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Beitrag vom 07.09.2016 18:33

Das Selbst, das unbekannte Wesen, was wir alle doch immer wieder gerne mal erkennen, erfahren, auch griffig erleben wollen, ist offenbar vollkommen abstrakt.

Man könnte es direkt mit Kali, Shiva, Allah, Gott, dem Geist, irgendwelchen beliebigen Wesenheiten, Nichts, dem Abstrakten oder gar unserem Ich gleich setzen, ohne dabei völlig falsch oder richtig zu liegen.

Denn sobald wir anfangen, es mit irgend jemandem oder etwas zu vergleichen, ganze egal, ob das nun nur in unserer Vorstellung, der persönlich oder kollektiv erfahrenen Realität existiert, entfernen wir uns von dem, was es wirklich ist.

Das Selbst ist und bleibt vollkommen abstrakt, kann alles und nichts sein, persönlich und unpersönlich, einheitlich und individuell, und jede vorübergehende Kategorisierung entstellt es, wird seiner nicht gerecht.

Man könnte also durchaus sagen, dass wir alle nie etwas anderes waren, als dieses abstrakte, unbegrenzte Selbst, ganz egal, wie toll wir uns dabei vorkamen, wie sehr wir uns dafür geschämt oder verurteilt haben oder was andere davon hielten.

Deswegen ist jetzt der beste Moment, mit diesem Unsinn aufzuhören, sich für irgend etwas zu verurteilen oder darauf einzubilden - es ändert absolut nichts daran, dass es so geschehen ist.
Vergebt euch, alles, was ihr je getan habt, denn euch immer weiter dafür zu verurteilen macht die Welt nicht besser. Genauso wenig wie das, was ihr irgendwann einmal Tolles gefühlt, erkannt oder geleistet habt.
Es war nie etwas anderes, als das abstrakte Selbst, und das wird es auch in Zukunft nie sein, egal wie sehr ihr euch auch versucht einzureden: Das war ICH!

Wenn wir nun aber im ganzen Leben nie etwas anderes erlebt, erfahren, erkannt haben oder waren, als das Selbst, warum erscheint es dann mal so nah und mal so fern, fühlt sich mal so unglaublich gut und mal so furchtbar an, mal so griffig, real und mal so unecht, täuschend?

Die Antwort ist unglaublich einfach: obwohl natürlich auch das Ich ein Teil des Selbst ist, entfernen wir uns immer mehr vom Selbst, vom Ganzen und damit auch der Wirklichkeit, je mehr wir uns nur mit diesem Ich identifizieren.
Je mehr wir dieses Selbst, den Geist, das Göttliche, das Abstrakte erkennen, erfahren, es sein wollen, umso mehr identifizieren wir uns automatisch mit dem Ich, grenzen uns ab, schnüren unsere Realität ein - und umso weniger erfahren wir das Selbst in seiner wahren Natur.
Dasselbe gilt natürlich auch wenn wir versuchen, nicht das Ich zu sein, Nichts oder Niemand zu sein - es schneidet noch mehr vom Selbst, vom Ganzen ab, erzeugt noch mehr Unbewusstheit und Trennung, noch mehr Leid und Scherz.

Das Selbst kann nicht verstanden, erkannt, erfahren, realisiert werden - denn es ist schon genau das, was du JETZT bist. ॐ

Om Nama Shivaya

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