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Beitrag vom 07.11.2017 04:43

Guten Morgen, liebe Facebookfreunde und Leser.

Vielleicht sind ja unter euch noch einige Krieger und Kriegerinnen - ich meine jetzt nicht diejenigen, die ihre ganze Lebenskraft tagein tagaus vergeuden mit Kämpfen für eine bessere, gerechtere, liebevollere, mitfühlendere Welt und gegen alles, was sie in ihrer Selbstherrlichkeit als Böse definieren, sondern jene, die alles kriegen, was sie wirklich brauchen oder sich in ihrer Bescheidenheit wünschen.
So viel, dass sie noch dankbar und großzügig teilen können, ohne Kampf oder Mühe, sondern durch bedingungsloses Vertrauen.

Diese Krieger meinte Castaneda, als er davon schrieb, dass ihre höchste Leistung Freude ist. Und dass Freude die einzige echte Quelle der Kraft im Leben ist.

Doch das ist keine lärmende Freude, keine raus geputzte Show von Fähigkeiten, Wissen, Güte - nicht die Freude der selbsternannten Weltverbesserer, Schöpfer, Evolutionswächter, Besserwisser und Macher, die sich mit ihren kleinen Scheinsiegen immer nur mühsam über all die schmerzlichen Verluste hinweg trösten, die sie erleiden.

Es ist eine tiefe, innere, stille, absolut unerschütterliche Freude, eine niemals versiegende Quelle der Kraft, die sie auch dann nicht verlässt, wenn um sie herum die ganze Welt durchzudrehen und zusammenzubrechen scheint.

Eine Quelle der Kraft, die ihnen den Zugang zum unfehlbaren, stillen Wissen ebnet: zu der Erkenntnis, dass es keine Gewinner und keine Verlierer geben kann in einer Welt, die niemals aus dem Gleichgewicht gerät, außer in der persönlichen Interpretation, Wahrnehmung, Wertung. Dass Falsch und Richtig, Gut und Böse vollkommen subjektiv, durch und durch egozentrisch sind und in der Wirklichkeit jenseits der persönlichen Perspektive ohne jede Bedeutung.

Diese Freude wünsche ich euch allen, statt den kurzlebigen Freuden des Alltags, die nie ganz den Beigeschmack des Mangels übertünchen können, diese unbegreifliche Sehnsucht, die sich mit nichts wirklich stillen lässt, immer begleitet von dem vagen Gefühl, dass noch irgend etwas fehlt, es immer noch nicht genug ist - dass das Jetzt doch nicht schon alles gewesen sein kann.

Aber das war es schon immer, mehr ist da nicht und es kommt auch nicht mehr, als immer neue Täuschungen und anschließende Enttäuschungen. Ohne diese tiefe, stille, innere Freude sind wir verloren.

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