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Beitrag vom 19.03.2016 15:55

Wenn etwas "triggert", negative Gedanken und / oder Emotionen auslöst, steckt dahinter immer unbewusste Identifikation mit der "eigenen" Persönlichkeit.

Darauf folgt ein Verteidigungsimpuls, der schnell zum Griff nach irgend einer Form von Gewalt ausartet, sei es in verbaler Form, Beleidigung, Missachtung, Ignoranz, Sperren, Blockieren, Liebesentzug, bis hin zu physischer Auseinandersetzung.

Da wird dann diskutiert, gedroht, beleidigt, erpresst, in der Hoffnung, wieder in den entspannten Zustand zu gelangen. Was aber meist gründlich daneben geht und stattdessen nur Gegengewalt erzeugt.

Nur auf keinen Fall auch nur vorübergehend mal einen Millimeter von den eigenen Konzepten, Modellen und Vorurteilen abweichen, nicht einknicken!

Es geht ja schließlich darum, die Vorstellung der eigenen Person samt all ihren Eigenschaften und Fähigkeiten, all dessen, was man sich so mühsam im Laufe der Jahre hart erkämpft und erarbeitet hat, zu retten, um die nackte Existenz also.

Und immer wieder wird in dieselbe Falle getappt, die gar keine ist, sondern erst dadurch zu einer wird, dass man sich unbewusst in die Identifikation mit der Person ziehen lässt.
Und jedes mal gehofft, dass bedenkenloses Nachgeben und Umsetzen der Impulse befreit, mit dem bitteren Nachgeschmack, wieder jemanden sinnlos verletzt zu haben - sobald des Gefühl des Triumphs über den vermeintlichen Sieg nachgelassen hat. Wobei man sich durch stetige Wiederholung natürlich auch gegen jede Form von scheinbarem Gewissen abhärten kann.
Oder es wird mit aller Macht dagegen angekämpft und man fühlt sich hinterher als der ewige Verlierer.

So, oder so, es führt immer zu noch mehr unbewusste Identifikation, zu noch mehr scheinbarer Abtrennung vom Selbst, noch tiefer in die Illusion der Persönlichkeit, aus dem reinen Sein in Liebe, Frieden und Freude.

Die einzige Befreiung aus diesem scheinbaren, von innen in die scheinbar äußere Welt getragenen Konflikt ist die bedingungslose Annahme des Widerspruchs, der sich dahinter verbirgt. Und der ist nicht erkennbar, solange man sich seinen Gefühlen nicht stellt, oder ihnen blind folgt.
Nur dann ist man in der Lage, den Widerspruch zu erkennen und beide Seiten zu integrieren, wenn man genau hinschaut, und nicht nur wie eine willenlose Maschine reagiert oder in Angst erstarrt.

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