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Beitrag vom 19.08.2016 20:49

Ananda wird gerne salopp mit ewiger Glückseligkeit übersetzt. Aber es ist natürlich nur ein Begriff, der auf etwas Abstraktes zeigt, was sich nicht konkretisieren lässt, ohne es dabei seiner wahren Größe zu berauben, zu begrenzen, auf eine Vorstellung mit bestimmten Eigenschaften zu reduzieren, die seiner wahren Natur und Bedeutung niemals gerecht werden könnten.

Ananda ist also nichts, was das Ich, die Person, jemals erreichen könnte, schon allein deshalb, weil es schon immer ein Teil von ihr war, der nur durch Schmerz, Leid und all die Probleme der Welt überdeckt wird.
Man kann es nicht erreichen, erfahren, erleben - man kann nur erkennen, dass es schon immer da war, man sich nur oft davon ablenken ließ.

Es ist für die Person unerreichbar, sie kann immer nur temporär winzige Bruchteile davon erfahren.

Ananda ist auch nicht Nichts, obwohl das heute gerne so verkauft wird.

Ich bin in meinem Leben so oft tief in dieses Nichts eingetaucht, habe so viele Mindcrashs erfahren, dass ich irgendwann aufgehört habe, zu zählen und dem noch irgend eine Bedeutung beizumessen.
Das hat mich aber immer nur vorübergehend befreien können von dem, in was ich mich zuvor jeweils so hinein gesteigert hatte.

Was Ananda ist, habe ich erst erfahren, als ich auch durch das Nichts noch hindurch gegangen bin, es ebenfalls vollkommen hinter mir gelassen und nicht nur intellektuell, emotional und körperlich, sondern vollkommen befreit von allen Grenzen, selbst der Vorstellung meiner Person, als das ganze Wesen erlebt, erkannt und erfahren habe, dass Leere und Fülle nichts getrenntes sind, sondern immer gleichzeitig da sind - jederzeit erfahren werden können, wenn man nur bereit ist, auch die Vorstellung von Befreiung, Nichts und Leere nicht mehr als abgetrennte Erscheinungen zu betrachten und daran festzuhalten.

Ob man dafür oder dagegen etwas tun kann, kann niemand beantworten. Auch nicht, ob es sich lohnt, dafür zu arbeiten, zu üben, meditieren, Yoga zu machen.
Wer auch immer behauptet, er wüsste das, mag es vielleicht selbst so erlebt haben, wie er erzählt, aber es war dann eben sein Weg, mehr nicht.
Andere könnten daran ebenso gut scheitern, wie Erfolg damit haben.

Aus meiner Sicht kann jedes Streben, jede Bemühung ebenso wie die Aufgabe jeder Bemühung an den Punkt führen, an dem die Person in vollkommener Hingabe in dem aufgeht, was gerade ist, geradewegs durch die Erfahrung der eigenen Auflösung und das folgende Nichts hindurch in Ananda, die ewige Glückseligkeit, nicht als individuelle Erfahrung, sondern als dauerhafter Zustand, der nie wieder vergeht und trotz aller Erfahrungen von Schmerz und Leid nicht mehr verschwindet.

Es ist auch egal, ob man an Ananda als Idee, Vorstellung oder Ideal glaubt oder nicht.

Da ist nur für den unterscheidenden Verstand, der immer recht haben und alles kontrollieren will, ein Unterschied. Aber das sind nicht wir.

Denn in DER Wirkliichkeit haben wir diesen Zustand nie verlassen. ॐ

Namasté ॐ

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