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Beitrag vom 09.07.2015 03:49

Liebe & Beziehungen - immer wieder ein beliebtes Thema.

Was macht Beziehungen zwischen zwei Partnern so interessant? Natürlich die Illusion, ein Ich zu sein, was von der Welt abgetrennt ist - und da wir das ja nicht wirklich sind, ganz zwangsläufig einen Mangel zu verspüren, den wir fast ununterbrochen mit irgend etwas im scheinbaren Außen zu stopfen versuchen.

Da gibt es ja nicht nur den heiß ersehnten, genau passenden Partner, der einem, wenn natürlich auch nur vorübergehend, mal eine Pause vom Gefühl der Isolation gewährt. Alles Mögliche wird rein gestopft, von Wohlstand, Macht, Gier, Anerkennung, Aufmerksamkeit, Sicherheit, Ethik, Moral, Frieden, Natur, Schönheit, Liebe über Glaube, Esoterik und Spiritualität bis eben zur Beziehung - nur um immer wieder festzustellen, dass es ein Fass ohne Boden ist, was früher oder später gnadenlos ALLES spurlos verschlingt.

Kann alles nicht von Dauer sein, weil das abgetrennte Ich nun mal nur eine Illusion ist. Solange man sich damit identifiziert, muss immer irgend etwas fehlen.

Um es vorweg zu nehmen: ich ( also die momentane Projektion meiner Person im kosmischen Bewusstsein ) habe absolut nichts gegen Beziehungen, schon gar nicht gegen längere. Nur lässt sich damit auf keinen Fall die innere Stille ersetzen, die das reine Sein an sich und die damit verbundene, innige Beziehung zu allem und jedem ermöglicht.

Ich hatte das Glück, überwiegend lange Beziehungen zu erfahren, die sich mehr oder weniger unerwartet und spontan als Geschenk entwickelt haben, nicht aus der Suche nach einer Partnerin als Ergänzung der eigenen Person oder dem Gefühl des Mangels und der Unvollständigkeit.

So waren sie dann auch absolut traumhaft, auf unerklärliche Weise gleichzeitig erfüllend, das ganze Sein in Glanz und Strahlen tauchend und doch irgendwie seltsam unwirklich wirkend - eben ein unerwarteter, ja unvorstellbarer Traum, wie nicht von dieser Welt.

Diese Empfindung beschränkt sich jedoch keineswegs auf Partnerschaften, sondern durchzieht wie ein roter Faden mein ganzes Leben. Genauso, wie die damit verbundene, unbeschreibliche, tiefe Liebe nie allein auf die Partnerin beschränkt war, sondern immer da ist, so blendend hell und strahlend, den Kosmos bis in den letzten Winkel erleuchtend und erfüllend und nur darauf wartend, erfahren und verschenkt zu werden. Auch wenn man ganz allein ist.

Es ist die unerschöpfliche Liebe in der Beziehung zum kosmischen Geist, der sich in allem und jedem ausdrückt, alles durchdringt und umschließt, und die nie auch nur für einen winzigen Augenblick unterbrochen ist. Das unbeschreibliche Gefühl, niemals getrennt, immer Teil eines unermesslichen Ganzen und mit allem verbunden, in Beziehung zu sein.

Es ist das reine Sein an sich, das bewusste Wahrnehmen und von ganzem Herzen Annehmen der Illusion des ganzen Kosmos als eine perfekte Einheit, ohne sich außerhalb, getrennt davon zu sehen - die perfekte Illusion, die Matrix als Ganzes zu erkennen und anzunehmen, ohne sich darin zu verlieren.

Da ist kein Ich, was liebt oder geliebt wird, was mit irgend jemandem oder etwas eine Beziehung sucht oder "hat" und wieder verlieren könnte - da ist nur Liebe, nur Beziehung. Erscheinungen, Objekte sind nicht durch Eigenschaften definiert, die zufällig entweder zueinander passen oder nicht, sondern sind ein einziges, unendliches Netzwerk von Beziehungen, verbunden durch die Liebe zum Sein selbst.

Da ist nicht nur die tolle Natur, die Schönheit, das Richtige, das Gute, woran sich viele so verzweifelt zu klammern versuchen und es doch immer wieder verlieren. Da ist nur das unendliche Geflecht von Beziehung, in dem alle Eigenschaften der Erscheinungen nur durch ihre Beziehung zu einander in einem einzigen Augenblick definiert werden: JETZT. Und diese Beziehungen sind alle nichts als Ausdruck kosmischer Liebe, die entweder erkannt, erfahren wird, oder nicht - ein ewiges, perfektes Zusammenspiel von völlig neutralen kosmischen Kräften, die gleichzeitig ständig Neues erschaffen und zerstören in einem niemals endenden Spiel der Projektionen im kosmischen Bewusstsein.

Genießt dieses grandiose Schauspiel in all seinen Facetten - oder grämt euch, sucht nach den Fehlern darin und versucht sie aus der Welt zu schaffen. Es wird euch niemals gelingen, denn es gibt keine Fehler, nur falsche, zu enge Perspektiven auf das, was IST.

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