allmachtsfantasie drin. Raum, Boden, Jetzt, das is alles objektiv da, weil es jeder erfahren kann, selbst ohne jegliche spirituelle Verrenkungen und erst recht ohne religiösen Quatsch wie Glaube. Kannst ja mal versuchen, aus dem 3. Stock zu springen und nich an den Boden zu glauben, dann wirst du merken, wie objektiv der da is. Meines wissen nach is jedenfalls noch keiner durch die Erde durch gefallen.

Dann integrieren wir das geglaubte in einer Reihenfolge, so erhalten wir einen Erinnerungsfaden.
Jeder Unsterbliche hat einen eigenen Anblick in die Nichts-Substanz.
Doch teilen wir unsere Eindrücke gegenseitig, mithilfe der multidimensionalen Telepathie.
Diese Telepathie ist der Grund, wesshalb wir einander gegenseitig zu erscheinen vermögen, als geglaubte Erscheinungsformen in geglaubten Lebenswelten.

Ohje, jetzt wird's aber total esoterisch. Wir verlassen vollkommen den Boden der Tatsachen und stürzen uns in eine Fantasiewelt. Was is denn an hier und jetzt, an Erde und echten Gesprächen von Mensch zu Mensch so schrecklich, dass man in solche Fantasiewelten flüchten muss? Also ich find's hier absolut geil, hier ist das Paradies, nicht in irgendwelchen abstrakten Fantastereien oder einer fernen Zukunft.

Für mich is Telepathie nix esoterisches, sondern ganz schlicht die Fähigkeit, sich in andre rein zu fühlen, die nix mit Hokus Pokus oder multidimensionalen Räumen zu tun hat, sondern jeder im Lauf des Lebens mehr oder weniger gut lernt.


Wir sind fasziniert von der menschlichen Form.
Die menschliche Form hat auf Uns den wundervollen Effekt, menschliche Gefühle zu erfahren.
Die Resonanz von reiner Freude und endloser Schattierungen reiner Glückseligkeit.
Diese Gefühle erscheinen uns als selten schöne Farben.

Das wiederum kann ich voll unterschreiben.

Einige von Uns lieben es, zu vergessen von Wo sie ursprünglich stammen, Diese identifizieren voll als Menschen.

Ja genau! Das ist der Zweck des Menschseins: sich vollkommen darin zu verliern. Das is das einzige, was uns ins reine Sein bringt, nicht das davor weg laufen.

Dann werden sie blind und verlieren ihre ursprungs Erinnerungen.
Sie vergessen, das Sie unsterbliche sind, die in die Nichts-Substanz hinein schauen und die entstehenden leuchtphänomene Glauben.

Und da unterscheidet sich eben unsere Sichtweise drastisch. Das, was Mensch ist, das Ich, is für mich zwar Teil des unsterblichen Geists, aber die Trennung davon macht seine Existenz erst möglich. Ich säg doch nich an dem Ast, auf dem ich sitz, um von Unsterblichkeit und besseren Welten zu träumen.

Es ist eine unserer Arten, das Spiel von Form und der sterblichkeit von Form zu spielen.
Diese Spielart erhöht die Intensität des Spielgenusses, wir lieben diese Intensität.
So geben wir kleine Hinweise zu den erinnerungsblinden Nichtsterblichen, um sie sanft aus Ihren Träumen vom Menschsein auf dem Planeten Erde auf zuwecken, worin sie selbstvergessen ihre Lebensgeschichten träumen.

Castaneda würde wohl sagen: in einer Welt, in der der Tod der Jäger ist, und wir die Gejagten, ist für solche albernen Spielchen und Philosophien keine Zeit.

Ich glaub, wir haben immer nur die Wahl, die Welt als Mensch wirklich zu fühlen, zu erleben und erfahren, oder als gefühllose geistige Wesen nur davon zu träumen. Auch wenn das beides gleichzeitig passiert.

Manche von Ihnen erkennen die sanften Hinweise, und erfahren erleuchtung darüber, was Kosmos bedeutet.
So erhalten sie transzendentales Gewahrsein innerhalb Ihrer menschlichen Erscheinungsformen.
Das ist für Uns das schönste was wir im Spiel des Lebens erfahren können.
Dann erinnern wir wer Wir ursprünglich sind.
Alsbald beginnt für uns das Leben ein Tanz im Paradies zu sein.

Das wiedrum klingt vielversprechend. Nur frag ich mich, wozu man dann noch so Fantastereien braucht, wenn man schon im Paradies lebt. Da reicht's doch wohl, sich am reinen Sein aus ganzem Herzen zu erfreuen, oder?

Ok, ich geb zu, deine Kosmologie könnte man als ganz netten Film betrachten, aber ich glaub, echte Anhänger wirst du dafür keine finden, dazu ist das alles zu abgehoben, zu weit von dem entfernt, was die meisten Menschen zurzeit erleben und erfahrn wollen. Sonst wär's ja schon so oder du hättest zumindest hunderte von Anhängern.  ;-)

25 Zuletzt bearbeitet von rishi (02.09.2014 11:31:34)

Re: Kosmologie

Ein erneutes Hallo an Cosmic Floh
:-)

Lackmustest bestanden.
Was der Deutsche nicht kennt, frisst er erst wenns der Ami vorgekocht hat.
Anhänger einer neuen Lehre sollens also werden.
Hunderte.
Gut.
Schaunwermal.
Wieso eigentlich nicht, mal etwas Anhänger haben.
So ein Anhänger macht sicher viel Freude.
*HI*

...nun aber zurück zum Kontext:

Das tiefere Verstehen der Glaubensfunktion, scheint dir noch nicht geläufig.
Es geht doch nie um Irreführung.
Die findet sich eher in der Politik.

Es ging mir einzig um Mitteilung und gemeinsames Erinnern.
Dazu sind Fähigkeiten nötig, das Weltliche zu transzendieren.
Man kann sich fragen:

Woher komme ich zur Welt?
Die Antwort auf diese Frage findest du nie in einem Buch.
Eher in deinen innersten Tiefen.