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Beitrag vom 30.11.1999 00:00

VERANTWORTUNG (responsibility) bedeutet lediglich die Fähigkeit, aus der persönlichen Perspektive heraus auf scheinbar äußere Impulse zu antworten oder reagieren.

Das, was die Meisten heute unter Verantwortung verstehen, ist jedoch eine persönliche, soziale oder kollektive, meist moralische und ethische, ideelle Wertung, die verabsolutiert wird, um ihr damit mehr vermeintliche Wahrheit zu verleihen.

Es gibt aber keine ausschließlichen, absoluten positiven oder negativen Werte. Das ist persönliche, unbewusste, egozentrische Augenwischerei unter dem Deckmantel von Religion, Spiritualität, Moral und Ethik.
Weil alle immer nur „die Guten" sein wollen, was aber gar nicht möglich ist. Denn jede Handlung oder Unterlassung hat immer positive UND negative Folgen. Und zwar ausgewogen. Auch wenn das aus persönlichen, einseitig dualistischen Perspektiven immer anders gesehen wird.

Wir alle haben aus dem persönlichen Bewusstsein betrachtet ein individuelles Weltbild mit einer guten oder richtigen und einer bösen oder falschen Liste von Erscheinungen und Vorstellungen.

Die Elemente dieser Listen beschreiben unser gesamtes Welt- und Selbstbild, sie sind unser Inventar. Alles, was erscheint und nicht auf unseren Listen steht, ist unbekannt und wird je nach Stimmung im Augenblick gern erst mal auf die Negativ-Liste gesetzt, weil es unser Welt- und Selbstbild gefährden könnte.

Wir versuchen unsere Entscheidungen immer nach der positiven Liste zu treffen oder zumindest Folgen auf der negativen vermeiden oder verhindern.

Im alltäglichen Leben stellt sich dann aber immer wieder heraus, dass die Elemente der Listen keineswegs so eindeutig positiv oder negativ sind, wie wir es gerne hätten, sondern trotz aller Bemühungen der Gleichmacherei bei unterschiedlichen Personen auf verschiedenen Listen stehen.

So wird dann immer gern schnell mit der Keule der „bösen" Verantwortungslosigkeit gedroht, wenn wenn wir uns nicht gemäß der Positiv-Liste unseres jeweiligen Gegenüber verhalten. Die Gewohnheit sorgt dann dafür, dass wir unbewusst die betroffenen Elemente auch auf die negative Liste setzen.

Das ist dann das, was man Gewissen nennt: wir können uns nicht mehr im gegebenen Augenblick frei entscheiden, das für uns und alle Beteiligten gerade wesentliche, positive und richtige zu tun, weil unsere eigenen Listen uns dazu zwingen, unsere Handlungen zu be- und verurteilen - und schlimmstenfalls für Verstöße selbst zu bestrafen.

Verantwortung zu übernehmen bedeutet also nicht etwa, es jedem „recht" machen zu wollen, sich grundsätzlich immer an die eigenen Listen von Falsch und Richtig, Gut und Böse und die aller Anderen zu halten, die wir aus Faulheit, Angst und Gewohnheit, durch eigene Erfahrungen, Erziehung und Wunschvorstellungen im Laufe des Lebens bis zum Platzen gefüllt haben, sondern lediglich genau jetzt voll und ganz zu dem stehen zu können, wofür oder wogegen wir uns entscheiden. 🕉️☯️💖💞

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