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Beitrag vom 07.06.2019 19:01

KARMA ist keine Spardose

Viele besonders scheinheilige, spirituelle Menschen sind offenbar der Überzeugung, sie müssten nur genügend „positives" Karma anhäufen, um vor allen Auswirkungen „negativen" Karmas, also üblicher Weise allem, was ihnen nicht in den Kram passt, absolut und für alle Ewigkeit sicher zu sein und sich obendrein noch als Richter aufspielen zu können, die anderen verurteilen und bestrafen dürfen, indem sie es ihnen vorhalten, die nach ihrer Ansicht negativ denken, fühlen und handeln.

Karma lässt sich nicht rein legen. Wenn du ein „guter", aufrichtiger, spiritueller, wohlwollender und mitfühlender Mensch sein willst, dann tust du das NUR für DICH - dabei dann scheinheilig vorzugeben, es für andere zu tun, durchschaut das Karma sofort und so kommt es dann natürlich auch retour.

Die Bandbreite der Definitionen von Karma hat sich natürlich auch seit Buddha genauso gewandelt, wie alles, was er angeblich geäußert haben soll, aber von anderen aufgeschrieben wurde, die diese Gelegenheit genutzt haben, um Buddha ihre Ideen, Vorstellungen und Konzepte unterzuschieben.

Buddha hat das recht klar gesehen: du kannst so viel „gutes" Karma in deine Spardose stopfen, wie du willst, wenn es am Ende deines Lebens nicht ausgewogen ist, weder gut noch schlecht, ist dir deine nächste Wiedergeburt schon sicher, in der du es bereinigen kannst und entweder den Guten spielen darfst oder eben, wenn du dich für besonders schlau gehalten und in diesem Leben nur Gutes getan hast, den Bösen spielen MUSST.

Aus dem Rad der Wiedergeburten zu entkommen, was nach dem damals weit verbreiteten Glauben das Höchste, war was ein Mensch erreichen kann, war nur erreichbar, wenn jemand seine gesamte Existenz, seine Geschichte, alle Anhaftungen, Beziehungen, alle positiven UND NEGATIVEN Vorstellungen und Taten neutralisiert, vollkommen ausgelöscht hat. Ansonsten hieß es nach den damaligen Vorstellungen eben: Rücke vor bis auf LOS. Oder Ring frei zur nächsten Runde in Freude und Leid.
Also nix mit Befreiung durch gutes Karma und auch keine „günstigeren" Bedingungen für's nächsten Leben, wenn man ordentlich „gutes" Karma anspart. Im Gegenteil, dann erst recht Hölle auf Erden: austeilen MÜSSEN, selbst wenn man gar nicht will, sondern weiter den Guten spielen.

Karma basiert aber zum Glück, wie ja absolut alle Konzepte, ob das nun Spiritualität, Esoterik, Magie, Religion oder Wissenschaft ist, auf der Illusion von Abhängigkeit zwischen Ursache und Wirkungen, mit der uns das Ego auf den geilen Trip bringt, wir könnten und müssten hier alles oder überhaupt irgend etwas kontrollieren.

Ihr könnt also ruhig weiter „Gutes Karma - Böses Karma" spielen, so viel ihr wollt, ES wird am SEIN absolut gar nichts ändern. Die kosmischen Kräfte, die das Schicksal bestimmen, sind mit absolut keinem Konzept, weder mit Logik, noch mit Intuition je zu begreifen oder gar beherrschen. Auch wenn sie offenbar, obwohl sie ja unpersönlich sind, immer wieder sehr große Freude daran haben, uns mal das Eine und mal das Andere das vorzugaukeln. 😂🙏🤣☺️♥️

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