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Beitrag vom 07.02.2015 11:53

Begrenzungen

Fast alles, was wir über die Dinge oder bestimmte Personen wissen, sind Begrenzungen. Wir glauben, das zu brauchen, um unsere Welt "richtig" einschätzen und uns entsprechend verhalten zu können.

Wir sortieren fleißig alle Eigenschaften, die das Sein in einer beliebigen Erscheinung begrenzen, in positiv und negativ, ziehen eine Bilanz und versuchen dann in Abhängigkeit davon, bestimmte Erscheinungen zu meiden oder zu suchen.

Das ist offenbar im Laufe der Entwicklung eines Bewusstseins von Persönlichkeit wichtig und notwendig. Doch ist individuelles Bewusstsein unverkennbar auf grenzenloses Wachstum ausgelegt.
Bleiben wir fest bei unseren Vorstellungen der Erscheinungen in ihrer Begrenzung, bei unseren Ideen von Ich und Welt, dann kann sich "unser" Bewusstsein nicht mehr weiter entwickeln.

Das trifft sogar auf so spirituelle Vorstellungen wie "alles ist Illusion" und "nur Nichts ist wirklich" zu. Das sind auch Begrenzungen, die den GEIST auf etwas festlegen, von dem wir vorübergehen glauben, besser damit umgehen zu können.

Kein Wunder also, dass der Drang nach Entwicklung des Bewusstseins immer wieder und auf allen Ebenen menschlichen Daseins auf die Notwendigkeit des Loslassens von Begrenzungen stößt und dieser Begriff im Zusammenhang mit Entwicklung und Heilung des individuellen Bewusstseins, und damit automatisch auch der ganzen Welt, immer öfter auftaucht.

Doch leider wird, zumindest vorübergehend, dieses Loslassen immer wieder völlig falsch verstanden. Weil die Erscheinungen mit ihren Begrenzungen verwechselt werden, versucht man sie anstatt der Begrenzungen loszuwerden.
Doch Wachstum des Bewusstseins beruht auf Integration, nicht auf Verdrängen oder verwerfen. Es beruht auf Annahme, nicht auf Ablehnung, auf Transformation der Grenzen, und nicht darauf, alles Unangenehme einfach über die eigenen Grenzen hinaus irgendwo in die Unendlichkeit zu verschieben oder das Bewusstsein ausschließlich mit dem Angenehmen füllen zu wollen.

Angenehm und Unangenehm sind einfach nur ein Ausdruck der Grenzen, die wir zwischen uns und den Erscheinungen der Welt gezogen haben, für die wir etwas empfinden. Nur die Erkenntnis und Erfahrung, dass ein Teil von uns diese Grenzen willkürlich gezogen hat und sie nur aus unserer individuellen Perspektive überhaupt existieren, führt ins natürliche Sein der tiefen Verbundenheit mit Allem.
Und in dieser Verbundenheit kann sich unendliche Liebe, echtes Verständnis und tiefes Mitgefühl ausdrücken.

Dann kann sich unser Sein natürlich und grenzenlos entfalten. Das tut es zwar ohnehin, aber es lebt sich leichter, wenn man sich dessen auch bewusst ist, anstatt dagegen anzukämpfen.

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