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Beitrag vom 14.03.2016 20:05

Ich äußere mich ja selten zu politischen Themen, schon allein, weil ich da meist gar keine konkrete Meinung habe, sondern eher im Bewusstsein ruhe, dass eine solche am Sein nichts ändern würde.

Aber obwohl ich davon hier, bei einem "gefühlten" Ausländeranteil von mindestens 70 %, wenig mit bekomme, taucht da doch immer wieder mal das Thema Flüchtlinge und damit verbundenes Auftreten von Rassismus in "meinem" Teil des kosmischen Bewusstseins auf.

Schließlich ist das Thema aufgrund persönlicher Ängste und Unsicherheiten gefühlsgeladen und somit ein guter Aufhänger für Medien, sowohl die klassischen, als auch die, die sich für etwas Besseres halten, weil sie die entgegengesetzte dualistische Ansicht der Anderen vertreten.

Natürlich fühlen sich dann auch viele hier in Facebook dazu berufen, immer wieder mal für die ein oder andere Seite Stellung zu beziehen und Propaganda zu betreiben und ihren Gefühlen dadurch Luft zu machen.

Das ändert natürlich alles nichts am Sein und trägt absolut nichts zum Weltfrieden bei - ganz im Gegenteil, es schürt nur die Gefühle von Angst und Hass und wirkt so einem friedlichen Zusammenleben entgegen. Egal, auf welcher Seite man dabei steht.

Rassismus ist eine natürliche Folge von Einwanderungsbewegungen in ein Land, wo die Persönlichkeit noch so sehr im Vordergrund steht, wie bei uns.

Das ist so eine Art kollektive Reifeprüfung. Je mehr Fremde ins Land kommen, umso mehr Angst vor Verlust von Kultur, materiellen und geistigen Werten und vor allem vor dem Neuen, Unbekannten entsteht.
Da zeigt sich dann eben, wie "reif" der deutsche Abschnitt des Kollektivs der Menschheit wirklich ist.

Vorübergehend mag das zu Extremen führen, die dann langfristig wieder in eine Gesamtentwicklung zu mehr homogener Toleranz und Akzeptanz, also zu kollektiver Bewusstseinserweiterung führt. Es ist also eigentlich ein Katalysator, der erst mal den Dreck nach oben spült und sichtbar macht, damit er integriert und somit neutralisiert werden kann.
Und zwar nicht so sehr der Dreck "der Anderen", die "noch nicht so weit" sind, sondern vor allem den eigenen Dreck. Denn in "den Anderen" manifestiert sich genau das, was man selbst im Inneren bekämpft, ablehnt, ignoriert und leugnet.

Hier darf sich also jeder, der sich davon persönlich betroffen sieht, gerne mal seine unbewussten Vorurteile gegen Rassisten, ebenso wie gegen Flüchtlinge ansehen und dabei betrachten, welche Gefühle er selbst in sich unterdrückt, um besser, weiter, friedlicher, gerechter, erleuchteter usw. dazustehen.

Integration bedeutet nun mal nicht, einfach nur zu werten, und alles, was als weniger wertvoll erachtet wird, einfach in sich selbst zu ignorieren, unterdrücken oder bekämpfen - dann manifestiert es sich nämlich einfach im scheinbaren Außen - sondern es zu erkennen, verstehen und anzunehmen.
Das bedeutet ja nicht, dass man es gut heißen oder selbst ausleben müsste.
Es bedeutet nur, zu begreifen, dass alles, was im Bewusstsein erscheint, zur wahrnehmenden Person in Beziehung steht, Teil des einen, uns allen gemeinsamen Selbst ist - ob uns das nun passt, oder nicht.

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