FB Artikel

Ausgewählte Facebook Posts von Roland Baba Zufälliger Post:   zufälliger Artikel

Beitrag vom 02.05.2016 22:21

Oh, ja, es gibt sie, die Leere, शून्यता (śūn'yatā), die Stille, das scheinbare Nichts, was momentan in manchen Kreisen regelrecht angebetet und so gar nicht emotional leer mit aller Macht verteidigt und verbreitet wird.

Dieser "Zustand" wird allerdings immer gerne mal miss gedeutet. Was in den alten Schriften gemeint ist, geht weit über die Abwesenheit von Allem hinaus in die Unendlichkeit.

Er hat auch nichts mit der momentan recht beliebten Identifikationsverweigerung zu tun, die nur eine abseits des wahrgenommenen Geschehens stehende und daher davon getrennte und scheinbar davor geschützte Vorstellung eines autonomen Nicht-Ich auslöst, aber nicht wirklich in den Zustand des reinen Seins führt - des Ur- oder Grundzustands unseres Bewusstseins, in dem Leere und Fülle nicht getrennt wahrgenommen, sondern als ein Ganzes erfahren werden.

Es ist dieser unendlich kleine Punkt ohne Ausdehnung, der sich überall gleichzeitig befindet und sowohl unaufhörlich übersprudelnde Quelle aller Erscheinungen ist, wie auch die Senke, in der sie alle wieder zu verschwinden scheinen.

Je nach Perspektive ist das Ich eine der Erscheinungen, der Gegenstand von Bewusstseinsinhalten, das diesen Punkt, den बिन्दु (Bindu) als von sich getrennt, ihm ausgeliefert wahrnimmt und ihn erreichen und kontrollieren möchte, oder es ist die reine Leere (vollkommene Abwesenheit von Allem), in der permanenter Mangel, unbändiger Drang nach Verwirklichung und Verbesserung herrschen, oder es sieht sich als der Punkt selbst, an dem Ich und Erscheinungen, Leere und Fülle als nicht voneinander getrennt erfahren werden.

Verständlicher Weise ist nur die letzte Perspektive für das Ich gleichzeitig vollkommen frei, erfüllt, geborgen in der Unendlichkeit, ohne Angst, sich darin zu verlieren, mit allem innig verbunden, ohne von etwas abhängig zu sein, denn in ihr wird alles Geschehen als im eigenen Inneren erkannt.

Diese Perspektive ist kaum zu verwechseln mit irgend einer Anderen, denn sie ist die Einzige, die nichts vermeiden, ablehnen, verdrängen, unterdrücken, bekämpfen und nichts gewinnen, erreichen, herbeiführen, festhalten oder verteidigen muss.

46 Leute mögen diesen Artikel. 30 Leute haben diesen Artikel in Facebook kommentiert. In Facebook ansehen   Einzelansicht

Posts aus dem Jahr 2015

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2016

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2017

Januar

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Posts aus dem Jahr 2018

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

Posts aus dem Jahr 2019

Januar

Februar

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

Suche in Posts

suchen nach: