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Beitrag vom 22.05.2015 12:58

Zeit nehmen wir gerne ungeheuer ernst und wichtig. Immerzu setzten wir uns Termine, die es einzuhalten gilt, um Leid, Schmerz und Probleme zu verhindern - versuchen Zeit zu sparen, um uns dem widmen zu können, was uns Freude macht.



Zeit ermöglicht überhaupt erst unsere Geschichte, die Illusion einer Person, die wir als Ich bezeichnen und die sich mit konstanten Eigenschaften, welche wir dann stolz Charakter nennen, durch die Welt zu bewegen scheint.



Doch gibt es diese messbare, lineare Zeit überhaupt, die immer mit genau der gleichen Geschwindigkeit abzulaufen scheint, wie es uns auch die Uhr anzunehmen nahe legt?

Ist es nicht vielmehr so, das Zeit sich immer mehr verdichtet, zu verfliegen scheint, je mehr wir uns dem Augenblick hingeben, ihn mit dem ganzen Wesen erleben - und dass sie sich immer weiter auszudehnen scheint, wenn wir auf etwas warten, dem ewigen Jetzt entfliehen möchten, in die Vergangenheit oder Zukunft, weil wir das Jetzt in der Form, in der ES sich gerade zeigt, ablehnen?



Das ewige Jetzt ist jenseits der Zeit UND in allen Zeiten, überwindet jede Trennung, verbindet alles Sein über alle Zeiten hinweg zu einem einzigen, unendlich großen Ganzen, das uns nur eines zu sagen scheint: ES IST - ewiges, reines Sein in unendlicher Vielfalt, unendliche Freude, unendliches Leid.



Genau JETZT ist schon alles verwirklicht, was es je zu erreichen gibt, und jedes Ziel dient nur dem Ich, der illusionären Person in der Geschichte, seine eigene Wichtigkeit zu beweisen und zu zementieren.



Die Zeit scheint die eine, unendliche Geschichte in lauter winzige Stücke zu zerreißen, die von einzelnen Personen in ihrer eigenen Welt erlebt zu werden scheint.



Doch alles geschieht nur in einem einzigen Moment: dem Jetzt, das sich in die Zeit entfaltet und mit ihr verschmilzt.
Alle Trennung ist nur Täuschung, Illusion, eine Idee im ewigen, kosmischen Bewusstsein - ist nur Spiel, Traum, göttlicher Tanz, hat keinen Anfang und kein Ende.



Bewegt sich der Strom der Gedanken in der Zeit nicht mehr aus dem Jetzt, dann wird jedes Leid unmöglich, denn Leid ist kein Gefühl, sondern nur die Vorstellung, dass ein Mangel oder Überschuss an Gefühl im Jetzt schon lange andauern würde, schon einmal da gewesen wäre und nicht mehr aufhören oder immer wiederkehren würde.

So ist jedes Leid, das eigene ebenso wie das aller anderen Wesen, im Jetzt vollkommen substanzlos, nur eine Idee im kosmischen Bewusstsein, eine Vorstellung von etwas irgendwo anders als hier, in einer anderen Zeit - ein reiner Gedanke, kein echtes Gefühl.



Nur Hier und Jetzt ist wahr und wirklich, dieser einzigartige und gleichzeitig unendlich vielfältige Augenblick, der von allen lebendigen Wesen ihre ganze Existenz hindurch auf ihre eigene Weise und in immer neuen Formen erfahren wird.

Wer diesen Augenblick nicht voller Freude, Liebe, Frieden und Geborgenheit erfährt, hat sich aus dem Jetzt bewegt, lebt nur noch in einer Vorstellung von Morgen oder Gestern und nicht mit voller Hingabe an das, was Hier und Jetzt ist.



All das sind nur Vorstellungen im kosmischen Bewusstsein, substanzlose Wolken am Himmel des ewigen Jetzt, die vorüber ziehen, ohne einen Schatten zu werfen oder eine Spur zu hinterlassen, als wollten sie uns nur immer wieder sagen: SEI EINFACH!

Om Nama Shivaya ॐ

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