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Beitrag vom 29.07.2015 19:19

Zunächst nochmal ein ganz besonders herzliches Dankeschön an all jene "da draußen", in dem Bewusstsein meiner Projektion von mir, die so wunderbar wach und klar das Ich annehmen, sich bewusst mit ihm identifizieren, es pflegen und genießen, gleichzeitig noch für andere da sind und dennoch wissen und nie vergessen, dass es sie und die Anderen gar nicht gibt.



Und nun noch ein paar Worte zur Wurzel aller Probleme, dem einzigen Hindernis, dauerhaft in Liebe, Frieden und Glückseligkeit zu leben: der Angst vor dem Tod.

Der Tod an sich ist gar nichts Schlechtes, sondern das, was uns überhaupt am Leben hält, für eine ständige Erneuerung des ganzen Seins sorgt, in jedem Augenblick den Raum für Neues schafft und damit erst ein fließendes Entstehen und Vergehen ermöglicht.
Denn Leben ist kein statischer Zustand, an den wir uns für alle Ewigkeit klammern könnten, sondern Bewegung, ewiges Fließen, ein unaufhörliches geboren Werden und Sterben, was überall im ganzen Sein stattfindet, die Illusion von Existenz überhaupt erst erscheinen lässt.

Der Tod also, die eine Hälfte des Lebens, die manche scheinbar so sehr ablehnen und fürchten, ist fürs Leben genauso wichtig wie das Entstehen, die Geburt.
Er ist der Zustand der Zeitlosigkeit, der Zustand ohne belastende Vergangenheit und ohne gefährliche Zukunft, den so Viele paradoxer Weise fürchten, obwohl sie sich genau nach diesem sehnen, dem reinen Sein ohne die Last der Vergangenheit und die Gefahren und Ungewissheiten der Zukunft.

Wer sich also weigert, den Tod zu akzeptieren, weigert sich, ohne Vergangenheit und Zukunft zu leben, das Jetzt vollkommen so anzunehmen, wie ES sich uns gerade zeigt. Und erschafft genau damit die ganzen Probleme, die ihn (und dann, wenn er gelernt hat, sie zu für sich Selbst zu verdrängen, scheinbar alle anderen, die Tiere, Pflanzen, den ganzen Planeten) belasten, denn die Wahrheit ist nun mal, dass es im Jetzt, dem zeitlosen, ewigen Jetzt, gar keine Probleme geben kann.

Mit der Angst vor dem Tod fordert also das scheinbar existierende Ich eine Versicherung auf eine Zukunft, in der es weiter existiert, weigert sich, den zeitlosen Moment des Jetzt bewusst zu erleben, verschiebt das vollkommene Eintauchen ins reine Sein, ewigen, inneren Frieden, Liebe, Gerechtigkeit und Glückseligkeit in genau die ungewisse Zukunft, vor der es sich so fürchtet.
Ganz nach dem Motte: lieber eine "sichere" Existenz in Ungewissheit, Schmerz und Leid, umgeben von "bösen" Menschen und Mächten, die scheinbar sich und anderen eine Existenz in Frieden und Glückseligkeit verwehren, als auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde das Ich, und damit die es erzeugende Vorstellung von Vergangenheit und Zukunft, in Frage zu stellen.

So ist es genau diese Angst vor dem Tod, die viele Menschen unaufhörlich dazu treibt, mehr oder weniger unbewusst immer neue Probleme und Aufgaben zu suchen, die noch zu lösen und erledigen sind, nur damit sie sich in der Illusion der Sicherheit wägen können, auch in einer Zukunft, die noch gar nicht existiert, weiterhin da sein, zu leiden, neue Probleme und Aufgaben suchen und gegen vermeintliche Ungerechtigkeiten kämpfen zu können.
Und dabei witziger Weise unaufhörlich sterben und neu geboren werden, ohne irgend etwas davon mitzubekommen, weil ihre ganze Aufmerksamkeit ständig zwischen Vergangenheit, Zukunft und fernen Orten hin und her pendelt.

Und noch witziger (für viele aber auch bitterer Ernst) ist dabei die Tatsache, dass der Tod des individuellen Ich, ebenso wie dieses Selbst, nur eine Illusion ist.

So, wie es der Sufi Meister Hazrat Inayat Khan einmal ausgedrückt hat: "Etwas wie Sterblichkeit existiert nicht, nur die Illusion und der Eindruck dieser Illusion, die der Mensch sein Leben lang als Furcht im Auge behält."

Fazit: die Illusion eines Ich (auch und erst Recht eines "Ich Bin") erschafft pausenlos die Illusion von Zeit, von Anfang und Ende, um sich immer weiter vorgaukeln zu können, es existiere wirklich - und damit auch die Furcht vor der Zeitlosigkeit, vor dem eigenen Ende, dem Tod.
Was in Wahrheit nichts anderes ist, als aufzuwachen ins ewige Jetzt, ins unvergängliche, zeitlose Sein, unsere wahre Natur, die wir niemals aufgegeben oder verlassen haben.

ES ist! Jetzt und hier, bis in alle Ewigkeit. Du auch? Lebst du schon, oder planst du noch, erst dich und dann die ganze Welt zu befreien, bevor du wirklich anfängst, zu leben?
Wenn du noch irgendwo zu lösende Probleme siehst, glaubst, irgend etwas verbessern oder bekämpfen zu müssen, fürchtest du dich nur vor dem Eintauchen ins reine Sein, ins ewige Jetzt - vor dem Tod.

Einfach hier und Jetzt ganz Sein - mehr geht nicht. Weniger auch nicht. Der Rest existiert nur in der Vorstellung, ist reine Illusion. Ebenso wie der Tod. Er lauert nicht irgendwo dort draußen in einer dunklen Ecke, um dich zu holen, sondern ist ein Teil von dir, eine Illusion in deinem Bewusstsein, welche die Illusion von deinem Ich ständig neu geboren werden lässt.

Liebe IST. Genau hier, genau jetzt. Immer. Es gibt kein Später, in dem sie endlich kommt und kein Früher, in dem mal alles viel besser und schöner war.

Love IS here Now!

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