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Beitrag vom 21.11.2014 10:59

Perspektiven

Perspektiven sind etwas absolut mächtiges. Eigentlich besteht im individuellen Sein unser ganzes Bewusstsein aus nichts als Perspektiven. Sie bestimmen, was wir sind, was wir denken und fühlen und wie wir die ganze Welt wahrnehmen.

Östliche Weisheitslehren bezeichnen diese Perspektiven oft als Täuschung oder Illusion, nicht weil sie an sich falsch oder unwahr wären, sondern weil sie nur ein winzig kleiner Ausschnitt des Ganzen sind und meist das Gegenteil ebenso wahr ist. Sobald wir eine Perspektive für die einzige Wahrheit halten, ist sie in der Tat nur eine Täuschung, eine Illusion. Sie ist immer in etwas Größeres eingebettet, was sie niemals ganz erfassen kann.

Das Schöne an den Perspektiven ist, dass sie meist frei wählbar sind. Wann immer wir glauben, mit uns oder der Welt sei irgend etwas nicht in Ordnung, dann liegt es nur an der Perspektive, die wir gewählt haben und an der wir fest halten.

Leider steigern sich viele Menschen immer wieder so sehr in ihre Perspektiven hinein, dass sie das Ganze völlig aus den Augen verlieren und nur noch diese eine Perspektive sehen. Die Folge ist eine meist leidvolle Trennung vom kosmischen Sein.

Der Ausweg aus solchen oft völlig fest gefahrenen Perspektiven scheint nur deshalb so schwer, weil die Meisten glauben, sie müssten ihre Perspektive und damit ein Stück von ihrer Identifikation aufgeben.

Doch das ist überhaupt nicht der Fall, denn ihre Perspektive ist ja ebenso wahr, wie alle anderen auch und kann beibehalten werden. Man muss nur eine erweiterte, neue Perspektive finden, in der alle scheinbar widersprüchlichen und bisher verworfenen Perspektiven gemeinsam ihren Platz finden.

Das bedeutet letzten Endes, dass unser ganzes Sein ein Integrationsprozess ist, in dessen Verlauf wir immer wieder neue, weitere Perspektiven annehmen, die unsere Akzeptanz und unser Verständnis des Kosmos stetig vergrößern.

Sobald wir damit aufhören, beginnen unsere gegenwärtigen Perspektiven, uns einzuengen und vom kosmischen Sein abzutrennen, und dann wird es für uns meist recht unangenehm. Der Kosmos und das Leben sind eben dynamisch und festgefahrene Perspektiven, die uns scheinbar Sicherheit und Identität verleihen, lassen uns nur erstarren und schneiden uns vom ewigen Werden des Kosmos ab.

So ist der einzige Weg, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen der, stets mit den kosmischen Kräften mit zu fließen und die Perspektiven als das zu betrachten, was sie wirklich sind: eng begrenzte Teilwahrheiten, die wir nur vorübergehend zur Orientierung annehmen können.

Für uns als identifizierte Wesen ist und bleibt das Leben ein unendliches, rätselhaftes Bild, was jedoch mit jeder neuen Perspektive, die wir einnehmen, immer klarer, schöner und sinnvoller wird.

Alles Liebe

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