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Beitrag vom 30.11.1999 00:00

So paradox es klingen mag, die meisten Menschen geben ihre Freiheit aus Angst auf, sie zu verlieren.

Und weil sich das so unerträglich begrenzend anfühlt, versuchen sie es zur natürlichen Entwicklung, einem Ziel der Evolution zu deklarieren und allen Menschen aufzuzwingen.

Dabei ist es nur die Angst vor dem Tod, das beunruhigende Gefühl, dass sowieso jeden Augenblick alles vorbei sein könnte, was sie dazu bewegt - obwohl ihre Einstellung daran gar nichts zu ändern vermag.

Auch die meisten religiösen, spirituellen, ethischen und moralischen Gesetze, Regeln und Konzepte, besonders das Mitgefühl, dienen in erster Linie dazu, sich nicht mit dem jederzeit möglichen, unwiderruflichen Ende des Spiels der geliebten Rolle auseinandersetzen zu müssen und ist in Wahrheit nur getarntes Selbstmitleid - die Projektion der eigenen Angst, nicht ewig weiter völlig frei und unbeschwert spielen zu können, die auf Andere projiziert wird, welche man dann scheinheilig vorgibt, davor beschützen zu wollen.

Alles in allem geschieht ohnehin jede Handlung und Unterlassung aus 2 Hauptmotiven: der schieren Freude am Sein und der Angst, nicht mehr mitspielen zu können.

Beides ist immer da, völlig ausgewogen und perfekt, in vollkommener Harmonie mit dem ganzen Sein, nur in der gespielten Rolle, die scheinbar zur dualistischen, einseitigen Stellungnahme zwingt, scheint sich das gegenseitig auszuschließen.
Und jeder Ausschluss stellt wieder eine neue Begrenzung der Freiheit dar, erzeugt eine neue Spaltung, jede Menge innere und äußere Widersprüche, Fragen, Zweifel und Konflikte.

Dabei wäre es doch so einfach, sich der Angst vor dem Tod zu stellen, das unvermeidliche Ende der gespielten Rolle gelassen anzunehmen und sich ganz auf das bewusste Erfahren und Fühlen des Augenblicks, mit allem, was darin erscheint zu konzentrieren.

Dann können Freude und Leid, Sicherheit und Angst, Liebe und Ignoranz, Frieden und Krieg gelassen als das angenommen werden, was sie sind: momentane Vorstellungen, die immer gleichzeitig friedlich nebeneinander existieren und es auch zukünftig werden, bereit, erlebt, erfahren, gefühlt und positiv oder negativ gewertet zu werden.

Nur das, was gerade wirkt, ist wirklich - der ganze Rest ist Spielerei des Verstandes und des Gefühls um die Herrschaft über die gespielte Rolle - die wir gar nicht sind, nie waren und sein werden: Wir sind DAS, was sie wahrnimmt, aber nie durch sie begrenzt wird, wenn wir uns nicht nur mit ihr identifizieren.

Alles, was zu geschehen scheint, geschieht nicht uns oder anderen Wesen „da draußen", sondern IN UNS.

Wir können es nur begrenzend, beängstigend, empörend, böse finden, wenn wir uns innerlich spalten, leugnen, dass es in uns ist und nicht draußen und uns viel kleiner machen, als wir wirklich sind.

Wir sind das Göttliche und können nichts falsch oder richtig machen, wenn wir uns nicht von unserer wahren Natur abspalten und in diese enge, gespielte Rolle zwängen.

Aham Brahmasmi - अहं ब्रह्मस्मि 🕉🙏

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