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Beitrag vom 06.04.2016 17:49

Das Sein spielt sich nicht nur auf einer Ebene ab. Wenn man als Perspektive die physische Ebene wählt, sieht es manchmal so aus, als "müsste" man etwas unbedingt verwirklichen, für das "Richtige", das Gute, das Gerechte, das Wahre, das Schöne kämpfen.

Das ist weder falsch, noch richtig, und objektiv betrachtet auch nicht besser oder schlechter, als gar nichts zu tun.

Das tückische an der physischen Ebene ist, dass aus ihr betrachtet alles dem Gesetz von Ursache und Wirkung zu folgen scheint und man immer nur einen sehr begrenzten Bereich der Wirklichkeit erfassen kann.
Da fällt man dann leicht darauf herein, in diesem Bereich ein Ungleichgewicht oder einen Mangel zu sehen, und wenn nicht danach zu suchen, damit man weiter verwirklichen kann.

Das ist ein Fass ohne Boden, denn es gibt immer irgendwo Überfluss, Mangel, Ungerechtigkeit, Dummheit, Hass, Angst - all das Negative, was einem so einfällt, und die Neigung ist groß, sich zum Schöpfer aufzuspielen und das in "Ordnung" zu bringen - sei es nun nur für einen selbst, diejenigen, die man liebt, die Menschheit, alles Lebendige usw.

Natürlich kann man sich den Spaß machen, da, wo tatsächlich in der unmittelbaren, persönlichen Wahrnehmung dessen, was jetzt gerade passiert, ein Ungleichgewicht zu herrschen scheint, etwas daran zu ändern.
Aber das ist und bleibt ein Fass ohne Boden, und es wird immer neues, scheinbares Ungleichgewicht auftauchen, was dann zur Tat zwingt - und so früher oder später meist in Stress, Angst, jeder beliebigen Form von persönlichem Unwohlsein ausartet.

Gleichzeitig spielt sich das ganze Weltgeschehen, bis in den letzten Winkel des Kosmos, auch auf energetischer Ebene ab, auf der ständig immer und überall Ungleichgewicht zu herrschen scheint, was Leben und Bewegung überhaupt erst möglich macht.
Dort ist es aber nur ein vollkommen neutraler, unpersönlicher Fluss von Energieströmen, die den Bewusstseinsinhalten und damit der wahrgenommenen, physischen Welt ihre subjektive, persönliche Gestalt verleihen.
Da ist dann schon nichts mehr mit persönlicher Manipulation, Weltverbesserung, Schöpfer spielen. Als die energetische Ebene wahrnehmendes Individuum könnte man höchstens entscheiden, welchem der neutralen, unpersönlichen Strömungen man folgt.

Und Schließlich gibt es da noch die rein geistige Betrachtungsebene, aus der das scheinbare Weltgeschehen sich für das betrachtende Individuum nur noch als Strom von Ideen, Vorstellungen, als Spiel, Traum, Maya darstellt.

Alle Perspektiven sind gleichzeitig wahr und Illusion - je nachdem, aus welcher Ebene man sie betrachtet.

Carlos Castaneda schrieb, dass der Unterschied zwischen einem Wissenden und einem Durchschnittsmenschen darin liegt, dass sich der Wissende seiner Torheit bewusst ist, weiß, dass er nur ein Schauspieler ist und seine Handlungen nur Spiel, Täuschung sind und trotzdem handelt, als wären seine Handlungen echt, aufrichtig und wichtig.

In dieser Stimmung gibt es keinen Zwang mehr, kein verbissenes verwirklichen oder verhindern Müssen von irgend etwas. ૐ

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