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Beitrag vom 01.06.2019 08:42

Das Einssein, die untrennbare Verbundenheit mit absolut allem, was ist, ist die einzige Wirklichkeit, die es gibt.

Jede Trennung, jede Idee von Ich und Welt, von anderen, denen es besser oder schlechter geht, die wacher oder verblendeter, reicher, schlauer, schöner, stärker, bewusster, mitfühlender, liebender, geliebter, erfüllter, ausgeglichener oder das Gegenteil davon sind, ist Illusion, Täuschung - du bist all das selbst, alle Extreme und alles, was dazwischen liegt.

Wer einmal bewusst vollkommen ins Einssein eingetaucht ist, den lässt es nie mehr los. Es ist eine Erfahrung, die jede andere zuvor gemachte, wie auch die Summe von allen vollkommen in den Schatten stellt, wie einen billigen Abklatsch wirken lässt.

Sie ist so unglaublich mächtig, dass sie alles, was du dir je vorgestellt, gedacht, gewusst, gefühlt hast, absolut absurd und lächerlich erscheinen lässt, ganz egal, wie genial, dumm, edel, böse, wunderschön oder schrecklich es dir auch vorkam.

Sie lässt dich erkennen, dass du nie etwas anderes als sie erfahren hast und alles, was du darüber dachtest, wie intensiv du es auch gefühlt haben magst, nichts weiter war als Illusion, Täuschung, das Ergebnis der Filter der Person und ihrer Geschichte, die du geglaubt hast, zu sein.

Sie zeigt dir, wie bedeutungslos und lächerlich absolut alles war, woran du je geglaubt, wofür oder wogegen du gekämpft, was du verhindern, erschaffen, beseitigen oder verwirklichen wolltest, was du je für wahr oder getäuscht, falsch oder richtig, gut oder böse gehalten hast.

Wenn du vollständig in sie eintauchst, dich ins Bodenlose fallen lässt, bis du dich frei schwebend im Nichts vorfindest und auch dort nicht hängen bleibst, weiter hindurch gehst, erkennst du, dass Stille, Leere, Nichts, absolute Finsternis niemals vom Lärm, Klang, der Fülle, dem Licht, von allem getrennt war - wie du selbst.

Dann ist alles, was danach zu kommen scheint, nur noch ein amüsantes Spiel, was mit all seinen Vorstellungen, Gedanken und Gefühlen niemals an das heran reichen wird, worin du badest.

Gern wird diese Erfahrung des vollkommenen Einsseins als Leere oder Stille bezeichnet, aber wer das behauptet, hat sie nie wirklich gemacht, sondern ist aus Angst davor wieder zurück gekehrt. In diesem Zustand, dieser ewigen Zeit, diesem unendlichen Ort ist Stille und Leere nicht von der Fülle zu unterscheiden, das geht nur in der phänomenalen Welt, der Abgetrenntheit, dem Dualismus.

Menschen, die den Bereich des Lichts, der Schönheit, Herrlichkeit des Einsseins bewusst erfahren haben, neigen dazu, nur noch dem Wahren, Guten, Schönen nachzujagen, wollen es unbedingt wieder haben und klammern sich an einer Illusion, ihrer Erinnerung an diesen Moment fest.
Sie faseln ununterbrochen von Ananda, der Herrlichkeit, der ewigen Glückseligkeit, die ihnen abhanden gekommen zu sein scheint und meinen, sie wieder erreichen zu können, wenn es ihnen nur gelingt, sie im scheinbaren Außen durchzusetzen, allem und jedem aufzuzwingen.
Sie sind schon an der ersten Pforte des Erwachens hängen geblieben, die in die absolute Leere, das Nichts führt und ihrer Angst davor erlegen.

Nondualisten, die das Nichts, Leere und Stille anbeten, vor dem Leben und allem damit verbundenen Leid davon zu laufen versuchen, belügen sich nur selbst, haben die erste Pforte noch mutig durchschritten, sind aber an der zweiten Pforte des Erwachens hängen geblieben, ganz egal, wie befreiend sich das für sie angefühlt hat. Sie fühlen sich ständig unter dem Zwang, mit aller Gewalt, diesen befreienden Moment der Leere und Stille festzuhalten oder wieder zu erreichen.

Erst wer auch die zweite Pforte durchschreitet, selbst das Nichts, die Leere und Stille auch noch hinter sich lässt, erkennt, dass es völlig bedeutungslos ist, ob man an irgend einer Pforte hängen bleibt, dass Leere und Fülle ein untrennbares Ganzes sind, das sie selbst sind, das niemand je betreten oder verlassen könnte und ist für immer befreit von dem Zwang, immer Stellung beziehen, sich ewig im Kreis drehen, immer für oder gegen etwas kämpfen, etwas beseitigen, verhindern, erschaffen oder verwirklichen zu müssen.

Erst dann beginnt das Spiel, kann ganz bewusst, in Gelassenheit und voller Freude gespielt werden - erst dann wird auch der dualistische Zwang, alles in Falsch und Richtig zu sortieren, nur das Richtige machen zu dürfen oder sich wenigstens dem Falschen zu entziehen, indem man in Nichts oder Stille flüchtet, immer als Täuschung erkannt und muss nicht mehr abgelehnt werden.

ES tanzt in der phänomenalen Welt, mitten drin, vollkommen betroffen und total ergriffen, aber gleichzeitig losgelöst, völlig unberührt und voll daneben. DAS ist Nondualismus, Advaita, Nicht-Zwei, die wahre Liebe des Selbst. 🙏🕉

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