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Beitrag vom 26.10.2015 17:38

ICH BIN

Zwischen "Ich bin", der Identifikation mit einer Person, und "ES ist - alles EIN SEIN ", gibt es eine gigantische Dimension mit fließenden Übergängen, ein nicht-dualistisches Feld von Teil-Identifikation, in dem ganz unterschiedlich starke Eindrücke von einem "Rest-Ich" zu existieren scheinen.

Aus der Nicht-Ich Perspektive, also ohne die unbewusste Anhaftung an eine Persönlichkeit, spielt das Ich, obwohl es natürlich weiter zu existieren scheint, keine Rolle mehr, weil es als Rolle erkannt wurde. Da sind auch solche Hirngespinste wie "ICH BIN" ebenso faszinierend, wir bedeutungslos. Solche Konzepte haben immer nur aus unbewusst identifizierten Perspektiven eine Bedeutung.

Man kann solche Konzepte aus der Nicht-Ich Perspektive durchaus verstehen, erkennen, wie sie zustande kommen, sie vollkommen annehmen, ohne auf sie herein zu fallen.

Aus der unbewusst identifizierten Perspektive erzeugen sie jedoch eine Abhängigkeit, die noch tiefer in die unbewusste Identifikation zieht, in eine zwanghafte Verteidigungsrolle, vor sich selbst und allen anderen ständig die eigenen Konzepte, das eigene Denken und Handeln verteidigen und all jene angreifen zu müssen, die dem Konzept nicht gerecht zu werden scheinen.

Es ist im Grunde nichts anderes, als eine Drogenabhängigkeit, und die Droge heißt: ICH. Es gibt im ganzen Sein nichts, was süchtiger macht, als ICH.

Viele Menschen, die tief gehende Erfahrungen im Bereich zwischen ES und ICH gemacht haben, sind zwar davon stark beeindruckt, meist sogar tief geprägt, aber solange sie nicht das reine ES-Sein erfahren haben, in dem das ICH zwar weiter existiert, aber völlig mühelos seinen natürlichen Platz einnimmt, sind sie weiterhin mehr oder weniger unbewusst mit dem Ich identifiziert, von der Droge abhängig.
Je intensiver die Erfahrung von ES als Ich war, umso mehr bläst sich das Ich auf, umso abhängiger macht es.

Erst wenn man ganz ES geworden ist, das Ich vollkommen im Es aufgegangen ist, kann man sich jederzeit bewusst damit identifizieren oder es lassen. Persönliche Freiheit gibt es nur ohne die Person.
Wer etwas anderes behauptet, hat entweder selbst keine Ahnung oder führt absichtlich scheinbar existierende andere Ichs hinters Licht, in die Sucht nach noch mehr Ich, um seine eigene Sucht zu verbergen.

Daher ist dieser ganze Eso- und Erleuchtungsquatsch eine riesen Falle. Es sind nichts weiter, als aufgeblasene Konzepte, die entweder dem eigenen Ich oder einem erweiterten Ich in Form von Familie, Gruppe, Volk, Menschheit, lebendigen Wesen jeglicher Art dienen, dem Huldigen der Sucht nach immer mehr Ich.

Das, was wir wirklich sind, ist auch Ich, aber in keiner Weise davon abhängig, denn es hat unendlich viele Ichs zur freien Verfügung.
Es gibt ein Ich, aber das muss immer an Grenzen gebunden bleiben, die es definieren und von allem anderen unterscheidbar machen. Es ist nicht das, was wir wirklich sind, sondern es ist IN UNS.

Aham Brahmasi ॐ Das Göttliche sind wir - und zwar alle gemeinsam und gleichzeitig. Das Ich, wie auch jede erweiterte Form davon, ist nur eine Droge, von der manche sich abhängig machen und es, wie bei fast jeder Sucht, zunächst nicht einmal bemerken.

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