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Beitrag vom 10.02.2015 20:24

Die Magie des Nichttuns

Die meisten Menschen sind immer beschäftigt, wenn sie nicht gerade schlafen. Jede Lücke im Alltagsgeschehen wird emsig gefüllt mit Planen, Probleme wälzen oder Tätigkeiten, die man nur ausführt, weil man sich irgendetwas davon verspricht, etwas zu vermeiden versucht oder weil man das eben so macht.

Nichttun wird immer gerne gleich gesetzt mit Nichts tun, was es jedoch keineswegs sein muss. Nichttun ist einfach nur absichtsloses Sein. Das kann tatsächlich gar nichts tun bedeuten, aber auch Handeln ohne Ziel.

Beinahe jede Handlung, die wir begehen, verfolgt einen Zweck. Entsprechend hat auch jede Handlung ihr Nichttun, das Ausführen der Handlung, ohne ein Ziel damit zu verfolgen.

Die Magie des Nichttuns liegt nun ganz einfach darin, dass es uns aus unserem gewohnten, immer auf irgend ein Ziel ausgerichteten Sein zurück in unsere wahre Natur holt. Das bedeutet natürlich nicht, wir wären jemals auch nur für einen Bruchteil einer Sekunde nicht in unserer wahren Natur gewesen. Nur das, womit wir uns im Alltag identifizieren, unser ich, ist sich dessen häufig nicht mehr bewusst, was zu allerlei Unannehmlichkeiten führen kann.

Das Nichttun, also nichts zu tun oder zu handeln, ohne damit einen konkreten Zweck zu verfolgen oder etwas zu vermeiden zu wollen, führt nicht unbedingt dazu, dass wir nicht mehr denken, sondern es gibt uns nur die Gelegenheit, einfach alles geschehen zu lassen.

Nichttun führt nur das Bewusstsein zum Selbst. Es erlaubt uns, alles völlig wie gewohnt zu tun, selbst das Denken, und uns dabei gelassen zuzuschauen. Es führt uns in unser ursprüngliches Sein und macht alles, was wir tun und was geschieht, wieder zu dem, was es eigentlich ist: ein kosmisches Geschehen, was auf ganz natürliche Weise dem Fluss der Kräfte folgt.

Dabei kann es natürlich nach wie vor zu Wünschen, Ängsten, Schmerzen oder Spannungen kommen. Doch wir wissen dann: das sind nicht wir. Wir beobachten uns Selbst und das Geschehen, ohne damit identifiziert zu sein, und aus dieser unbeteiligten, heiteren Gelassenheit kann sich tiefe Liebe und Hingabe zu dem entfalten, was wir gerade tun oder nicht tun.

Und wenn wir dabei vollkommen bewusst bleiben, zieht es uns auch nicht wieder in die Identifikation mit dem Wunsch, diesen Zustand zu erhalten. Wir können in tiefer, innerer Freude und Glückseligkeit verweilen und aus allem Geschehen neue Erkenntnisse gewinnen, die uns erlauben, diese innere Gelassenheit, Freude und Liebe auch mit anderen zu teilen.

Die kosmische Harmonie wird niemals durch irgend etwas gestört. Es ist immer nur unser Ich, was aus dem Gleichgewicht gerät und in Zorn, Ängste, Neid, Gier und Unwissenheit hinein gezogen wird. Aber selbst das kann uns nichts tun, wenn wir gelernt haben, uns durch Nichttun zu distanzieren, anstatt uns unbewusst hinein ziehen zu lassen.

Alles Liebe. 💙 😊 🌃 ॐ

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