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Beitrag vom 10.11.2015 08:17

Mode

Es ist sehr modern in sich für besonders spirituell haltenden Kreisen, das Ich einfach kurzer Hand zu Nichts zu erklären.

WEN wundert's auch, ist ES doch so praktisch, sich einfach im Nebel des Nicht-Ich zu verkriechen, wenn ES im schönen Schein des Seins mal kriselt, körperliche, materielle oder ideelle Probleme das Sein zu vermiesen scheinen: keiner da, den ES stört.

So sind die populärsten Persönlichkeiten des spirituellen Geschehens, die es ja nach eigener Darstellung ja gar nicht gibt, diejenigen die sich, ihr angeblich nicht vorhandenes Ich oder Ego, ihre Persönlichkeit, nach Herzenslust in Aufmerksamkeit und Anerkennung im Rampenlicht der spirituellen Öffentlichkeit suhlen.

ES ist immer leicht, den Meistern, Lehrern, Gurus der Geschichte zu folgen und sich zu fragen: WER will sich entwickeln, erleuchtet werden, vom Leid befreien, endlich im Sein ankommen?
Und noch leichter, einfach aufzugeben, wenn man da nicht auf Anhieb etwas oder jemanden findet, das, was wir wirklich sind irgendwie einfach nicht zu fassen scheint. Ist schließlich auch keiner da, den es juckt.

Die Frage nach dem WER zieht dem Ich den Boden unter den Füßen weg, weil es nichts findet, was es irgendwie benennen, beschreiben oder begreifen könnte. Das ist gut so, denn es zeigt dem Ich, dass es nicht DAS ist, das Maß aller Dinge, die Essenz der Existenz.

Aber nur die Faulsten begnügen sich damit, da einfach stehen zu bleiben und alles zu Nichts, zur Illusion zu erklären, sich aber weiter in dieser Illusion als etwas ganz Besonderes aufzuspielen und jeden, der sie zu kritisieren oder in Frage zu stellen wagt, angreifen, beleidigen, diffamieren oder ausgrenzen.

Wer im Nichts angekommen ist, steht erst am Anfang der Suche, die niemals ein Ende finden wird, weil sie nur ein Spiel, DAS Spiel, der Tanz des Göttlichen in der Materie ist. Natürlich kann man sich etwas vormachen, sich einfach ausklinken und behaupten: mich gibt es nicht - und das lauthals als die Befreiung schlechthin verkünden, sich dabei weiter wichtig nehmen und machen und alles und jeden nieder bügeln, was die eigene Heiligkeit zu bezweifeln wagt.

Alles kann und darf Sein - nichts muss. Mehr als einfach Sein geht nicht - und weniger genauso wenig. Alles UND Nichts sind nicht getrennt, Nicht-Zwei, alles ist schon perfekt UND wird immer noch besser.

Das, was wir wirklich sind, ist weitaus mehr als plumpes Nichts, das erscheint nur jenen so, die (sich) aufgegeben haben und darin hängen geblieben sind. Das ist zutiefst dualistisch.
Das ist der unendliche Kosmos, das unermessliche, unbegreifliche Unbekannte, dem wir unaufhörlich gegenüber stehen zwar auch, aber ebenso ist er es nicht.

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