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Beitrag vom 09.12.2018 19:44

DAS WORT ZUM SONNTAG

Unsere persönliche Geschichte, das, was wir für das Einzige, Wahre, Wirkliche halten, was unumstößlich, nicht verhandelbar, interpretierbar, veränderbar genau so passiert ist, wie wir es uns JETZT gerade VORSTELLEN, ist nichts weiter, als das, was die Bezeichnung schon sagt: eine nette Geschichte.

Natürlich halten wir sie für die einzige Wirklichkeit, die sich genau so ereignet hat - weil wir uns an sie klammern, sie uns und allen, die sie nicht hören wollen, tagein tagaus so vor beten, um die Illusion immer wieder zu bestätigen, wir wären tatsächlich das, woran wir die ganze Zeit glauben.

Dabei brauch man nur mal einen etwas kritischeren Blick auf die eigene, persönliche Geschichte und ihren Hauptdarsteller, das Ich, Ego, die gespielte Rolle zu werfen - und schon sieht man, dass es gar niemanden gibt, der immer genau gleich ist, denkt, fühlt und handelt.

Da sind einfach nur Wahrnehmungen, Vorstellungen, Gedanken, Gefühle und Handlungen, die unter gleichen oder ähnlichen Umständen so grundverschieden ausfallen, als würde das Ganze in verschiedenen Welten stattfinden.

Kommen dann noch die persönlichen Interpretationen von Anderen, Partnern, Freunden, Feinden, Verwandten, Bekannten oder Fremden dazu, wird eigentlich sehr schnell klar, dass es gar keine gemeinsame Realität gibt, sondern höchstens sich hier und da teilweise überschneidende Bereiche.

Diese Vorstellung von der einen Realität ist auch bei aller spiritueller Gleichmacherei, Einheits- und Nichts-Fanatismus nur mit viel Gewalt, Unterdrückung und Ignoranz aufrecht zu erhalten.

Man braucht zum Beispiel nur mal die Zeugenaussagen von Verkehrsunfällen man näher zu betrachten. Da gibt es einige grobe Gemeinsamkeiten, die im günstigsten Fall von der Mehrheit gleich wahrgenommen werden, aber meist sind sich die Zeugen nicht mal einig, was Fahrzeugfarbe, Marke und Typ angeht.

REALITÄT, und mehr ist unsere persönliche Geschichte auch nicht, ist nichts weiter, als eine Interpretation in dem Augenblick, in dem sie im Bewusstsein erscheint. Sie ist nur ein Filter, der genau das durch lässt, was gerade als die scheinbar einzige Wirklichkeit gesehen wird.

Das, was wir „wirklich" unser ganzes Leben lang, unaufhörlich wahrnehmen, ist nicht unsere Interpretation, egal, wie einleuchtend, echt, authentisch, wirklich, spirituell sie uns in einem Augenblick auch vorkommen mag - ES ist in Wirklichkeit das absolute, unberechenbare, abstrakte, unbegreifliche, erbarmungslose, nicht erkennbare und beschreibbare Wesen des Seins selbst.

Würden wir ES auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde ungefiltert wahrnehmen, was uns das ganze Leben lang mit mächtigen Wellen umspült, ohne darauf vorbereitet zu sein, dann würde uns das entweder sofort töten oder augenblicklich in den Wahnsinn führen.

Also denkt daran, sobald ihr glaubt, dort gewesen zu sein, eine Erinnerung daran zu haben, wie ihr als Ich, Person, die gespielte Rolle ohne jeden Filter die tatsächliche Wirklichkeit wahrgenommen habt, dann ist das nicht mehr und nicht weniger als das, was sich euer Ich, die gespielte Rolle gerade vorstellt, erlebt zu haben.

Mehr, als das, was jetzt gerade da ist, gibt es nicht. Und weniger auch nicht. Der Rest ist Schauspiel, Kopfkino. ॐ

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