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Beitrag vom 30.11.1999 00:00

Ein „Ich" ist wie ein Mantel, den sich das kosmische oder göttliche Bewusstsein über zieht, ein Gewand, ein Gewebe (Sanskr. तन्त्र - Tantra: Gewebe, Faser ...) aus scheinbar zufällig ausgewählten Eigenschaften und Fähigkeiten.
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In der vorübergehenden Identifikation mit diesem momentanen, scheinbar individuellen „Ich" sieht das kosmische Bewusstsein von „der Welt" nur noch das, was gerade durch dieses Gewebe schimmert und hält es momentan für die ganze Wirklichkeit.
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Es ist, als ob sich die Aufmerksamkeit des kosmischen Bewusstseins in eine undurchsichtige Kugel mit einem winzigen Loch stopft und alles, was in diesem Loch erscheint für die einzige und ganze Wirklichkeit und alles darum herum für nicht existent hält oder erklärt.
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Das ist nötig, um überhaupt Erscheinungen wahrnehmen oder sich vorstellen zu können, denn im kosmischen Bewusstsein in seinem natürlichen Zustand, den es in Wirklichkeit noch nie verlassen hat, sind die Erscheinungen, alle Ereignisse, Gegenstände, Wesen, nicht voneinander getrennt und damit auch nicht unterscheidbar.
Erst die Trennung und Isolation einzelner oder ganzer Bündel von Erscheinungen, Ideen, Vorstellungen, Geschehnissen, Materie, Wesen, Personen und Fokussierung darauf macht es möglich, sie zu unterscheiden und erkennen, sie wahrzunehmen oder sich vorzustellen.
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Ohne diese Trennung, Filterung, Bündelung von Erscheinungen ist das kosmische Bewusstsein gleichzeitig vollkommen leer und total erfüllt mit den widersprüchlichsten Möglichkeiten, die sich alle unaufhörlich und gleichzeitig in den individuellen Perspektiven von scheinbaren „Ichs" realisieren, vorübergehend zu scheinbar festen Formen gerinnen oder kristallisieren.
Aber NUR GENAU dort, in der Vorstellung von scheinbar getrennten, einzelnen, individuellen Personen, gespielten Rollen des kosmischen Bewusstseins, die zwar IN der Wirklichkeit erscheinen, aber nie auch nur annähernd „DIE Wirklichkeit" sind, sondern eben nur Vorstellungen, gefilterte, scheinbar in der Zeit eingefrorene Erscheinungen, die in Wirklichkeit nur als Möglichkeit existieren.

Wenn dann einem scheinbaren, gelebten, gefühlten Ich sein Tantra, sein Gewebe, mal wieder zu eng wird, es gefühlt leidet unter den Begrenzungen, die seine scheinbare Existenz überhaupt erst ermöglichen, weil sich dort lästige, unangenehme Erscheinungen versammelt haben, wie fest eingefroren sind und einfach nicht wieder auflösen wollen, um anderen, erwünschten Erscheinungen Platz zu machen, braucht man nur den Fokus zu erweitern.
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Einfach mal einen Schritt zurück treten, die Perspektive weiten. Heraus zoomen. Die eigene Person, ihre Umgebung, den Raum, den Ort, das Land, die Erde, das Sonnensystem, die Milchstraße von weitem betrachten. Und schon lösen sich alle ach so wichtigen positiven und negativen Bedeutungen gegenseitig auf. 🕉️💖💞💞💞💞💞

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