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Beitrag vom 12.09.2016 06:53

Es gibt offenbar kaum etwas, was schwerer zu sein scheint, als hier und jetzt wach und bewusst zu bleiben.

Wenn wir zu irgend einer neuen, wunderbaren Erkenntnis gelang sind, neigen wir meist sofort dazu, diese zu verallgemeinern, die Hoffnung zu nähren, dass sie nicht nur für uns zu allen Zeiten bis in die Ewigkeit gültig ist, sondern gleich für alle anderen Menschen, alle Lebewesen überhaupt gleich mit.

Deshalb begnügen wir uns auch selten mit der Freude über die Erkenntnis, sondern bemühen uns sofort, daraus eine neue Gewohnheit zu machen, es jedem zu unterbreiten, ob es nun jemand wissen will oder nicht, oder es gar zu vermarkten, verkaufen, lehren.

Dabei stecken wir doch bereits bis zum Hals in widersprüchlichen Gewohnheiten, die uns bisweilen lähmen, wenn es darauf ankäme zu handeln, und zu übereilten Taten bringen, wenn es besser wäre, erst einmal genügend Informationen zu sammeln, um die Situation besser einschätzen zu können.

So, oder so, ist unser Verstand immer emsig bemüht, uns unnötige "Denkarbeit" abzunehmen und alle Erscheinungen und Ereignisse sorgfältig zu kategorisieren, Reaktionen darauf einzustudieren, die dann bei Bedarf einen reibungslosen Handlungsablauf garantieren sollen, mit denen wir ganz automatisch das Erwünschte herbei führen und das Unerwünschte verhindern wollen.

Was in der Praxis dann unterm Strich vermutlich mindestens ebenso häufig wunderbar klappt, wie gründlich daneben geht.

Deshalb schießen wir so häufig weit übers Ziel hinaus, erklären den ganzen Kosmos samt aller Freuden und aller Schönheit zur Illusion, zu Nichts, um seinen negativen Seiten aus dem Weg zu gehen, erhoffen uns von denselben einmal als positiv erfahrenen Erscheinungen immer wieder dieselben angenehmen Gefühle, üben Reaktionen, die unter bestimmten Umständen einmal zum Erfolg geführt haben, damit wir uns darauf verlassen können, automatisch, schnell und ohne nachzudenken das unter Umständen völlig Falsche zu tun.

Kurz: wir machen alles zum Prinzip, Gesetz, Konzept, nur um nicht immer wieder über dieselben Entscheidungen nachdenken zu müssen - und vergessen dabei, dass der Kosmos eine sehr dynamische Angelegenheit ist, in der nur bewusst im Einklang mit dem Ganzen handeln kann, wie es Jetzt erscheint, wer sich nicht auf Gewohnheiten, Modelle und Konzepte verlässt, sondern wach, achtsam und aufmerksam bleibt.

Drum, liebe Freunde: erfreut euch des Seins, auch des Spiels mit Modellen und Konzepten, aber schlaft bitte dabei nicht ein und überlasst ihnen nicht die Herrschaft über euer Leben. Wer wach, achtsam und bewusst ist, hat mehr vom Leben.

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