FB Artikel

Ausgewählte Facebook Posts von Roland Baba Zufälliger Post:   zufälliger Artikel

Beitrag vom 16.12.2016 13:37

"Nach der Erleuchtung ist vor der Erleuchtung" heißt es in vielen Schriften.

Worauf sich so manches Ich sicher mit einiger Berechtigung fragt: Wozu dann das ganze Theater, sich jahrelang mit Schriftenstudium, Yoga, Meditation, Kursen, Seminaren, Gedankenakrobatik, Gefühlskontrolle, überhaupt Unterdrückung nur bestimmter oder sämtlicher Geistesregungen, Disziplin, Sport, Enthaltsamkeit etc. quälen, was obendrein meist noch Geld kostet, wofür man dann wieder arbeiten muss, was scheinbar von der Erleuchtung abhält?

Und das alles ist in der Tat völlig sinnlos, ändert nichts am Sein - höchstens daran, wie man es persönlich erfährt.

Was denken wir uns so für herrliche Konzepte aus, mit denen wir alles endlich in Ordnung bringen können, wo es doch nur aus unserer persönlichen Perspektive in Unordnung zu sein scheint - ganz gleich, wie viele völlig unparteiischen Zeugen wir auch dazu überreden können, unsere Ansichten zu bestätigen.

DAS ist schon in Ordnung, wie es ist, und alles, wovon wir je träumen können, ist uns dessen vollkommen bewusst zu werden, es nicht nur zu glauben oder denken, sondern auch bis in die letzte Faser unseres zu fühlen, mit unserem ganzen Wesen zu erfahren.

Und dann ist nach der Erleuchtung wieder vor der Erleuchtung, das Wasser fließt den Berg hinab, die Wolken ziehen vorüber - alles, wie es immer schon war - nur dass jetzt nichts mehr verbessert, in Ordnung gebracht, niemand mehr überzeugt, belehrt, geleert oder sonst wie verändert werden muss.

Natürlich ändert sich immer noch alles, Frühling, Sommer, Herbst und Winter kommen und gehen, wie es eh und je schon war, und was noch nie jemand herbeiführen, beenden, verhindern musste oder überhaupt konnte. Aber das tut es in der scheinbaren Posterleuchtung dann eben mühelos, natürlich, ganz im Fluss des Seins - auch wenn es aus der Identifikation damit, nicht erleuchtet zu sein, ganz genauso aussieht, wie vor der Erleuchtung.

ES ist immer derselbe, ewige Fluss des Seins, mit denselben Felsen auf dem Grund, der doch nie zwei mal der genau der Gleiche ist. Da kann man mühelos mit fließen oder dagegen aufbegehren - der Fluss bleibt immer der Fluss, immer in Bewegung, Veränderung und doch stets Derselbe.
‌‌

41 Leute mögen diesen Artikel. 72 Leute haben diesen Artikel in Facebook kommentiert. In Facebook ansehen   Einzelansicht

Posts aus dem Jahr 2015

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2017

Januar

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2018

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Posts aus dem Jahr 2019

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

Suche in Posts

suchen nach: