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Beitrag vom 20.10.2017 00:50

Die gängigste Vorstellung von Erwachen, bei vermeintlich nicht Erwachten ebenso wie bei einigen vermeintlich Erwachten, ist zutiefst dualistisch.

Das sind aus dieser Perspektive zwei völlig unvereinbare, oft gegensätzlich wahrgenommene Zustände, wobei dem nicht erwachten oder verblendeten Zustand ein sehr niedriger oder negativer Wert zugeordnet, der Erwachte dagegen mit allen positiven Werten und Erwartungen völlig überfrachtet und dem nach gängigen sozialen, ethischen, moralischen und spirituellen Wertvorstellungen „negative" Eigenschaften vollkommen abgesprochen werden.

Was natürlich aus so mancher persönlicher, wenn auch sehr enger, meist sehr unbewusst identifizierter Perspektive durchaus erfahrbare, subjektive und damit relative Realität sein kann.

Auch wenn das aus der unbewussten Ich-Perspektive durchaus so erscheinen kann, ist das jedoch keine absolute, für alle gleich gültige Realität, so sehr uns das auch aus der unbewussten Identifikation so vorkommen mag und scheinbar auch für alle das Beste, einzig Richtige und Gute ist.

Wenn dem so wäre, würde sich die ganze Vielfalt des Seins erübrigen und alles zu einem undifferenzierten Einheitsbrei verschmelzen, was dann ja auch tatsächlich Viele für besonders wünschenswert und das Ziel aller Entwicklung zu sein scheint.

Erwachen ist nichts ausschließlich Dualistisches, kein erstrebenswerter Ideal- oder Dauerzustand, in dem jede Einzigartigkeit für immer verloren geht, nur noch ausschließlich das Gute, Liebe, Frieden oder sonstige aufgrund unausgewogener Lebensweise völlig übersteigerte einseitige Erwartungen realisiert werden, sondern die Erkenntnis, dass die Dualität - und zwar der Gegensatz der Pole, die Existenz BEIDER Seiten - die Erfahrung der Einzigartigkeit erst ermöglicht, aber eben nur einen räumlich und zeitlich sehr eng begrenzten Bereich des Seins betrifft.

Erwachen ist nicht das Verschwinden von allem, was man sich so im Laufe des Lebens als negativ zu werten abgeschaut und angewöhnt hat, sondern die rationale UND emotionale Erkenntnis des bereits schon immer vollkommen ausgewogenen Ganzen, in dem sich alle scheinbaren Gegensätze gegenseitig ergänzen und die Spannung zwischen den Polen fühlbare, wahrnehmbare, erkennbare Existenz überhaupt erst ermöglicht - und sich mit dem einseitigen Wegfall der unerwünschten, negativen Erscheinungen vollständig auflösen würde.

Erwachen ist also sowohl durch und durch dualistisch, Illusion, einseitige, beschränkte Wahrnehmung und Vorstellung, als auch vollkommen nondualistische, bewusste, ausgewogene, gefühlte und verstandene Erfahrung. 🕉️☯️😇

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