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Beitrag vom 28.06.2015 12:29

Das Negative, Düstere gehört zum Leben, genauso wie das Positive, schöne.

Es zu leugnen oder bekämpfen, ist vollkommen zwecklos und führt nie zur wahrhaftigen Befreiung.

Im Bardo Thödol, dem im Westen sogenannten tibetischen Buch der Toten wird sehr genau beschrieben, wie und weshalb das Folgen negativer Impulse, sei es auch nur, um sie zu vermeiden, verhindern, überwinden, bekämpfen oder lösen, genau das Gegenteil von Befreiung bewirkt.

Es wird zwar das Buch der Toten genannt, ist aber, da Tod und Leben nicht voneinander getrennt sind, bei rechter Betrachtung genauso das Buch des Lebens.

Das Problem an der Beschäftigung mit dem Bösen jeglicher Art, egal mit welchen noch so guten Absichten ist, dass es die Identifikation mit dem Ich, der Vorstellung der eigenen Persönlichkeit, enorm verstärkt.

Verliert man immer wieder den Kampf gegen das vermeintlich Böse auf der Welt, wird man ohnehin immer tiefer in Frustration und Leid, in die unbewusste Identifikation mit einem Versager, in Hass und Aggressionen gegen die vermeintlichen Verursacher hinein gezogen.
Gewinnt man aber, dann ist das Ergebnis noch viel schlimmer, denn es bestätigt, stärkt das Ich, und macht noch abhängiger von der Vorstellung der eigenen Persönlichkeit.
Es bewirkt Hochmut und die Illusion, das Böse wäre vernichtet, obwohl es nur gelungen ist, es vorübergehend aus dem winzigen Bereich des persönlichen Bewusstseins zu verdrängen.

Ich schreibe es euch immer wieder gerne, ihr lieben Umweltschützer, Tierschützer, Gesundheits- und Moralapostel, Gegner von Politik, Wirtschaft, Militär, Chemie oder was auch immer: ihr kämpft nur gegen euch selbst, versucht, einen Teil von euch, den ihr im inneren leugnet und stattdessen nach Außen projiziert, zu vernichten.
Und ihr könnt diesen Kampf nie gewinnen, denn das, was ihr wirklich seid, ist das GANZE, MIT allem Bösen!

Alles, woran unser Geist anhaftet, sei es auf positive oder negative Weise, verhindert es, unser Sein als die vollkommen freien Wesen zu erfahren, die wir wirklich sind.

Alles, woran unser Geist haftet, ist etwas, was wir noch zu integrieren haben, denn es erscheint im Außen, obwohl es in unserem Inneren ist. Das, was wir vollständig integriert haben, erscheint oder berührt uns nicht mehr, kann uns weder verzücken, noch aus der Bahn werfen, denn es ist das, WAS WIR SELBST sind.

Sicher, diese Vorstellung von einer Person, die wir immer wieder glauben zu sein, erlebt absolut schreckliche und ebenso wundervolle Momente, doch all das geschieht in uns. Wir sind nicht die Person, der es widerfährt, sondern das, was dem gewahr wird.
Wir sind das Ganze, in dem alles Schöne und Schreckliche friedlich miteinander vereint ist, wir sind gleichzeitig Alles UND Nichts.

Ihr könnt euch weiter etwas vormachen und so tun, als ob ihr mit dem Bösen nichts zu tun hättet und es nur "dort draußen" existieren würde, könnt euer ganzes Leben damit zubringen, es da bekämpfen, vernichten oder verhindern zu wollen, euch zwanghaft auf jedes vermeintliche Übel dieser Welt in der Absicht stürzen, es auszumerzen.
Das bewirkt überhaupt nichts, außer euren Geist weiter gefangen zu halten in euren Vorstellungen von Ich und Welt.

Ihr könnt euch ebenso weiter etwas vormachen und glauben, dass alles Gute irgendwann, irgendwo dort draußen ist, ihr und die Welt eines Tages perfekt sein werdet, wenn ihr euch nur genug anstrengt, ihm weiter nach jagt, bis ihr zu erschöpft dazu seid.

Ihr könnt aber auch einfach nur mit Leichtigkeit, entspannt, gelassen, voller Frieden, Mitgefühl, Liebe und Freude das sein, was ihr wirklich seid - vollkommen freier, kosmischer Geist, der des ganzen Weltgeschehens staunend gewahr wird - als das wundervolle, dramatische Schauspiel in eurem Inneren.
Das schließt das Mitspielen in keiner Weise aus, nur bleibt man sich dabei bewusst, dass man nicht nur die Figur ist, die mitspielt und der mitunter übel mitgespielt wird.

Und wenn ihr euch jetzt fragt, warum ich das alles schreibe: ES geschieht einfach. Man könnte unendlich viele Gründe dafür oder dagegen finden.

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