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Beitrag vom 05.07.2019 09:25

Der Verstand ist eigentlich nur eine Erfindung, eine Vorstellung, ein Versuch der Begründung für das, was wir sind, tun und in uns erscheint.

Es ist ein Mantel, den wir dem wirklichen Geschehen umhängen, weil wir es nicht erklären, vorhersehen und kontrollieren können. Genauso wie das Gefühl, dem viele heute ja eher geneigt sind zu vertrauen, eben weil sie ja ihren Verstand nicht zur vollständigen, immer 100% zuverlässigen Kontrolle über alles gebrauchen können, was so in ihrem Sein auftaucht.
Was natürlich das Gefühl genauso wenig zu leisten vermag. Es haut auch nur hin, wenn man Glück hat.

Aber im Kontrollwahn, der unsterblichen Hoffnung, sich zum Gott aufschwingen zu können, der alles weiß, beherrscht, kontrolliert, vorhersehen, erreichen, verwirklichen, beseitigen oder verhindern kann, macht der Mensch vor nichts halt.

Wer es schafft, sein Leben mal vollkommen unvoreingenommen, ohne seine ganzen Ängste, Wünsche, Hoffnungen und Konzepte, völlig neutral, ohne Gefühle und Gedanken, die beides nur Interpretationen, Vorstellungen, Schein sind, also aus dem reinen Zeugenbewusstsein betrachtet, wird erkennen, dass Verstand und Gefühl genauso oft treffen, wie sie völlig daneben liegen.

Der Verstand wäre ebenso wie das Fühlen im Alltag vollkommen nutzlos, wenn er nicht auch völlig unbewusst und ohne jede Kontrolle funktionieren würde.

Wie gesagt, Beides, Verstand und Fühlen sind nur Ideen, Vorstellungen, Illusionen, mit denen wir uns immer wieder mal eine Zeit lang vorgaukeln können, das absolut unbegreifliche, kosmische Geschehen wenigstens Ansatzweise zu erkennen, die tieferen Zusammenhänge hinter der offensichtlichen Oberfläche zu verstehen. Wie Seifenblasen, die aufsteigen und zerplatzen.

Es nützt auch gar nichts, zum Verstand und dem Fühlen noch eine zusätzliche, „bessere" Kategorie einzuführen und ihr irgendwelche esoterischen Namen und Beschreibungen zu verpassen, absolut alles, was wir in der persönlichen Perspektive, aus dem Ich, der Rolle heraus je erkennen und ausdrücken können, was wir denken und fühlen, ist und bleibt nur die Oberfläche, die momentane Erscheinung in unserem Geist. Ganz egal, wie oft wir damit vollkommen „richtig" oder falsch zu liegen scheinen.

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