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Beitrag vom 24.01.2017 15:28

Wenn man sich nicht zu sehr an die scheinbare, persönlich erfahrene, also subjektiv "beweisbare" Realität klammert, ist Advaita, oder wer Sanskrit-Begriffe nicht mag, Nondualität, gar nicht so schwer.

Es ist ja "nur" der Ausdruck innerer Harmonie, der sich dann auch im scheinbaren Außen spiegelt, was ja auch "nur" IM persönlichen Bewusstsein existiert.

Wenn man mal seine Fantasie nicht dazu benutzt, sich vorzustellen, was in diesem Augenblick auf der Welt so alles Schreckliches geschieht, was sich in Zukunft so für Katastrophen persönlicher, kollektiver, globaler oder kosmischer Natur ereignen könnten - und wie man das alles verhindern und verbessern könnte, wird sie plötzlich frei für Vorstellungen, die zu tiefen Erkenntnissen des wahren Seins führen können.

Genau das ist die Absicht hinter den meisten spirituellen, oder wem das Wort zu mainstream ist, geistigen Übungen: sich nicht der Gewohnheit folgend von jedem Gedanken, jedem Impuls, in ungewollte, unkontrollierbare Assoziationsketten ziehen zu lassen, sondern ganz bei und in dem zu bleiben, was wir wirklich sind: dem unbegreiflichen, undefinierbaren Wesen, was all diesem scheinbaren Geschehen gewahr wird.

Die Gewohnheit, sich in jeden Mist unkontrolliert hinein zu steigern, wird praktisch durch eine neue, entgegengesetzte Gewohnheit neutralisiert und befreit so die geistige Kraft, die immer in der zwanghaften Beschäftigung mit Vergangenheit und Zukunft versickert.

Auch alle Prediger von Nichts, die sich dreist hinstellen und behaupten, man könne gar nichts tun, haben jahrelang etwas getan, waren auf der Suche, haben Drogen genommen und Grenzerfahrungen angestrebt und mitunter auch erreicht, Erkenntnisse daraus gewonnen, sich in geistiger Kontrolle und Disziplin geübt, und das alles hat genauso zu ihrem Erwachen beigetragen, wie das schließliche Loslassen all dieser Bemühungen, die vollkommene Hingabe, das Eintauchen in den einzigartigen Moment des ewigen Jetzt - was ohne die Übungen vielleicht nie geschehen wäre.

Wer sich also immer wieder in Gedanken und Gefühlen findet, die er gar nicht möchte, die ihn nur daran hindern, genau hier und jetzt spontan und aus ganzem Herzen das zu leben, was mit Liebe, Frieden und Freude erfüllt, kann und darf dieser Gewohnheit ruhig ohne schlechtes Gewissen entgegen wirken, indem er die entgegensetzte Gewohnheit - die Dinge einfach nur wahrzunehmen und dann ziehen zu lassen, ohne sie weiter zu verfolgen - kultiviert und so zumindest die Illusion seines inneren Gleichgewichts pflegt.

Om Nama Shivaya.

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