FB Artikel

Ausgewählte Facebook Posts von Roland Baba Zufälliger Post:   zufälliger Artikel

Beitrag vom 30.11.1999 00:00

Nicht das, was hier und jetzt IST, nicht die Situation, die Verhältnisse, nicht unser Körper ist unser Gefängnis, sondern das, was scheinbar einmal war, die Vergangenheit mit all ihren Erfahrungen, Erlebnissen, Gedanken, Gefühlen, Regeln und Konzepten - auch spiritueller Natur.

All das existiert JETZT gar nicht, ist reine Vorstellung, aus der wir nur im Denken Ängste, Wünsche, Hoffnungen und Verpflichtungen ableiten, uns noch weitere Vorstellungen von einer Zukunft erschaffen, die besser oder schlechter sein wird, als das, was gerade WIRKLICH und wesentlich IST.

Wir lassen uns nur zu gern vom aktuellen Geschehen in Vorstellungen ziehen, vergleichen es mit Erlebtem, bewerten es anhand dessen und wollen es entweder unbedingt behalten, verbessern, erweitern oder los werden, beseitigen, nicht wahr haben.

All das zieht aus dem wachen, bewussten SEIN, vernebelt den Geist und die Sinne, lässt uns das Wesentliche nicht mehr erkennen und vergessen - durch Ideen, Vorstellungen, Konzepte ersetzen.

Die wahre Natur unseres SEINs ist nicht erreichen, verhindern, ändern, bekämpfen, verdrängen, zu Nichts erklären, verbessern oder festhalten, verteidigen, klammern, sondern fließendes gewahr sein, annehmen und ziehen lassen.

Das, was im Bewusstsein unserer gespielten Rolle, der genau jetzt spontan ausgedachten Persönlichkeit auftaucht, entzieht sich völlig unserer Kontrolle. Und erst recht alles, was später erscheinen wird.
Auch wenn wir uns noch so sehr und oft einzureden versuchen, wir könnten und müssten für uns und alle, die wir lieben, alles Unangenehme, jeden Schmerz und jedes Leid verhindern.

Das ist alles nur Ausdruck des Ego, dem Produkt unserer Vorstellungen, was wir erfahren haben, wie wir einmal waren, wie wir jetzt zu sein glauben und wie wir glauben, einmal werden zu wollen oder gar müssen, um endlich das zu werden, was wir schon längst sind, immer waren und sein werden.

Aus diesem Gefängnis von scheinbarer Verantwortung, Zwängen, Ängsten, Zweifeln und inneren Widersprüchen haben wir keine Übersicht, erkennen nicht das Wesentliche, was im Augenblick für uns und alle scheinbaren Anderen das Beste wäre.

Ohne unsere Geschichte mit all ihren festen Formen, daraus abgeleiteten Vorstellungen, Regeln, Verpflichtungen, Konzepten, Wünschen und Ängsten sind wir schon immer vollkommen freie Wesen, fähig, ganz natürlich mit dem Sein zu fließen, alles anzunehmen und weiter ziehen zu lassen, was erscheint, ohne es zu werten und kontrollieren.

Ohne sie können wir spontan erkennen, was gerade wesentlich ist, verlieren uns nicht in Befürchtungen und Hoffnungen, erfahren harmonisch und fließend den Moment voller Erfüllung und Freude am Sein. Auch wenn es vielleicht aus Millionen von Konzepten heraus negativ gewertet werden müsste.
Wir erkennen spontan das Wesentliche: Dass jenseits unserer Vorstellungen, Gedanken und Konzepte alles vollkommen gleichwertig, göttlich ist, sowohl gut als auch schlecht.

Daher wird in allen spirituellen Richtungen so viel vom symbolischen Tod des Ich, Ego, der Persönlichkeit, der gespielten Rolle geredet.
Unsere Rolle ist nur so lange ein Gefängnis, wie wir uns daran klammern, sie perfekt spielen wollen, immer besser werden, alles richtig machen, alles und jeden schützen und heilen wollen - solange wir uns NUR mit ihr identifizieren.

Denn dann sehen wir das Wesentliche nicht mehr: das WIR UND ALLES UND JEDER längst göttlich sind und es immer waren, sehen nicht mehr das Abstrakte, den Geist, das Göttliche, die unvorstellbare Kraft und Freude, die potentiell in allen Erscheinungen liegen und nur darauf warten, von uns entdeckt und erfahren, in Ekstase bis in die tiefsten Tiefen ausgekostet zu werden.

Erst wenn die Idee ICH BIN als Illusion, Vorstellung erkannt wurde, die künstliche Identifikation damit erkannt und angenommen, das Ich, die Rolle, die Person gestorben ist, sind wir unbelastet und frei, spontan das zu tun oder lassen, was mit unseren Wesen und dem ganzen SEIN vollkommen in Einklang ist - und es auch bewusst so zu erfahren und fühlen.

Solange wir glauben, jemand zu sein oder gar jemand sein wollen, der immer alles richtig machen, lösen, in Ordnung bringen, verbessern will, sind wir nur Sklaven unserer Geschichte, unserer Ideen, Vorstellungen und Konzepte, deren Ängste, Wünsche, Hoffnungen und Handlungen der physische Tod sowieso alle gnadenlos zunichte macht.

Stirb und vergiss alles, was du je warst, glaubst zu sein und wie du sein sollst oder müsstest. Das sind die Gitterstäbe deines Gefängnisses, die dich davon abhalten, das zu SEIN, was du wirklich bist.

Darum wird auch in vielen Naturvölkern und Religionen der regelmäßige, symbolische Tod des Ich und die Geburt als völlig neues, freies Wesen rituell gepflegt und gefeiert. 🕉️💖💞💞💞😊

In Facebook ansehen   Einzelansicht

Posts aus dem Jahr 2015

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2017

Januar

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2018

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Posts aus dem Jahr 2019

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

Suche in Posts

suchen nach: