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Beitrag vom 15.05.2015 19:40

Erleuchtung

Es gibt in der Geschichte der Person Momente unterschiedlicher Länge und Intensität, die man als Erleuchtung bezeichnen könnte. Das können tiefe Einsichten in kosmische Zusammenhänge des Bewusstseins sein, aber auch intensive Erfahrungen mit vollkommener Verschiebung des Denkens, der gesamten Wahrnehmung und Empfindung von Ich und Welt.

Je tiefer solche Momente der Erleuchtung sind, umso mehr tritt das Ich in den Hintergrund und umso mehr wird das ganze Sein als eine einzige Einheit empfunden, in der alles mit allem verbunden ist.

Die Welt erscheint in nie gekannter Klarheit und alles ist von einem unbeschreiblichen Strahlen überzogen. Selbst das Denken folgt nicht mehr mühsam irgendwelchen komplizierten Prozessen, sondern entspringt spontan dem reinen Sein und offenbart die Wirklichkeit in ihrem ursprünglichen Sinn, lässt keine Fragen offen und transformiert jeden Widerspruch augenblicklich.

Gefühle sind nicht mehr separate Formen, die sich in Gut und Schlecht sortieren lassen, sondern alle Liebe, aller Schrecken, alle Trauer sind ein einziges, untrennbares Ganzes. Jedes Objekt der Betrachtung wird zum perfekten, vollständigen Spiegel des unfassbaren Ganzen, erschüttert das Sein bis in den innersten Kern, ist überzogen von unbeschreiblichem, strahlendem Glanz, durchdrungen von unermesslicher Schönheit, erfüllt von unendlicher Trauer - in schmerzhafter Intensität und zugleich von unvorstellbarer Sanftheit und Wonne durchflutet.

Dies ist das wahre Sein, welches nur dem abgetrennt erscheinenden Ich verborgen bleibt, solange man versucht, etwas zu erreichen. Es gibt für die Person, das Ich, keinen Weg dort hin, denn es ist nur ein Bestandteil der Geschichte, nicht das Selbst, was das wahre Sein niemals verlässt.

Das Selbst in seinem erleuchteten Zustand ist das, was wir wirklich sind, was hinter all den vergänglichen Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Erfahrungen eines unberechenbaren Ich immer gleich bleibt in seiner unermesslichen Schönheit, seinem ewigen Frieden und seiner durch nichts zu erschütternden Freude. Niemand kann an einen Ort gelangen, den er nie verlassen hat.

Om Nama Shivaya.

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