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Beitrag vom 06.08.2016 07:32

Carlos Castaneda - der vergessene "Leuchtturm der Unendlichkeit"

Manchen der Älteren unter uns noch geläufig, war Carlos Castaneda schon in den frühen 60ern einer der ersten populären, "spirituellen" Autoren.

Er hat es wie kaum ein Anderer verstanden, zahlreiche Weltbilder, eingefahrene Vorstellungen, Modelle und Konzepte von Alles und / oder Nichts bei Menschen rund um den Globus zu erschüttern und die Ideen von unserem Alltag wie auch den mehr oder weniger abstrakten Vorstellungen von Kosmos und Unendlichkeit ins Wanken zu bringen.

Zentrales Thema seiner Werke war der Gebrauch von psychotropen Pflanzen zur Erlangung von Erkenntnissen über die uns umgebende Unendlichkeit und uns selbst, sowie verborgene Zusammenhänge darin, die weit über gewohnte Strukturen des sozialen Kontexts, den rationalen, sogenannten "gesunden Menschenverstand" und die Intuition, das Bauchgefühl und Herz hinaus gehen und ganzheitliche Perspektiven aufzeigen, die das Dilemma der Widersprüche unserer dualistischen Vorstellungen und einseitigen Ansichten ad absurdum führen.

Obwohl sein erstes Buch, "Die Lehren des Don Juan", als wissenschaftliche Doktorarbeit in Anthropologie an der UCLA, der Universität von Los Angeles erschien, geriet er später schwer in Verruf, wurde zahlreicher Plagiate, unwissenschaftlicher Arbeitsweise, Verschleierung kultureller Herkünfte und Zusammenhänge, Täuschung, und am Ende sogar des Gehabes eines Sektenführers bezichtigt, der seine engsten Schülerinnen in den Selbstmord getrieben haben soll.

Ein weiteres zentrales Thema seiner "Arbeit" war die sogenannte Kunst des Pirschens, ein Konzept, das sich darum dreht, ganz bewusst und absichtlich ungewohnte, auch unbequeme Rollen zu spielen, die einem widerstreben.
Nach den Schlüssen, die ich daraus gezogen und den eigenen Erfahrungen, die ich damit gemacht habe, ergibt sich daraus nicht unbedingt ein praktischer Zweck für ein bequemes, gemütliches und selbstzufriedenes Ego-Leben, sondern eher eine geschärfte Wachsamkeit der törichten Vorstellung gegenüber, man könnte jemals wirklich wissen, wer oder was man ist.

Insgesamt deckt das "Werk" Castanedas, umstritten oder nicht, Fiktion oder nicht, einen großen Bereich alltäglicher und nicht-alltäglicher, spiritueller und weltlicher Erkenntnisse, Erfahrungen und Wahrheiten ab, die den persönlichen Horizont gewaltig erweitern und so zu mehr Freude am Sein, am Spiel und zu tiefen Einsichten und Erkenntnissen über die kosmischen Zusammenhänge vor und hinter dem Schleier des Alltags führen können.

Wer also spirituell oder grundsätzlich an einer Erweiterung seines Bewusstseins und Infragestellung seiner eingefahrenen Denkgewohnheiten, egal, auf welchem Gebiet interessiert ist, findet mit den Büchern von Carlos Castaneda auch heute noch spannende, unterhaltsame, anregende und aufschlussreiche Lektüre.

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