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Beitrag vom 03.05.2019 11:49

PROGRAMME

Das mit den Programmen ist ja so eine Sache. Ganz klar: zum Einen sind sie ja, wie wir selbst, nur eine Idee, eine Simulation, Maya, Täuschung, die dem Ich, der gespielten Rolle aber vollkommen echt und real vorkommt und daher auch gern mal für die absolute und einzige Wirklichkeit gehalten wird - besonders, wenn es dem Ich, selbst nur eine Idee, die sich für echt hält, gelingt, es sich im scheinbaren Außen zu bestätigen.

Zum Anderen sind natürlich wir selbst auch nichts anderes, als ein Programm, ein komplexes Zusammenspiel einer unendlich großen Anzahl Unterprogramme, die teilweise einander entgegen gerichtete Funktionen und Ziele haben und so all unsere inneren Widersprüche und Zweifel erzeugen.

Auch ganz klar: ohne Programme würden wir nicht funktionieren. Die Wahrnehmung und alle dafür nötigen physischen, psychischen, materiellen, energetischen und geistigen Abläufe und Funktionen, wie etwa Atmen, Hören, Riechen, Sehen, Schmecken, Fühlen usw. laufen von Geburt an weitgehend automatisch, ohne unser Zutun und unsere Aufmerksamkeit ab. Es sind einfach zu viele und sie sind zu vernetzt, um sie jederzeit vollkommen bewusst steuern zu können.

Also sind es Programme, die das ganze Leben lang mehr oder weniger unbewusst ablaufen, sozusagen unser Betriebssystem, das es uns ermöglicht, Daten, die unsere „Hardware" liefert, zu verarbeiten, zu interpretieren, uns darauf zu fokussieren und zu reagieren.

Hat man ein Programm einmal erkannt und transformiert, ist man weitgehend in der Lage, seinen Ablauf mitzubestimmen, es zu einem Zeitpunkt laufen zu lassen, der passend ist. Wie etwa sich körperlich zu entleeren, wenn es nicht in die Hosen geht. Aber dazu müssen wir, wie gesagt, erst mal den Vorgang, das Programm erkennen und lernen, es nicht immer sofort laufen zu lassen, wenn der Impuls da ist.

Kennt und versteht man ein Programm einigermaßen und hat gelernt, den Ablauf mitzubestimmen, dann ist man in der Regel auch in der Lage, bei anderen zu erkennen, dass sie ihm hilflos ausgeliefert sind, weil sie es eben noch nicht erkannt haben und dem Impuls immer freien lauf lassen.

Kosmisch betrachtet ist das nicht besser oder schlechter, als in den Ablauf einzugreifen. Ganz persönlich und praktisch hat man dann aber eben öfter die Hosen voll, wenn man es nicht lernt, das Programm zu erkennen und den Ablauf mitzubestimmen, sofern die Möglichkeit dazu erkennbar ist.

Es gibt Tausende von solchen Programmen, die täglich, meist völlig unbemerkt in uns ablaufen und die Funktionen der gespielten Person auf materieller, energetischer und geistiger Ebene koordinieren. Wenn es sie nicht gäbe, müssten wir uns ganz bewusst auf jede einzelne Funktion voll konzentrieren und kämen zu nichts anderem mehr, als sie so zu steuern, dass sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen. Ein entspanntes Leben wäre gar nicht möglich und Zeit für Erkenntnisse hätten wir auch keine.

Also ist es nicht nur unmöglich, sondern auch selten dämlich, auch nur eines der Programme, wie etwa das „Ich bin besser", das „Ich bin wichtig", das „Ich brauche ein Problem", das „Ich werde gebraucht" Programm und all die biologischen Programme wie „Ich muss überleben", „Ich muss mich fortpflanzen" oder „Ich muss meine Nachkommen schützen" loswerden zu wollen oder gar sich einzureden, man hätte es bereits.

Wir haben nur die Chance, es uns bewusst zu machen und so wenigstens den Ablauf mitzubestimmen, sie bewusst mit dem Sein fließen zu lassen.

Noch dämlicher ist dann allerdings, anderen vorzuwerfen, dass sie ihre Programme nicht vollkommen im Griff haben und sie zu verurteilen, wenn sie den Impulsen nicht widerstehen können. Das beweist nur, dass wir uns selbst nicht richtig kennen, die Programme gar nicht bewusst erkannt und verstanden haben, sondern nur gelernt, sie gewaltsam zu unterdrücken, bis sie dann doch wieder automatisch starten und uns voll im Griff haben.

Lustiger Weise ist genau dieses Phänomen sehr häufig bei Menschen zu beobachten, die sich für besonders schlau, weit, weise und spirituell halten, weil sie es gelernt haben, die Impulse, wie etwa Verteidigung des Ich und seines ganzen Weltbildes, alle möglichen Formen von „falschen", „bösen", nicht spirituellen Gedanken UND Gefühlen mit aller Gewalt nieder zu knüppeln, um dann regelmäßig komplett auszurasten und so gar nicht mehr spirituell, ohne jedes Verständnis und Mitgefühl, völlig impulsgesteuert, andere Menschen, die sie für schwächer, unterlegen, weniger weit halten, noch kleiner machen, verurteilen, beschimpfen, beleidigen, bekämpfen und ihnen mitunter sogar Gewalt antun müssen, weil sie sie sich selbst und ihre heiligen Werte und Konzepte bedroht sehen und fühlen.

Dieses kosmische Schauspiel wird immer weiter gehen bis in alle Ewigkeit, solange man nicht lernt, die Programme zu erkennen und verstehen, anzunehmen und mit ihnen zu fließen, sich ihnen anzupassen und sie zu nutzen, auf ihnen durch die Unendlichkeit zu surfen, sondern sie verzweifelt und gewaltsam bekämpft, beseitigen, leugnen, ignorieren und ersetzen will, weil man glaubt erkannt zu haben, dass sie weniger menschlich und spirituell wären. 🙏🔱🕉☯💖

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