FB Artikel

Ausgewählte Facebook Posts von Roland Baba Zufälliger Post:   zufälliger Artikel

Beitrag vom 15.06.2018 08:01

ANGST,

oder das, was heute allgemein meist darunter verstanden wird, ist nach Carlos Castaneda der erste der vier natürlichen Feinden des Wissens.

Und sie steht wohl bei den Meisten auch auf dem Index, der Negativliste der Dinge, die es zu bekämpfen, beseitigen, verhindern gilt.

Natürlich wissen alle, dass die Welt nicht so hübsch einseitig dualistisch ist und sich mit Widerstand, Kampf und Leugnung nichts wirklich dauerhaft aus dem Sein, dem persönlichen und göttlichen Erleben entfernen lässt.
Aber auch das wird dann doch im Rahmen des ko(s)mischen Unterhaltungsprogramms für die gespielte Rolle, das Ich oder Ego immer gerne geleugnet, unter den Tisch gekehrt.

Man könnte dann wieder dualistisch unterscheiden in „natürliche" Angst, die dem Schutz der gespielten Rolle und der Fortsetzung ihrer Geschichte dient und gar keine Überlegungen oder Entscheidungen zulässt, sondern sofort zum unmittelbaren Handeln zwingt und den ganzen „künstlichen" Ängsten, die vom Verstand auf Grundlage eigener Erfahrungen und Informationen aus zweiter und dritter Hand, also Vorstellungen erzeugt werden.

So oder so ist und bleibt Angst immer ein fester Bestandteil des Seins, der nur entweder angenommen oder vorübergehend bekämpft, geleugnet, verdrängt werden kann.

Angst kann niemals endgültig besiegt, beseitigt oder verhindert werden.
Im Gegenteil: je mehr Widerstand man gegen sie aufbringt, sich wehrt, umso hartnäckiger wird sie. Auch wenn man das mit noch so raffinierten, esoterischen oder spirituellen Methoden versucht.

Und sie ist tatsächlich ein Feind des Wissens, denn sie verhindert Erfahrungen, Erkenntnis, die Begegnung mit dem Unbekannten, die das Bewusstsein der gespielten Rolle zwar schlagartig beenden, aber ebenso ausdehnen, erweitern und damit befreien könnte.

Wer etwas nicht wirklich selbst unmittelbar erlebt und erfahren hat, weiß es eben nicht, sondern lebt in einer künstlichen Welt von selbst erzeugten und übernommenen Vorstellungen, ganz egal, wie glaubwürdig und realistisch diese auch erscheinen mögen.
Und selbst wenn man etwas erlebt und erkannt hat, war das nur für den Moment die bewusst erfahrene, subjektive Wahrnehmung der gespielten Rolle und es gibt keine Garantie dafür, dass es sich beim nächsten Mal genauso ereignen wird.

Also besser, sich mit der Angst anfreunden, sie annehmen, ihr aber nicht immer blind folgen, wenn man die Wahl hat. Sie ist auch nur Teil des Spiels, des romantischen, spannenden, dramatischen, lustigen, traurigen Films „Das Leben des Ich" und vermag schon gar nicht, irgend jemandem eine Sicherheit zu geben. 🕉️☯️💖💞💞

46 Leute mögen diesen Artikel. 13 Leute haben diesen Artikel in Facebook kommentiert. In Facebook ansehen   Einzelansicht

Posts aus dem Jahr 2015

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2017

Januar

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2018

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Posts aus dem Jahr 2019

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

Suche in Posts

suchen nach: