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Beitrag vom 29.09.2019 13:05

DAS WORT ZUM SONNTAG

Die subjektive, relative, scheinbar begrenzte Realität des menschlichen Bewusstseins war, ist und wird nie mehr als ein winziger Bruchteil der Wirklichkeit sein.

Absolut alle darin erscheinenden Vorstellungen, Wahrnehmungen, Erkenntnisse, Gedanken und Gefühle sind immer nur eine unbedeutende Auswahl, ein Bündel von Erscheinungen, die nur für den Augenblick aus dem kosmischen Ganzen, der unbegreiflichen, abstrakten Unendlichkeit des Seins heraus gerissen und festgehalten werden.

Alle menschlichen und nichtmenschlichen Probleme, alle Widersprüche, Zweifel, Ängste, Wünsche und Hoffnungen natürlich ebenso.

Sie entstehen nicht durch die Illusion der Trennung, nicht durch die Identifikation mit dem Ego oder dem Körper und auch nicht aufgrund eines unergründlichen, göttlichen Willens, haben keine bestimmte logische. natürliche, psychologische oder spirituelle Ursache, keinen bestimmten Zweck, kein höheres Ziel, keinen bestimmten Grund.

Sie entstehen einfach nur, weil sie es können - ohne dass jemand daran schuld, dafür verantwortlich ist und irgend etwas daran falsch oder richtig, besser oder schlechter las alles andere wären. Und dafür gibt es immer unendlich viele Gründe und Ursachen, die alle zusammen wirken müssen, damit es zur subjektiven, persönlichen Erfahrung, zur erlebten Realität wird.

Was uns in der Identifikation mit dem Ich, dem Ego, der gespielten Rolle, der Illusion, ein wahrnehmendes, denkendes, fühlendes Individuum zu sein daran hindert, es zu erkennen, verstehen und anzunehmen, ist die Tatsache, dass diese Illusion eines Ich, um überhaupt existieren zu können, die Trennung, Isolation, den Dualismus, die Gegensätze und Unterschiede, die sie definierende Grenzen braucht.

Daher auch der scheinbare Widerspruch, dass so viele Menschen nach Befreiung und Erleuchtung schreien, sie ihre eigenen Existenz erst ermöglichenden und definierenden Grenzen ständig am liebsten einreißen möchten, sich gleichzeitig aber mit aller Macht daran klammern, immer abgetrennt, etwas Besseres, Besonderes sein und die Wahrheit gar nicht wissen wollen.

Die Hauptursache für dieses Paradoxon dürfte die Idee der Kausalität sein, die sich in jedem Glauben, ob an Schicksal, Vorbestimmung, Karma, Zufall, jeder Logik, Esoterik und natürlich auch jeder Spiritualität ausdrückt: Alles, was geschieht, MUSS einen Grund, eine Ursache, ein Ziel, einen Zweck haben.

Was wir als Kinder getan haben, einfach nur aus reiner Freude am Sein, aus Neugier und Lebendigkeit ohne jede Ursache und jeden Grund, ohne Ziel und Zweck zu spielen, haben wir scheinbar fast alle vergessen.
Es ist nur noch so eine dumpfe Erinnerung, ein Gefühl, dass irgendwann mal alles viel besser, natürlicher und die Welt irgendwann mal vollkommen in Ordnung gewesen zu sein schien geblieben - und viele möchten am Liebsten die Zeit zurück drehen, wieder unbeschwertes Kind sein oder gleich zurück auf die Bäume, ins Meer oder den Mutterleib.

Dabei müssten wir doch nur einfach das Bündel Probleme loslassen, an dass wir uns unaufhörlich klammern und ständig auf der Suche nach Neuen sind, die wir noch einflechten können. 🙏🔱🕉☯️

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