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Beitrag vom 24.04.2015 14:41

Wäre der Kosmos eine Person, müsste man ihn wohl als total irre und schizophren bezeichnen. Er ist sanft, unendlich großzügig, liebevoll und intolerant, gnadenlos und brutal zugleich. Für alles gibt er seinen Raum, sich zu entfalten und wieder zu vergehen.

Er lässt ein Naturreich entstehen und vergehen, in dem das Gesetz gilt: Fressen oder gefressen werden.
Er lässt Religionen entstehen, die Liebe, Gnade und Mitgefühl predigen, aber auch leben, und ebenso diese Werte gnadenlos mit Gewalt und Tod zu verbreiten trachten.
Er lässt eine Wissenschaft entstehen, die den geistigen Spielraum des Individuums, die individuelle Freiheit zu vergrößern trachtet - mit Gesetzen und Grenzen von Energie und Materie, die der Freiheit Einhalt gebieten.
Er lässt politische und wirtschaftliche Systeme entstehen, die ein Leben in Frieden, Reichtum und Gerechtigkeit für alle ermöglichen sollen, die aber die Menschheit in verschiedene Schichten teilen, neue Ungerechtigkeiten und einseitige Armut schaffen und die Umwelt schädigen.

Und mitten in diesem grandiosen kosmischen Schauspiel sitzen wir, die vermeintlichen Hauptdarsteller, die glauben, alles besser machen zu können.

Wie kommt es nun, dass wir uns immer wieder mit dieser Rolle des ohnmächtigen, räumlich, zeitlich und emotional begrenzten und von der Welt abgeschnittenen Ich identifizieren?

Wenn wir in der Vergangenheit nach Gründen suchen, werden wir sofort wieder ins Ich und seine Vorstellungen hinein gezogen, denn Vergangenheit ist nichts, was wirklich existiert, sondern bewusstes Erleben im Jetzt.

Erinnerung bedeutet nichts anderes, als dass wir dieselben Inhalte aus dem ewigen Jetzt ins Bewusstsein befördern, die wir schon einmal da heraus geangelt haben. Sie sind immer da, waren es schon immer und werden es immer sein.

Mit der Zukunft verhält es sich auch nicht anders. Sie existiert nicht wirklich, sondern ist nur eine Vorstellung im Jetzt, bewusstes Sein in diesem Augenblick, bestehend aus zusammengesetzten Bewusstseinsinhalten, unwandelbaren und immer vorhandenen Erscheinungen des ewigen Jetzt.

Die einzig vernünftige Erklärung, rein auf Tatsachen basierend und ohne Vorstellungen ist, dass es gar niemanden gibt, der sich bewusst oder unbewusst damit identifiziert. Das Ich scheint einfach nur zu geschehen und wieder zu vergehen. Wie Blasen, die aus der unendlichen Tiefe des kosmischen Bewusstseins an die Oberfläche auftauchen und wieder darin versinken. ES ist.

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