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Beitrag vom 12.07.2015 15:24

Ich wurde gebeten, einmal etwas über Erfolg zu schreiben. Ein Thema, was mich schon seit langem äußerst selten beschäftigt. Und das offenbar aus gutem Grund:

Nach Wikipedia: "Der Begriff Erfolg bezeichnet das Erreichen selbst gesetzter Ziele."

Also etwas nur allzu typisch Menschliches, was sonst überall in der Natur vergeblich Seinesgleichen sucht. Dient es doch recht offensichtlich nur der Definition von Grenzen, der Illusion von einem unbewussten Ich, was etwas erreichen könnte.

In der Vorstellung meiner persönlichen Geschichte habe ich schon seit meiner Kindheit immer nur als Erfolg gesehen, wenn sich Wünsche, sofern versehentlich mal welche auftauchen, mit dem geringsten möglichen Aufwand erfüllen lassen. Wobei ich unter Aufwand alles verstand, wozu man sich überwinden oder zwingen muss.
Das erschien mir irgendwie immer unnatürlich, weswegen Darwin für mich auch immer eine äußerst bedauernswerte Gestalt war, die mein ganzes Mitgefühl hatte.

Erfolg ist wohl, ganz egal, worauf sich das Kollektiv der Menschheit zu einem beliebigen Zeitpunkt auch einigen mag, reine Definitionssache.

Die Kräuter auf meinem Balkon zum Beispiel könnte man unter Umständen, wenn man ihnen unterstellt, dass sie einfach nur wachsen wollen, als äußerst erfolgreich betrachten.

Wie alles andere auch, ist Erfolg natürlich nichts weiter, als Projektion, eine virtuelle, anmutige Drehung im ewigen Tanz in Maya. Wer Freude daran hat, kann damit spielen, solange ES ihm gefällt.
Und natürlich auch ernst nehmen, wobei dann allerdings das Abgleiten in unbewusste Identifikation meist kaum vermeidbar ist. Aber selbst das gehört ja für Manche unverzichtbar zum Spiel.

Im Grunde ist Erfolg also völlig neutral. Erst das Ich gibt ihm Bedeutung und Wichtigkeit, die Illusion von einem absoluten Wert, was ihm erlaubt, sich dadurch selbst als gut oder schlecht zu definieren und damit das Gefühl zu geben, Jemand zu sein. Aber das Ich ist und bleibt Projektion, egal, ob es sich für etwas Besseres hält, weil es für sich und die ganze Welt so gut ist, oder etwas schlechteres, weil es die (meist unbewusst) selbst gesteckten Ziele nicht erreicht.

Erfolg ist also alles in allem ein ganz netter Zeitvertreib, wenn man nicht schon vom Sein an sich vollkommen erfüllt und von Liebe für den ganzen Kosmos durchdrungen ist.

Om Nama Shivaya. ॐ

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