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Beitrag vom 22.01.2015 22:49

Mir wurde schrittweise von etwas, was ich früher als außerhalb von mir empfunden und entsprechend meiner geistigen Entwicklung als verschiedene mehr oder weniger abstrakte, fremde Wesen interpretiert habe verdeutlicht, dass wir alle in unserer wahren Natur vollkommen freier Geist sind, der sich auf eigenen Wunsch in das Abenteuer einer begrenzten, materiellen Existenz begeben hat.

Ich könnte es Gott, einen Engel oder einen immateriellen Guru nennen, der mich in allerlei Gestalt, mitunter auch einfach nur als innere Stimme oder als Mensch gelehrt hat, wie die Erscheinungen der Welt zueinander in Beziehung stehen und was sie bedeuten.

Dabei wurde mir immer klarer, dass auch dieser innere und äußere Guru nichts "da draußen" ist, sondern ein Teil von mir, der mir hilft, immer mehr mein ganzes Wesen zu begreifen.

Die Vorstellung von meinem Ich oder Ego wurde dabei keineswegs gelöscht oder vernichtet, sondern nur verändert, erweitert. Und es wurde ebenso immer deutlicher, dass dieses Ich nicht mein wahres Selbst ist, welches weit darüber hinaus geht, sondern es nur der Erfahrung der individuellen Existenz dient.

Und es wurde mir auch immer klarer, dass dieses wahre Selbst eben der vollkommen freie Geist ist, der nicht nur mein eigenes wahres Selbst hervor gebracht hat, sondern die Quelle aller Existenz ist, auch die aller anderen Lebewesen, ja, des ganzen Kosmos, der selbst ein lebendiges Wesen ist.

Ein Teil von UNS allen, unserem wahren Selbst, erschafft alles, was existiert, in einem wundervollen, vollkommen harmonischen Zusammenspiel, in dem alle Widerstände, Konflikte und Disharmonien nur temporäre, lokale Phänomene sind, die sich im großen Ganzen immer ausgleichen.

Ein individuelles Selbst und eine individuelle Seele sind nichts weiter, als die Interpretationen eines individuellen Bewusstseins, eine Spiegelung seiner Selbst in der unendlichen Projektionsfläche des kosmischen Ganzen. Es ist nur ein Trugbild, ein egoistischer Wunsch, der ganze Kosmos möge doch bitte so ähnlich beschaffen sein, wie das eigene, begrenzte Ich.

Aber "dort draußen", was in Wahrheit unser aller gemeinsames, kosmisches Bewusstsein ist, gibt es nur einen Geist, eine Seele, und wenn es außerhalb unserer Vorstellung individuelle Seelen gäbe, wären diese alle verwandte Seelen.

Deshalb sind wir alle "kompatibel", können wir uns alle lieben, auch wenn das vielleicht dem individuellen, begrenzten Ich mit seinen Vorstellungen von autonomen Wesen nicht vorstellbar ist und nicht in den Kram passt.

Deshalb wird von spirituellen Lehrern oder Meistern immer wieder von der Vernichtung des Ich oder Ego gesprochen, wobei diese jedoch eher dessen Integration in ein Bewusstsein von etwas weit größerem meinen, die erst möglich wird, wenn man die Vorstellung aufgibt, selbst nur dieses Ich zu sein.

Gemeint ist damit die Wiedervereinigung von Leere und Fülle, von Herz und Verstand, von Ich und die Anderen - in unserem Bewusstsein, denn nur dort erscheinen sie im Laufe unserer Entwicklung eine Zeit lang getrennt, obwohl sie es nie waren, nie sind und niemals sein werden. ॐ

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