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Beitrag vom 25.12.2018 16:13

„Der freie Wille ist Illusion.“

Werner Ablass

Die Frage nach dem freien Willen beschäftigt viele Menschen immer wieder mal. Zumindest im scheinbaren Zustand der unbewussten Identifikation mit dem Ich, der Person, der gespielten Rolle in der phänomenalen Welt.

Immerhin hängen mit dieser Frage einige bewegende Themen wie zum Beispiel die Verantwortung der gespielten Rolle für ihrer Gedanken, Gefühle und Handlungen sowie deren Auswirkungen auf ihre Wahrnehmung der phänomenalen Welt und in ihr existierende Wesen zusammen.

Die Leugnung eines freien Willens ist in diesem Zusammenhang natürlich zumindest scheinbar eine erhebliche Befreiung und Erleichterung für die gespielte Rolle, befreit sie doch diese von jeglicher Verantwortung für sämtliches Geschehen in der phänomenalen Welt, der subjektiven Realität.

Umgekehrt bedeutet es natürlich den Verlust jeglicher Möglichkeit von Einfluss auf die Realität, was die gespielte Rolle, das gedachte und gefühlte Ich, die Vorstellung von der eigenen Person zum hilflosen Opfer unberechenbarer, kosmischer Kräfte und einem unendlichen, unüberschaubaren Wirrwarr kausaler Zusammenhänge macht.

Es ist also, wie jede einseitige, dualistische Stellungnahme, für die gespielte Rolle unter Umständen als total befreiend oder noch einengender erlebbar und fühlbar.

Das bedeutet natürlich nicht, dass die Annahme falsch oder unwahr wäre, sondern lediglich, dass sie genau wie jede andere einseitige, dualistische Perspektive höchstens die halbe Wahrheit sein kann.

Die phänomenale Welt ist und bleibt ganz offensichtlich, bei allen Wünschen und Hoffnungen auf eine gemeinsame, für alle Wesen gleich gültige, zwingende Realität, eine völlig subjektive, persönliche, vollkommen von der gegenwärtigen Perspektive der gespielten Rolle abhängige Angelegenheit, die immer gut oder schlecht, falsch oder richtig, wahr oder unwahr eingeordnet, erlebt, gefühlt und erfahren werden kann.

Sie ist, bei allen Wünschen nach Berechenbarkeit, Kontrolle und Beherrschung, eine vollkommen offene Sphäre, ein Erfahrungsraum, in dem absolut alles möglich UND unmöglich ist. Sogar nichts.

In diesem unendlichen Erfahrungsraum existiert bereits alles, jede Erscheinung, jede Vorstellung, jedes Wesen, ist schon immer verwirklicht und jederzeit erfahrbar. Es kann daraus nichts entfernt, nichts darin verändert, verbessert oder verschlechtert und nichts erschaffen, verhindert, beseitigt oder sonst wie verwirklicht werden.

Aus dieser Perspektive existiert in der Tat kein freier Wille.

Dennoch haben wir auch in der gespielten Rolle einen freien Willen: die Wahl der Perspektive. Dadurch ändert sich zwar nichts wirklich, aus der Perspektive der gespielten Rolle, der Position des Montagepunkts jedoch alles. Es entsteht eine vollkommen reale, bis ins kleinste Detail vollkommen echte Welt.

An was du glauben willst, liegt ganz allein bei dir und ändert gleichzeitig alles und gar nichts. 😉

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