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Beitrag vom 20.12.2016 04:34

Mitgefühl -

das absolute Muss für jeden, der spirituell, menschlich, ethisch, moralisch und politisch korrekt sein will, wird seltsamer Weise fast immer nur auf's Negative bezogen.

Wenn irgendwo auf dieser Welt Schlimmes geschieht, großes Leid, Ungerechtigkeit, Schmerz, hat man sich darüber zu informieren, mit zu leiden und zu empören. Egal, ob es dabei um Menschen, Tiere, die Umwelt geht. Nur mit Pflanzen braucht man nicht mit zu leiden, denen wird jedes Bewusstsein, jede Individualität und Fähigkeit zu fühlen abgesprochen - sonst wüssten wir ja gar nicht mehr, was wir essen sollen oder dürfen.

Das, liebe Freunde, hat absolut NICHTS mit Mitgefühl zu tun! Das ist nichts weiter, als sich in der Vorstellung in die Lage der Betroffenen zu versetzen, über die Ursache zu beklagen, Schuldige zu suchen, um sie zu verurteilen, sich zu entrüsten, in Wut und Hass zu steigern, zu Kampf, Krieg, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln der Gewalt, meist gegen Menschen aufzurufen.

Wo bleibt da Liebe, was soll das mit Mitgefühl zu tun haben? Das ist nichts weiter, als Mitleid, was wiederum nichts anderes ist, als getarntes Selbstmitleid, die von der Vorstellung erzeugte Angst, dass einem das selbst widerfahren könnte.

Echtes Mitgefühl macht nicht bei den Opfern halt, es erkennt und versteht ebenso die Gefühle, Ängste, Verletzungen der Täter, die wahren Gründe, warum alles, was geschieht, nun mal so geschehen muss, wie es geschieht, völlig egal, ob es unseren tollen Konzepten von Moral, Ethik und Gerechtigkeit genügt.
Wie dreist kann das menschliche Ego sein, die Wirklichkeit, so wie sie sich nun mal zeigt, für falsch zu halten, anzuzweifeln, zu verurteilen? Besser zu wissen, was für das Gleichgewicht der Kräfte, die unser ganzes Leben bestimmen, falsch und richtig ist, als diese selbst?

Echtes Mitgefühl ist Liebe, Verständnis, mit dem GANZEN Sein!

Und echtes Mitgefühl ist, ebenso alles Gute mitzufühlen, dessen man gewahr wird, an all der Freude, der Liebe, die gemeinsam erfahren wird, ohne Neid, aus ganzem Herzen dran Teil zu haben - eben mit zu fühlen, ohne es unbedingt selbst haben zu wollen.
Dann kommt es erst gar nicht so weit, dass man überall auf der Welt nur noch das Böse sieht und bekämpfen will, sondern man beginnt, das ewige, unzerstörbare Gleichgewicht des Seins in seinem vollen Umfang zu erkennen und selbst von innen heraus zu erfahren.

Dieses Mitgefühl wünsche ich euch allen, denn das ist wahrhaftiges Sein in Ananda.

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