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Beitrag vom 24.11.2015 18:08

Wahrheit

sobald wir aufhören, Wahrheit als einen absoluten, dualistischen Pol zu betrachten, fangen wir an zu erkennen, dass sie eher ein linearer Maßstab für die Wirklichkeit der Erscheinungen ist.

Es gibt keine absolute Wahrheit und ebenso wenig Unwahrheit, sondern nur unterschiedliche Grade von Wahrheit.

Wahrheit ist auch keine absolute Eigenschaft von Erscheinungen, sondern das Maß der Wirklichkeit von Erscheinungen in einem bestimmten Kontext.

Je größer der Kontext, je weiter die Perspektive, umso gültiger wird eine Wahrheit.

Das bedeutet nicht, dass in einem winzigen Kontext, wie zum Beispiel der Illusionen von Ich oder Nicht-Ich keine Wahrheit wäre. Es bedeutet nur, dass dies geringe, beschränkte, enge, subjektive Wahrheit ist, während sich überall im Kosmos ungestört auch das genaue Gegenteil verwirklicht.

Also: wer sich ins Nichts flüchtet, die Suche nach der Wahrheit aufgibt und so tut, als wüsste er alles und wäre mit allem fertig, belügt nur sich selbst und alle anderen.

Die Wahrheit ist das Fass ohne Boden, was nie ein lebendiges Wesen auch nur annähernd begreifen, geschweige denn ausschöpfen wird, und wenn man Menschen folgt, die solches von sich behaupten, sind nicht nur diese, sondern auch man selbst ein Narr. Denn das Spiel der Suche ist auf die Ewigkeit, die Unendlichkeit ausgelegt.

Wahrhaftig Erwachte wissen das, Spielen das Spiel weiter, suchen voller Hingabe und Vergnügen immer weiter nach mehr Wahrheit, tieferen und größeren Erkenntnissen, obwohl sie bereits das Ende der Suche erreicht haben.

Nur Narren verkünden das Ende der Suche, sind auf einer hohen Stufe der Wahrheit angekommen und zu faul, weiter zu gehen, glauben, sie könnten sich für immer auf ihren Lorbeeren ausruhen.
Die Wahrheit hat kein Ende, sie dehnt sich in alle Richtungen immer weiter aus.

Carlos Castaneda schrieb einmal, das Wissen habe 4 natürliche Feinde, die immer in derselben Reihenfolge auftreten: Angst, Macht, Klarheit und Alter.

Die Klarheit haben nun offensichtlich viele bereits erreicht und lassen sich von ihr verführen, den Weg nicht mehr weiter zu gehen, fallen ihr zum Opfer. Laut Castaneda sind sie besiegt, ist ihr Leben vergeudet.

In diesem Sinne möchte ich alle ermuntern, das Spiel weiter zu spielen, sich spielerisch und voller Hingabe und Freude weiter zu entwickeln, nicht um irgend etwas zu erreichen, sondern nur um des Spiels willen.
Dann wird jeder Augenblick zur Freude, zur Erfüllung, zur Liebe zum ganzen, auf ewig geheimnis- und wundervollen Sein.

Wir müssen gar nichts erreichen, auch kein Nichts, keine Leere, keine Stille, keine Gedankenlosigkeit, kein Nicht-Ich - denn wir alle sind schon DAS - Shiva, ewiges, unsterbliches Bewusstsein, welches seinen Tanz in der physischen Welt tanzt.

Om Nama Shivaya

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